Sonntag, 20. August 2017

5. Ferienetappe

Die 5. Ferienetappe führte uns nach Österreich in die Zugspitzarena. Dort hatten verbrachten wir eine schöne Woche in einer riesigen Ferienwohnung mit R.s Eltern, seiner Schwester Kimmy mit M. und Mini und Uroma war auch mit von der Partie.

Wir hatten ein Familienzimmer mit zwei Doppelbetten, so dass die Kinder wieder zusammen in einem Bett schlafen konnten. Ich habe das Gefühl, dass die viele gemeinsame Zeit sie noch einmal viel mehr zusammengeschweißt hat. Abends im Bett erzählten die beiden immer noch lange und kicherten über allerhand Albernheiten. Und dann fand man sie immer irgendwann in einander verknotet und friedlich schlafend.

Direkt vor der Ferienwohnung war ein kleiner Spielplatz mit zwei Trampolins. Abends kamen immer eine Handvoll Ferienkinder zusammen, "hingen auf dem Spielplatz ab" bzw. fuhren mit allerhand verfügbaren Gefährten über den Hof. BM traf einige gleichaltrige Kinder, aber auch unsere Zwee immer mittenmang und überhaupt nicht schüchtern.

Tagsüber machten wir mal gemeinsam und mal getrennt verschiedene Ausflüge. Die Gegend war einfach traumhaft. So schön grün und natürlich bergig, aber noch nicht so hoch dass ich bei jeder Autofahrt Nervenzusammenbrüche bekommen müsste. Mit den Kindern konnten wir natürlich noch nicht so richtig wandern, aber die Österreicher haben es echt drauf, Wanderwege mit Rätseln, Wasserspielen, Murmelbahnen und Spielplätzen auch für Kinder so spannend zu machen, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten.






An einem Tag kletterten wir zur Burgenwelt Ehrenberg hinauf...

...wobei ich zugeben muss, dass ich mich nicht auf die Hängematte traute und trotz gekauftem Ticket unverrichteter Dinge umkehren musste. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass sie nur aus einem Gitter besteht, durch das man hindurchsehen kann... R., die Kinder trauten sich aber mit Oma und Opa ein gutes Stück auf dem wackeligen Ding entlang. Danach war ich noch mit BM im Museum, wo wir Ritterrüstungen anprobierten und BM sehr interessiert ganz viele Informationen über das Mittelalter aufsaugte.


An einem Tag fuhren wir zu viert mit dem Sessellift auf einen Berg, trafen uns mit dem Rest der Familie, ackerten bis hinauf zum Berggipfel, saßen einen leckeren Kaiserschmarrn und fuhren dann mit der Seilbahn wieder nach unten. Also zumindest ein Großteil von uns, denn R. und M. sausten mit gemieteten Rollern herunter.



Ich konnte mich die ganze Zeit nicht satt sehen, weil jeder Schritt immer wieder eine neue schöne Aussicht brachte. Selbst im Freibad sah das so aus:

Es war auch schön, dass unsere Kinder mal so schön viel Zeit mit ihrem Cousin Mini verbringen konnten. Beim Essen saßen er und Zwee in ihren Kinderstühlen am Kopf der Tafel und machten sich gegenseitig Quatsch vor. Überhaupt war Mini kaum zu bremsen und machte alles mit:


Zu guter Letzt machte ich noch ein Versprechen wahr, denn BM hatte sich gewünscht, endlich mal ein Schloss zu besichtigen. Also fuhren BM und ich mit M. zusammen nach Hohenschwangau. Dummerweise hatten wir uns so kurzfristig dafür entschieden, dass wir keine Tickets mehr für Neuschwanstein reservieren konnten. Als wir in dem völlig überlaufenden Städtchen ankamen, dass eigentlich eine einzige Anstehschlangen-Ansammlung darstellt, hatten wir keine Chance mehr, ein Ticket zu ergattern. Daher entschieden wir uns, stattdessen Schloss Hohenschwangau zu besichtigen. Wir fuhren mit der Kutsche nach oben und wurden dann durch die Führungsmaschinerie geschleust. Es war wirklich interessant und BM hatte tausend Fragen, aber leider sind die Führungen zu kurz getaktet, dass man gar nicht dazu kommt, sich alles genauer anzusehen oder einer siebenjährigen Fragen zu beantworten ehe man wieder weiter gescheucht wird. Danach erklommen wir noch den Berg, um Neuschwanstein von außen zu besichtigen. Da hatte BM aber dann wirklich keinen Spaß dran und sie jammerte zusammen mit den hunderten anderen Kindern, die von ihren Eltern die Berg hinauf getrieben wurden. Oh je, da tat sie mir schon ganz schön leid. Aber wir waren (mal wieder) da... und schauen uns beim nächsten geschichtlichen Interesse lieber mal ein unbekannteres Schloss an.


Nach den Ausflügen verbrachten wir gemütliche Abende in unserer Ferienwohnung, wo Uroma meist die Stellung hielt. Wenn die Kinder im Bett waren, spielten wir Monopoly (wie viele Jahre ist das eigentlich her?) oder pokerten in lustiger Runde.


Nach so einem schönen Urlaub graulte es mich dennoch vor dem Rückweg, weil BM seinerzeit bei unserem letzten Österreichurlaub den ganzen Weg von München bis nach Hause geweint hatte. Diesmal machten wir uns aber schon in den ganz frühen Morgenstunden auf den Weg. Nachdem Zwee eingesehen hatte, dass es jetzt noch keinen Film oder Naschi geben würde, schliefen sie und BM noch ein paar Stunden weiter. Den Rest der Zeit brachten sie mit essen, naschen und Filme gucken auch gut rum. Um halb 11 waren wir dann schon ganz entspannt zu Hause und hatten den ganzen Tag zur Aklimatisierung noch vor uns. 

Die zwei Wochen Urlaub waren jedenfalls richtig schön und haben meine Akkus gut aufgeladen. 

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