Samstag, 14. Oktober 2017

2x Kino

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal im Kino war. Vielleicht irgendwann letztes Jahr mal mit BM... und in einem Film für Erwachsene war ich, glaube ich, nicht mehr seit ca. Sommer 2013.

Dafür war ich nun diese Woche gleich zwei mal sehr unterschiedlich im Kino...

Vor einer Weile kamen mein Bruder, mein Cousin und meine Cousine per WhatsApp ins Gespräch, weil ich Fotos von einem Urlaub gefunden hatte, wo wir uns den Puppenjungen Timmy immer gegenseitig gruselig arrangiert hatten. Timmy kann echt nichts dafür, aber manchmal sieht er eben aus, als könnte er mit Chucky verwandt sein.


Fortan schickten wir uns immer mal gelegentlich ein paar lustig-gruselige Bilder und beschlossen, dass wir unbedingt "Es" zusammen ansehen müssten. Am Donnerstag war es also soweit und wir trauten uns in größerer Gruppe ins Kino. Niemand wollte außen sitzen, zwischen meinem Bruder und meinem Onkel fühlte ich mich ganz gut aufgehoben, wobei das Onkelchen eigentlich mindestens genauso oft zusammenzuckte wie ich. Was soll ich sagen: Ich kenne die Geschichte in- und auswendig, da "Es" in meiner Jugend mein Lieblingsbuch gewesen ist, aber ich mich wirklich gehörig gegruselt und hatte fast die ganze Zeit ein fette Gänsehaut. Ich verbrachte viel Zeit hinter meiner Jacke und wusste manchmal nicht, ob ich wimmern oder hysterisch lachen sollte.

Am Ende war ich dann ganz froh, dass ich nicht mit meiner Tante zusammen wohne, denn diese hatte für ihre Kinogänger etwas vorbereitet:


R. ist übers Wochenende mit seinen Kumpels in Budapest. Darum waren die Mädels mit ihren Teddys Lina und Elsa und ich heute gleich wieder im Kino, um "My little Pony" zu gucken. Wir machten es uns gemütlich und naschten einen Großteil des Popcorns schon vor dem Film auf.



Der Film ist niedlich und BM als großer Filly-Fan hatte danach allerhand zu berichten und zu fragen. Für Zwee war der Film eigentlich noch zu gruselig. Zu Hause guckt sie ja auch oft mit BM mit, aber da kann sie dann ja auch einfach weggehen, wenn es ihr zu gruselig wird. Im Kino ging das natürlich nicht so richtig. Wenn ich mich aber ganz zu ihr hin beugte, so dass sie sich zwischen mir und Teddy Elsa einkuscheln konnte, ging es ganz gut. Ins Kino möchte Zwee jetzt aber doch erstmal nicht so schnell wieder.

Dafür war sie am Nachmittag eine Zwee-im-Glück, denn endlich nach wochenlangem Warten kamen zum ersten Mal ihre beiden Kita-Zwillingsfreundinnen mit ihrer Mama zum Spielbesuch. Es ist immer so putzig, die drei in der Kita zu beobachten und tatsächlich haben sie sich auch bei uns zu Hause super vertragen. BM machte ein bisschen auf cool, spielte aber ganz lieb mit den drei Kleinen mit. Als die Kinderzimmerböden komplett mit Spielzeug bedeckt waren und ein Aufräumen nötig zu werden drohte, gingen wir mit den Kindern lieber noch auf den Spielplatz, wo sie schön weiterspielten. Tja, kaum sind wir bei BM einigermaßen aus den Eltern-organisierten Playdates raus, geht es nun bei Zwee los. Aber sie und die beiden eineiigen Mädels liegen offenbar wirklich auf einer Wellenlänge, und ich freue mich, dass sie schon so gute Freunde hat.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Ein Tag zu fünft

Unser Neffe Mini sollte dieses Wochenende bei uns verbringen, da seine lieben Eltern übers Wochenende verreisen wollten. Leider kam es dann etwas anders, da Mini in der Nacht zum Freitag etwas fieberte, so dass Kimmy und M. sich entschieden, den Flug sausen zu lassen. Da es Mini aber am Samstag schon wieder gut ging, kam er dann doch noch zu uns zu Besuch, nicht zuletzt, weil die Kinder sich schon so darauf gefreut hatten. So hatten seine Eltern dann trotzdem mal 24 Stunden zu zweit. 

Der kleine Mann war so lieb! Er hat prima mit seinen großen Cousinen gespielt, wobei BM wie immer sehr fürsorglich für ihn war. Am allerliebsten mag Mini aber seinen Onkel R. Quatsch machen, spielen und Bücher angucken. Wie schon bei den letzten Besuchen, fand Mini jedoch auch das ganze "Mädchenspielzeug" richtig toll. Vor allem das große Barbiepferd, Barbie- und Filly-Schlösser und der Toaster haben es ihm echt angetan. Obwohl er noch nicht mal 2 Jahre alt ist, hat er mit viel Fantasie schon richtige Geschichten gespielt...

Das Mädchen muss heiern, die Mama liest noch ein Buch vor:


Mini kann schon echt toll sprechen, so dass man auch als Nicht-Eltern gut verstehen kann, wonach ihm der Sinn steht. Besonders viel Spaß hatten wir alle beim Abendessen. R. steuerte die Farben der Lampen über den Echo-Dot, der bei uns "Computer" heißt. Mini wollte natürlich mitmachen und rief laut: "Aaahjutaa, düün!" ... woraufhin Zwee ihn überlegen ansah und rief: "Werjutaa! Grün!" - Wir wissen schon, warum wir das Ding nicht Alexa nennen. :-D

Leider war das Wetter nicht gerade toll. So machten wir nur einen kleinen Laufrad-Roller-Babyjogger-Ausflug zum Supermarkt. Auch wenn alle drei Kinder mehrheitlich super mitmachten, hatten wir alle Hände voll zu tun mit Jacken diskutieren, anziehen, Richtung weisen, Fragen beantworten, Kinder zurückrufen und nebenher noch halbwegs sinnvoll einkaufen. Hut ab vor allen kinderreichen Familien, die das jeden Tag haben!

Mini bekam übrigens BMs Zimmer, denn die Mädels hatten sich schon seit Wochen darauf gefreut, mal wieder in einem Zimmer schlafen zu können. Daher campierte BM auf zwei Matratzen vor Zwees Bett. 

Abends und Nachts wäre der Mini dann doch lieber zu Hause bei seiner Mama gewesen, aber er und wir haben das trotzdem ganz gut hinbekommen. Bevor er einschlafen konnte, fragte Mini sicher 100 mal: "Mama hin?" und "Mama matt?" - worauf ich immer wieder sagte, das Mama einkaufen sei, um sich eine warme Jacke zu kaufen. Nach einer ersten Schlafeinheit war er traurig, lies sich dann aber nach einer Milch auf meinem Schoß in den Schlaf schaukeln. Von da an schlief er bei uns im großen Bett - übrigens zu unserer großen Freude mehrheitlich korrekt ausgerichtet. Um 5 Uhr wurde er wach und wäre wieder gern bei Mama gewesen. Wir sahen ein, dass so nicht weiter an Schlafen zu denken war. Darum durfte Mini im Bett zwischen uns mit dem Barbiepferd spielen bevor er sich nach einer Stunde an mich kuschelte und noch einmal bis viertel neun weiterschlief. Als er dann gut ausgeruht und munter aufwachte war von Traurigkeit keine Spur mehr, sondern er wollte gleich runter zu den Mädels "bieln". 

So konnten wir dann ein gut gelauntes, ausgeglichenes Kind an die Eltern übergeben. Mission accomplished. :-)

Es war jedenfalls sehr schön, mal ganz in Ruhe Zeit und ein bisschen Alltag mit dem Süßen zu haben! 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Deko

Die Kinder haben heute stundenlang sehr lieb und mit nur minimalen Zankereien gespielt. Wir waren wohl etwas zu unaufmerksam... und BM auch, denn irgendwann verzierte Zwee die Zimmertür ihrer großen Schwester sehr liebevoll, um ihr eine Freude zu machen. Leider benutzte sie Klebstoff dazu.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Friseursalon

Die Mädels haben Spaß mit der Haarkreide. Der Salon heißt übrigens "Drei Cousinen - Das Beste".

Montag, 25. September 2017

Zwee-Spiel

In 2 Wochen kommen endlich Zwees Zwillinge zum ersten Mal zum Besuch. Zwee macht Pläne:

Dann können wir Verstecken spielen, Verkleiden, Quatsch matten und Kacka sagen.

Verstecken

BM ist gleich nach der Schule zu ihrer Freundin gegangen. So hatten Zwee und ich ein bisschen Zeit zu zweit. Unter anderem haben wir Verstecken gespielt. Erstmal mussten die Lieblingskuscheltiere der Woche Zwee suchen. Es ist ja immer wieder niedlich, wie so kleine Menschen sich verstecken. Sagen wir's mal so: Die Kuscheltiere und ich hatten es nicht besonders schwer.

Dann sollten die Kuscheltiere suchen während Zwee und ich uns versteckten. Ich versuchte ihr den Denkfehler zu erklären, aber Zwee meinte nur: "Troftsdem!"

Aber Probieren geht ja bekanntlich über Studieren. :-)

Samstag, 9. September 2017

Sieben - Party!

In den Wochen vor ihrem Geburtstag war BM nicht ganz sicher, wen sie einladen solle. Die Klassenzwillinge nicht... aber als man sich dann am Ende der Ferien wiedersah plötzlich doch. Zwei Mädels konnten nicht kommen, wegen eigener Einschulung bzw. Besuch einer Einschulung. Und ein Mädel wurde dann noch plötzlich krank. Letztendlich waren es aber trotzdem acht Kinder inkl. PL und Zwee. 

BM hatte sich schon wie im Vorjahr eine Radtour und eine Schatzsuche gewünscht. Dieses Jahr fand ich jedoch zu meiner großen Freude einen Online-Shop, in dem man vorbereitete Schatzsuchen kaufen kann, mit einer fertigen Story und Accessoires, so dass ich nur noch die Route planen musste. 

Unsere Partymädels hatten am Morgen erstmal einen Auftritt vor den neuen ABC-Schützen. Doch danach ging gleich BMs Party los. 

In einem logistischen Glanzstück sammelten wir die Partymädels in der Schule ein. Es gab eine Belehrung von R., der die Radtour "leitete". Er machte das wieder so toll! Unsere Kinder haben es so gut mit ihrem Papa! Es nieselte, aber der Wetterbericht versprach, dass das bald aufhören müsste. Tat es nicht, aber ich bin im Nachhinein total froh, dass wir die Radtour trotzdem gemacht haben. Der leichte Niesel schaffte es nicht, die Kinder zu durchnässen und machte uns darum nichts aus. 


So fuhren wir erstmal in den nächstgelegenen Park, wo die Kinder ein wenig spielen konnten während ich das gewünschte Picknick vorbereitete. Wegen des Regens aßen die Kinder im Spielhäuschen statt auf Decken, aber ich glaube, das fanden sie sowieso viel cooler.


Nach ein bisschen spielen fragten alle schon ganz aufgeregt, woher denn die Schatzkarte kommen würde und wann es losgehen sollte. Es war wirklich lustig, wie die kleinen aufgeregten Hühner sich ständig auf die Räder schwangen und losdüsen wollten, obwohl sie doch noch gar nicht wussten, in welche Richtung es gehen sollte.

Wir lösten dann erstmal zwei Rätsel im Park bevor die Radtour endlich losging.



Die Schatzsuche war für Kinder von 7 - 10 Jahren ausgelegt, und ich war mir nicht sicher, ob sie die Rätsel wirklich lösen könnten. Sie haben das aber mit etwas Anleitung und manchmal Hilfe von PL richtig gut geschafft. Nur Kartenlesen hat noch keine von ihnen drauf, dafür deuteten sie aber alle Tipps für die Verstecke ohne Probleme. Der bunte, schnatternde Haufen bot schon ein lustiges Bild, wenn alle aufgeregt radelten und hektisch versteckte Rätsel suchten.



Total überraschend führte die Radtour zu uns nach Hause, wo für jedes Mädchen ein kleiner Schatz versteckt war. Nach einem schnellen Kuchenessen durfte BM endlich ihre Geschenke auspacken bevor die Mädels nach oben stürmten, um ein bisschen zu spielen. Als ich irgendwann nachsah, fand ich dass BMs Zimmer überraschenderweise gar nicht so wild aussah. Da hatte ich jedoch noch nicht in Zwees Zimmer geschaut, wo eine Million Spielzeuge auf das Bett gestapelt wurden.

Die Mädels führten noch eine kleine Show auf. Doch als es nur noch Lärm war, lockte ich sie für den Kindergeburtstagsklassiker - ein Schokoladenwettessen - nach unten. Ich fand das als Kind ja auch schon immer lustig, aber mit dieser Begeisterung und Aufregung hätte ich nicht gerechnet. Am Ende konnten alle nur noch kreischen und vielen irgendwann über die endlich ausgepackte Schokolade her. Im Vergleich dazu war die abschließende Disco quasi eine Ruhephase.

Um 16 Uhr kehrte Ruhe bei uns ein. Wir sollten Kindergeburtstage wirklich öfter schon am Vormittag starten, denn so hatten die Kinder danach noch reichlich Zeit, um etwas runter zu kommen und schön zu spielen, anstatt gleich ins Bett zu müssen.

Es war jedenfalls eine richtig tolle Party, an die BM und ihre Freunde sicher noch lange zurückdenken werden.

Donnerstag, 7. September 2017

Sieben!

Sieben Jahre ist unsere BM nun schon alt. Und wann ist sie eigentlich so groß geworden?

An ihrem ersten Geburtstag als Schulkind mussten wir BM ganz früh wecken, damit sie noch vor der Schule den Geburtstagstisch ansehen konnte. Zwee ließ sich halbschlafend mit ins Zimmer ihrer großen Schwester tragen, wo R. und ich ein Geburtstagsständchen für unser großes Mädchen schmetterten. BM versuchte tapfer wach zu werden. Auch wenn die Äuglein erst gar nicht aufgehen wollten, versprühte sie schon gute Geburtstagslaune.

Der Geburtstagstisch war ein voller Erfolg. BM hatte ja eigentlich nur einen einzigen Wunsch geäußerten, diesen aber zwischenzeitlich immer mal wieder verworfen. Umso schöner war es, dass sie sich über das große Fillyschloss (das wir ganz preiswert gebraucht gekauft haben) sehr gefreut hat. Außerdem bekam sie u.a. eine schöne, leichte Armbanduhr und Rummikub.



BM begann gleich zu spielen und wollte gar nicht recht aufhören, aber die Schule nimmt ja leider keine Rücksicht auf Geburtstage. Gleich nach der sechsten Stunde holte R. sie aber wieder ab, damit sie noch eine Stunde in Ruhe mit ihren Geschenken spielen konnte. Wir spielten zu dritt eine Runde Rummikub - das war vermutlich das einzige Mal, dass ich gegen R. gewann, denn er kannte das Spiel bis dahin nicht. 

Dann holte R. auch Zwee aus der Kita und unsere Familien kamen zu Besuch. Dann gab es u.a. noch ein ferngesteuertes Auto, dass R. mindestens genauso viel Spaß bereitet wie dem Geburtstagskind. 
Der ganz kleine Cousin war leider nicht dabei, aber unsere Mädels spielten schön mit PL und Mini. Die Mädels schminkten sich und malten ihre Haare bunt an. Zum Ende gab es noch einige Aufführungen ("Episoden") von BM und PLs altbekannten Prinzessin-Hexe-Theaterstück. 


BM war den ganzen Tag bester Laune und wirkte so richtig groß. Mit sieben ist man eben schon ganz schön cool (auch wenn man sich noch jeden Morgen von Mama ins Bad tragen lässt). 

Samstag, 2. September 2017

60 Jahre Mutti

Meine liebe Mutti, ich wünsche dir alles, alles Liebe zu deinem 60. Geburtstag! Wir mögen ja nicht immer einer Meinung sein, aber ich finde, du bist die beste Mama der ganzen Welt! 

----------------------------------------------------------------

Der erste von Muttis Geburtstagen, an den ich  mich erinnern kann, war übrigens der 29. Mit 29 war ich noch zwei Jahre davon entfernt, überhaupt Mama zu werden. Aber das nur am Rande. 

Vati scherzt immer darüber, wie Mutti als Hinterhauskind auf dem 2. Hinterhof aufgewachsen ist. Das war natürlich wirklich so und sie war ein sehr braves Kind:


Bis auf eine kurze Verlobung mit einem mopedfahrenden Schwächling (glaubhaft versichert durch meinen Vati) ist sie nun seit gut 45 Jahren mit meinem Vati zusammen. So fand er bei der großen Geburtstagsparty auch sehr schöne Worte über ihre lange, glückliche Zeit miteinander. 


Eins meiner Lieblingsbilder: Mutti mit mir.


Muttis eigentlichen Geburtstag feierten wir Kinder und Enkelkinder mit ihr in einem Restaurant. Als Sofort-Geschenk gab es ein paar schöne Fotos von uns bzw. hauptsächlich natürlich den niedlichen Familienmitgliedern. Im Oktober werden wir dann alle zusammen noch ein Wochenende wegfahren und zusammen eine schöne Zeit verbringen. 

Am Freitag gab es dann die große Party mit Familie und Freunden. Ich glaube, Mutti war ganz froh, dass sie für ihr Geschenk nicht das böse "Gemeinsamkeiten-Spiel" spielen musste, aber an ihrem eigenen Geburtstag wollte ich sie wirklich nicht quälen (und ich hoffe, man erinnert sich an meinen Großmut, wenn ich in ferner Zukunft 40 werde). Das große Geschenk war nicht ganz überraschend, denn Mutti hatte sich zum 60. Geburtstag einen großen Wunsch erfüllt und eine Reise nach New York gebucht. Dazu schenkten ihre Gäste ihr die gewünschte New York Card. Eine Überraschung gab es dann aber doch noch: einen Hubschrauberflug über Manhattan. Vati hatte ich vorher eingeweiht und er hatte tapfer eingewilligt. Das muss wirklich Liebe sein. 

Mutti und ich sehen und sind uns ja sowieso sehr ähnlich (was ich sehr eindrucksvoll sah als ich für das Geburtstagsvideo eine Sequenz aus dem VHS-Video von Muttis 40. Geburtstag kopierte), aber an dem Tag haben wir es wohl auf die Spitze getrieben:


Aber Mutti, du bist WIRKLICH kleiner als ich! 

Irgendwie verging die Zeit mit Essen, Filmen, ein paar Spielchen, Schwätzchen und Tänzchen wie im Nu. Irgendwann lag Zwee dann schon ganz erschöpft neben mir auf der Bank. Doch als ich meinte, dass sie nun bald mit ihrem Papa nach Hause fahren könne, sprang sie auf und verlangte: "Wir wollen doch noch Disto matten!" Also tanzten wir alle noch mal eine große Runde. 

Es wurden noch allerhand Bilder geschossen - unter anderem ein Remake von diesem Cousinen-Bild. Die Damen haben sich doch kaum verändert! :-)



Später als die Party quasi vorbei war, kamen Muttis Eberswalder Cousinen noch auf einen Absacker mit nach Hause, wo wir den schönen Abend gemütlich im Pavillon ausklingen ließen. 

Und nun steigt die Spannung auf die große New-York-Reise. Die Daumen sind gedrückt, dass ihr Air-Berlin-Ticket sie nun zumindest noch von Düsseldorf nach New York bringt!

Geschwisterliebe

BM hat eine Medaille für Zwee gebastelt. <3

Sonntag, 27. August 2017

Witzigkeiten

Zwee:
Wenn R. Nudeln abgießt beugt er sich zum Amusement der Kinder immer über den Dampf, so dass seine Brille beschlägt und tut dann erschrocken, weil er nichts sieht.
Neulich beim Abendessen beugte sich Zwee über ihre lauwarmen Nudeln, hob den Kopf, blinzelte und fragte: "Seht du mich?" - Da war weder Wasserdampf, noch trägt Zwee eine Brille die beschlagen könnte.

BM:
Sie ist so ein  großes, selbständiges Mädchen geworden, aber heute zeigte sie, dass fast sieben eben docb noch ganz schön klein ist. Sie spielte mit R. ein Bibi Blocksberg-Spiel, so kamen sie aufs Zaubern. Sie nahm einen Spielstein und ließ ihn mit einem Zaunerspruch in R.s Hausschuh verschwinden. R. nahm ihn heimlich wieder raus, und BM wunderte sich, wo er sein könne. R. brachte sie auf die Idee, dass sie ihn vielleicht in einen falschen Schuh gezaubert hätte. Irgendwie kamen sie auf den Schuh der Königin von England. Doch dann meinte BM, dass das eigentlich nicht sein könne, weil gar nicht so weit bis in ein anderes Land zaubern könne, sondern nur hier in ihrem Zimmer.
Dann sprang sie auf und holte ein Bibi Blocksberg Buch, um einen Spruch zu finden, um das verlorene Ding zurück zu bringen... und glaubte ihrem Papa, als er erklärte, dass er daraus echte Zaubersprüche ablesen könne, und schwups ließ er den Spielstein doch noch aus seinem Schuh fallen.
Übrigens meinte sie noch, dass ihre Oma einen echten Zauberstab und eine echte Zauberkugel aus Glas habe, die sie jederzeit benutzen dürfe.
Wenn man fast sieben ist, ist die Welt wohl wirklich noch voller Magie.

Sonntag, 20. August 2017

5. Ferienetappe

Die 5. Ferienetappe führte uns nach Österreich in die Zugspitzarena. Dort hatten verbrachten wir eine schöne Woche in einer riesigen Ferienwohnung mit R.s Eltern, seiner Schwester Kimmy mit M. und Mini und Uroma war auch mit von der Partie.

Wir hatten ein Familienzimmer mit zwei Doppelbetten, so dass die Kinder wieder zusammen in einem Bett schlafen konnten. Ich habe das Gefühl, dass die viele gemeinsame Zeit sie noch einmal viel mehr zusammengeschweißt hat. Abends im Bett erzählten die beiden immer noch lange und kicherten über allerhand Albernheiten. Und dann fand man sie immer irgendwann in einander verknotet und friedlich schlafend.

Direkt vor der Ferienwohnung war ein kleiner Spielplatz mit zwei Trampolins. Abends kamen immer eine Handvoll Ferienkinder zusammen, "hingen auf dem Spielplatz ab" bzw. fuhren mit allerhand verfügbaren Gefährten über den Hof. BM traf einige gleichaltrige Kinder, aber auch unsere Zwee immer mittenmang und überhaupt nicht schüchtern.

Tagsüber machten wir mal gemeinsam und mal getrennt verschiedene Ausflüge. Die Gegend war einfach traumhaft. So schön grün und natürlich bergig, aber noch nicht so hoch dass ich bei jeder Autofahrt Nervenzusammenbrüche bekommen müsste. Mit den Kindern konnten wir natürlich noch nicht so richtig wandern, aber die Österreicher haben es echt drauf, Wanderwege mit Rätseln, Wasserspielen, Murmelbahnen und Spielplätzen auch für Kinder so spannend zu machen, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten.






An einem Tag kletterten wir zur Burgenwelt Ehrenberg hinauf...

...wobei ich zugeben muss, dass ich mich nicht auf die Hängematte traute und trotz gekauftem Ticket unverrichteter Dinge umkehren musste. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass sie nur aus einem Gitter besteht, durch das man hindurchsehen kann... R., die Kinder trauten sich aber mit Oma und Opa ein gutes Stück auf dem wackeligen Ding entlang. Danach war ich noch mit BM im Museum, wo wir Ritterrüstungen anprobierten und BM sehr interessiert ganz viele Informationen über das Mittelalter aufsaugte.


An einem Tag fuhren wir zu viert mit dem Sessellift auf einen Berg, trafen uns mit dem Rest der Familie, ackerten bis hinauf zum Berggipfel, saßen einen leckeren Kaiserschmarrn und fuhren dann mit der Seilbahn wieder nach unten. Also zumindest ein Großteil von uns, denn R. und M. sausten mit gemieteten Rollern herunter.



Ich konnte mich die ganze Zeit nicht satt sehen, weil jeder Schritt immer wieder eine neue schöne Aussicht brachte. Selbst im Freibad sah das so aus:

Es war auch schön, dass unsere Kinder mal so schön viel Zeit mit ihrem Cousin Mini verbringen konnten. Beim Essen saßen er und Zwee in ihren Kinderstühlen am Kopf der Tafel und machten sich gegenseitig Quatsch vor. Überhaupt war Mini kaum zu bremsen und machte alles mit:


Zu guter Letzt machte ich noch ein Versprechen wahr, denn BM hatte sich gewünscht, endlich mal ein Schloss zu besichtigen. Also fuhren BM und ich mit M. zusammen nach Hohenschwangau. Dummerweise hatten wir uns so kurzfristig dafür entschieden, dass wir keine Tickets mehr für Neuschwanstein reservieren konnten. Als wir in dem völlig überlaufenden Städtchen ankamen, dass eigentlich eine einzige Anstehschlangen-Ansammlung darstellt, hatten wir keine Chance mehr, ein Ticket zu ergattern. Daher entschieden wir uns, stattdessen Schloss Hohenschwangau zu besichtigen. Wir fuhren mit der Kutsche nach oben und wurden dann durch die Führungsmaschinerie geschleust. Es war wirklich interessant und BM hatte tausend Fragen, aber leider sind die Führungen zu kurz getaktet, dass man gar nicht dazu kommt, sich alles genauer anzusehen oder einer siebenjährigen Fragen zu beantworten ehe man wieder weiter gescheucht wird. Danach erklommen wir noch den Berg, um Neuschwanstein von außen zu besichtigen. Da hatte BM aber dann wirklich keinen Spaß dran und sie jammerte zusammen mit den hunderten anderen Kindern, die von ihren Eltern die Berg hinauf getrieben wurden. Oh je, da tat sie mir schon ganz schön leid. Aber wir waren (mal wieder) da... und schauen uns beim nächsten geschichtlichen Interesse lieber mal ein unbekannteres Schloss an.


Nach den Ausflügen verbrachten wir gemütliche Abende in unserer Ferienwohnung, wo Uroma meist die Stellung hielt. Wenn die Kinder im Bett waren, spielten wir Monopoly (wie viele Jahre ist das eigentlich her?) oder pokerten in lustiger Runde.


Nach so einem schönen Urlaub graulte es mich dennoch vor dem Rückweg, weil BM seinerzeit bei unserem letzten Österreichurlaub den ganzen Weg von München bis nach Hause geweint hatte. Diesmal machten wir uns aber schon in den ganz frühen Morgenstunden auf den Weg. Nachdem Zwee eingesehen hatte, dass es jetzt noch keinen Film oder Naschi geben würde, schliefen sie und BM noch ein paar Stunden weiter. Den Rest der Zeit brachten sie mit essen, naschen und Filme gucken auch gut rum. Um halb 11 waren wir dann schon ganz entspannt zu Hause und hatten den ganzen Tag zur Aklimatisierung noch vor uns. 

Die zwei Wochen Urlaub waren jedenfalls richtig schön und haben meine Akkus gut aufgeladen. 

Samstag, 12. August 2017

Fast da

4. Ferienetappe

Nach zwei mehr und weniger kindfreien Arbeitswochen wurde es nun Zeit für unseren „richtigen“ Familienurlaub. Am Samstag düste R. in aller Früh an die Ostsee, trank einen schnellen Kaffee und lud unsere Kinder ins Auto und war mit ihnen um 11 Uhr wieder zu Hause. Was habe ich meine Süßen vermisst! Natürlich gab es nach der schönen Urlaubswoche mit Oma und Opa einen kleinen Meltdown, aber er hätte deutlich schlimmer ausfallen können. Wir nutzten den Nachmittag, um den endlich eröffneten neuen Spielplatz einzuweihen. BM konnte schnell ein paar Stunden mit ihren Zwillingsfreunden spielen, und ich konnte die Koffer ein- bzw. umpacken.

Am Sonntag fuhren wir zu viert in die Nähe von Nürnberg, wo uns ein kleines Ferienhaus am Waldrand erwartete. Leider wird direkt gegenüber ein großer Häuserkomplex gebaut. An einigen Tagen stand direkt hinter unserer Hecke ein Betonfahrzeug, das den ganzen Tag ohrenbetäubenden Lärm von sich gab, so dass man sich in dem wirklich gemütlichen, abgeschotteten Garten nicht aufhalten konnte. Auch das Wetter war uns leider nicht immer hold, aber bevor das jetzt total negativ klingt: Wir hatten trotzdem eine sehr schöne Woche.


Der absolute Renner bei den Kindern war erwartungsgemäß der Ausflug ins Playmobilland. Die Kinder kletterten begeistert umher, wobei BM ihrer kleinen Schwester immer wieder sehr lieb half – mal mit ein bisschen ziehen oder am Po schieben oder einfach nur durch ihre beruhigende Anwesenheit. Na gut, wir würden das kleine Plappermäulchen, das ununterbrochen auf Zwee einredete nicht als beruhigend empfinden, aber Zwee fühlte sich sichtlich gut aufgehoben.BM war wie immer sehr wagemutig und generell irgendwo weit oben zu finden. Die Rutschen mussten mit Teppich genommen werden, denn sonst wäre das ja babylangsam. Aber auch Zwee traute sich zum Ende des Tages eine der großen Rutschen ganz alleine runter.


Der Wasserspielplatz ist richtig toll. Zwar konnte man das Wasser ob der vielen Kinder kaum sehen, aber eben jenen Kindern machte dies überhaupt nichts aus. BM ging mutig immer wieder durch Wasserfälle hindurch, Zwee versuchte ihre Haare nass zu machen, indem sie in die Hocke ging, sich vorbeugte und den Oberkörper verdrehte, um den Zopf ins Wasser zu halten. Wirklich eine sehr amüsante Technik.


Kaum zu glauben, aber besonders BM hatte großen Spaß daran, große Plastikponys mit einer Wasserbürste zu striegeln. Ich wäre nicht drauf gekommen, aber die Leute vom Playmobilland haben offensichtlich Ahnung.

Im Indoorbereich waren verschiedene Playmobilspielewelten aufgebaut. Da holte BM sich ihre Ruhephasen, indem sie lange und ausgiebig erst mit einem Prinzessinnenschloss und später Hochzeit spielte. Übrigens, Genderdings hin oder her:  An den Schlössern/Hochzeitspavillons spielten nur Mädchen. Bei den Piraten, Polizei und Feuerwehr spielten nur Jungen.

Am nächsten Tag hatten wir auch noch mal schönes Wetter. Darum machten wir erst eine kleine Fahrradtour in den Wald und eine kleine Biege durch das Städtchen. Dann ging es ins nahegelegene Freibad, welches mit einer schönen, weder zu wilden noch zu lahmen Rutsche, einem Spielplatz und einer Trampolinanlage alles hatte, was das Kinderherz begehrte.

Am Abend schlug das Wetter um, wir machten aber mit Regenjacken und Gummistiefeln noch einen Abendspaziergang, bei dem die Kinder begeistert in Pfützen sprangen. Vor allem Zwee war völlig aus dem Häuschen und schrie beim Anblick der Pfützen immer wieder freudig auf und rief „Los, tomm BM, die holen wir uns!“


Danach brauchten die Kinder mal einen Ruhetag. Sie waren einem Spaziergang im Städtchen zu keinem weiteren Ausflug zu bewegen, sondern wollten hauptsächlich im Garten spielen. Zum Glück ging das auch, denn der Betonmischer stand an dem Tag am anderen Ende der Baustelle. BM und ich bastelten endlich ihren Traumfänger zu Ende, den sie schon im letzten Jahr zum Geburtstag bekommen hatte. Die Kinder spielten Verstecken, Ball und Picknick und erzählten sich allerhand Quatsch. Derweil machte R. eine lange Radtour, die wegen einiger Umwege etwas länger ausfiel als geplant.

Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Nürnberg. Zum Glück hatten wir den Fahrradanhänger mit, denn die Kinder hatten keine Lust zu laufen. So kamen wir wenigstens ein bisschen herum.  BM und ich hätten uns gern die Kaiserburg von innen angesehen, aber für Zwee ist das natürlich noch nichts. Aber dafür stellte BM allerhand interessierte Fragen, so dass ich mich jetzt schon darauf freue, wenn Zwee größer ist und wir auch mal in ein Museum o.ä. gehen können.

Gestern regnete es den ganzen Tag, so dass wir genau das taten, was auch alle anderen Urlauber taten: Wir fuhren in ein total überfülltes Schwimmbad. Aber den Kindern gefiel es, und uns gefallen fröhliche Kinder. Leider musste man zum Rutschen wirklich viel zu lange anstehen, aber die Kinder fanden zum Glück auch Spaß daran, 1000 mal die kleine Rutsche im Kleinkinderbecken zu nehmen.

Gegen Ende wollte BM unbedingt noch schwimmen üben. Leider gelingt es ihr immer noch nicht besonders gut. Sie ist sehr aufgeregt, zappelt herum und stellt sich nach einem platschenden Schwimmzug immer wieder unwillkürlich hin. Hinzu kommt, dass ich es bestimmt auch nicht besonders gut erkläre. Trotzdem habe ich  mich gefreut, dass sie ein mittlerweile offenbar den inneren Antrieb verspürt schwimmen zu lernen. Vermutlich werden wir aber nicht umhin kommen, es doch noch einmal mit Schwimmunterricht zu probieren, vielleicht im Herbsturlaub in Linstow.

Heute geht es weiter nach Österreich, wo wir gemeinsam mit der Schwiegerfamilie eine Woche an der Zugspitze verbringen werden. Leider pullerte Zwee ausgerechnet heute Nacht ein, so dass ich heute schon gewaschen und eine Schlafcouch geputzt hatte ehe es ganz hell war. Nun ja, Unfälle passieren eben. Dafür konnte ich jetzt noch schnell in Ruhe bloggen.

Samstag, 5. August 2017

3. Ferienetappe


Am Freitagabend fanden beide Kinder es sehr lustig, dass sie nicht im Schlafanzug sondern kuscheligen Autofahrklamotten ins Bett gehen sollten. Ich kuschelte beide ausgiebig in den Schlaf und atmete noch mal ihre Niedlichkeit ein. Am Samstagmorgen trug ich sie beide nacheinander hinunter in das Auto meiner Eltern. Überraschenderweise wurde BM gar nicht richtig wach, aber Zwee war schläfrig aber gut gelaunt. Der Abschied fiel ihr überhaupt nicht schwer, sie verlangte nur, dass man ihr einen Film „anmatten“ solle… Und weg waren sie.

R. und ich gingen noch mal zurück ins Bett bevor um 8 Uhr unser Austauschkind eintraf: Mini verbrachte den Tag bei uns, damit seine Eltern einen Ausflug machen und wir uns langsam an „Kindfrei“ gewöhnen konnten. Mini war den ganzen Tag so lieb! Wir machten eine Radtour (er im Anhänger), schauten Pferde und Bagger an, spielten im Garten und auf dem Spielplatz. Mini hat vor allem seinen Onkel R. ganz doll lieb. Die beiden haben ganz viel Quatsch gemacht und die Zeit zusammen richtig genossen.

Danach nutzen wir die kindfreie Woche richtig gut aus. Ich arbeitete viel, was vielleicht nicht wirklich schön war, aber ich konnte allerhand Arbeitsfrösche killen und somit beruhigter in meinen Urlaub starten. R. machte die halbe Woche frei, was er sich auch absolut verdient hatte. Zu Hause entmistete ich zwei Tage lang die Kinderzimmer, sortierte vier Kisten Klamotten und eine Kiste „Babykram“ aus, füllte zwei Müllsäcke mit unbrauchbarem Klimbim, Basteleien und kaputtem Spielzeug.

Aber wir nutzten die Zeit natürlich auch schön zu zweit. Wir hatten drei Dates – beim Spanier, im Autokino und beim Quatsch-Comedy-Club, waren in Potsdam spazieren, feierten Kimmys Geburtstag und verbrachten einen Abend mit unseren Nachbarn. Alles in allem war es – für so eine begrenzte Zeit – schon mal schön, mit viel weniger Verantwortung und mehr in den Tag (Abend) hineinleben zu können.



Und die Kinder so? Die hatten mit Oma, Opa und PL ein volles Ferienprogramm in Boltenhagen. Wir wurden immer mit reichlich schönen Bildern versorgt und wissen daher von:

Tag 1: Indoor-Spielplatz in Wismar, Seifenblasenkunst in Boltenhagen

Tag 2: Kindertheater/Zaubern/Pantomime-Programm, Spielplatz, Strand, Bungee-Trampolin, Abendspaziergang für die Großen mit Opa

Tag 3: Tierpark in Wismar, wobei wir auf den Bildern kein einziges Tier, dafür aber allerhand Spielattraktionen sahen

Tag 4: Strand, Abends Gackermäuse-Quatsch im Bett

Tag 5: Hansapark, da war ich ganz schön neidisch

Tag 6: Bungee-Trampolin, Strand, Kletterpark BM mit Opa, Seebrückenfest, Abends Quatsch (O-Ton Opa: „Ich glaube, ein mittelgroßes Mädchen hat Omas BH übergestreift.“)

Tag 7: Kinderland



So ein Programm muss man erstmal stemmen! Oma und Opa brauchen wohl erstmal Urlaub, aber dafür waren alle rundum glücklich!

Sonntag, 30. Juli 2017

2. Ferienetappe


Nach unserem Kurzurlaub verbrachte BM die zweite Ferienwoche bei Oma und Opa im Wald. Einerseits war es ganz schön seltsam, sie jeden Tag ganz in der Nähe und doch nicht bei uns zu wissen, aber anderseits war es so als Ein-Kind-Familie auch ganz angenehm. Und BM hatte ja sowieso eine Spitzenzeit.

In ihrem Ferientagebuch steht dazu (diktiert von BM, geschrieben von Oma):

„Ich war gestern reiten. Die Pferde hießen Willi und Whisky. Dort gab es auch mehrere Hüpfburgen. Es gab viele Mücken, weil es ganz viel geregnet hat.

An einem Tag waren wir in der Stadt im Planetarium. Da hat mir alles gefallen. Wir waren auch in einer Schwimmhalle.

Bei einer Radtour nach Königswusterhausen zum Schloss bin ich 17 km mit dem Rad gefahren.

In der Nacht im Wald habe ich alleine im Kinderzimmer (Nebenschuppen) geschlafen. Es war ganz schön, weil wir ganz viel zusammen gemacht haben (Oma, Opa, BM und manchmal Zwee).“

Dazu malte sie dieses Bild (das „Zackige“ ist eine Mücke): 



Zwischendurch verbrachten sie auch mal einen Tag und eine Nacht in der Stadt, weil Oma bei Robbie Williams war und es außerdem schüttete. Da freuten sich Uroma und Mini sehr, weil sie auch etwas Zeit mit BM verbringen konnten.

Am Donnerstagmorgen brachte ich Zwee in den Wald. Sie wollte auch Ferien haben und da schlafen. Der Ferientag gelang, aber um 17:30 Uhr erhielt ich auf Arbeit die Nachricht, dass Zwee (nicht ganz überraschend) doch nach Hause wolle. Also holte ich sie nach der Arbeit im Wald ab… Ich hatte es mir fast gedacht, aber als BM mich dann sah, wurde sie auch plötzlich ganz klein und ein bisschen traurig. Also fand ich mich kurz darauf mit beiden Kindern auf dem Heimweg. Eigentlich wollten R. und ich zu zweit grillen, aber ich war trotzdem total glücklich meine Mädels bei mir zu haben, und die Großeltern konnten auch mal einen Abend entspannen.

Am Freitag ging es dann noch einmal für einen Tag in den Wald bevor am Samstag schon die nächste Ferienetappe startete…

1. Ferienetappe

Gleich nach der Zeugnisausgabe sammelten wir Zwee ein und fuhren zum Bernsteinsee. Dort hatten wir eigentlich ein kleines Ferienhäuschen gebucht, bekamen jedoch überraschend ein Upgrade für eine große Wohnung mit dieser Aussicht:


So verbrachten wir ein paar schöne Tage zum Ferienauftakt. Tatsächlich verließen wir den kleinen Ferienort nicht einmal, sondern genossen es, in den Tag hinein zu leben. Wir spazierten und rollerten durch die Gegend, badeten im Bernsteinsee, buddelten am Strand, beobachteten die Wakeboarder, gingen reiten (also die Kinder, wir mussten/durften nebenher laufen) und spielten Verstecken in der Wohnung... denn das Wetter war sehr durchwachsen, so dass wir froh über unser Upgrade waren.

BM bekam von ihrer Oma ein Geschichtenheft für die Ferien geschenkt. Bislang hat sie noch nichts selbst eingeschrieben, diktierte aber ihrer Oma folgendes über die Tage am Bernsteinsee:

"Ich und meine kleine Schwester sind hier geritten. Mein Pferd hieß Tralala. Meine Schwester auf Püppi geritten. Mama und Papa, meine Schwester und ich sind dort im See baden gegangen. Jeden Tag waren wir in der Gaststätte essen und zum Frühstück gab es viele Leckereien. Mir hat es hier sehr gut gefallen. Wir hatten hier eine ganz große Wohnung."

Letztendlich verkürzten wir den Urlaub um einen Tag, denn am Samstag goss es wie aus Eimern und es war kein Ende in Sicht. Große Wohnung hin oder her, bei Unwetter fanden wir es zu Hause doch gemütlicher.

Sonntag, 23. Juli 2017

Leber Wurst

Heute beim Abendessen wollte Zwee Leberwurst auf ihre Stulle haben.

Dann fragte sie: "Wie heißt das notmal?"

Ich: "Leberwurst."

Zwee: "Häh? Wie heißt das?"

Ich wieder: "Leberwurst."

Daraufhin Zwee: "Und wie ist der Vorname?"

Überhaupt hatte Zwee heute offenbar Quatschlaune, denn daraufhin fütterte sie das kleine Abziehbild an ihrem Arm - einen kleinen Esel - mit ihrer Stulle und unterhielt sich angeregt mit ihm.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Tschüss 1a! Hallo 2a!

Haben wir nicht gerade erst Einschulung gefeiert? Und nun ist die 1. Klecker schon rum. BM hat ihr erstes "richtiges" Zeugnis bekommen; und die wichtigste Frage, die uns zur Zeit beschäftigt, ist, ob sie denn nun jetzt schon oder erst nach den großen Ferien eine Zweitklässlerin ist.

Für BM war es ein ziemlich anstrengendes Jahr. Die ersten Monate machte ihr vor allem das neue soziale Gefüge zu schaffen. Unsere Kinder gehen/gingen ja in eine recht kleine Kita, wo jeder jeden kennt und BM einen festen Platz hatte. Sie ist auch keineswegs besonders schüchtern, im Gegenteil, ich staune immer wieder, wie schnell sie Anschluss findet. In der Schule fiel ihr das aber wirklich schwer.

Monatelang war sie jeden Abend traurig, weil sie "von den anderen Kindern ausgeschlossen wurde". Egal, was man über den Schultag fragte, sie wollte eigentlich gar nicht erzählen, sondern sagte immer nur, dass sie wieder traurig gewesen sei.  Viele  Kinder hatten aber scheinbar feste Freunde mitgebracht bzw. hielten an ihren alten Kita-Freunden/Bekannten sehr fest. BM hingegen hatte einen solchen Anker leider nicht. Mit dem einzigen Mädchen, dass aus ihrer Kita mitgekommen war, war sie schon seit einem Jahr nicht nicht mehr richtig fest befreundet (obwohl die beiden früher total dicke waren).

Mein Mamaherz blutete, ich hatte irgendwie erwartet, dass BM richtig viel Spaß in der Schule haben würde und ganz schnell Freunde finden würde. Aber wenn oft so traurig ist, und außerdem noch eines der jüngsten Kinder mit einem riesigen Bewegungsdrang, macht die Schule wohl nicht besonders viel Spaß.

Sowohl BMs Lehrerin als auch ihre Erzieherin sind richtig toll und gehen super auf die Kinder ein. Wir führten mehrere Gespräche mit beiden, wodurch die Situation ein bisschen relativiert wurde: Tatsächlich hatten beide von Anfang an den Eindruck, dass BM immer mittendrin war. Sie machte bei allen Aktivitäten freudig mit und hatte schnell guten Anschluss an alle Kinder. Nur eben keine beste Freundin. BM ist sensibler als wir es vielleicht gedacht hätten: Sie nimmt es sich eben sehr zu Herzen, wenn sie beim Schuhe anziehen die letzte ist und dann alle anderen Kinder sich schon auf dem großen Hof verteilt haben. In der Kita hat sie gern den Ton angegeben (bis im letzten Schuljahr zwei zurückgestellte Mädels die Führung übernahmen), in der Schule ist sie einen Kopf kleiner als viele Mitschüler und musste sich plötzlich einen neuen Stand zwischen 23 anderen Kindern schaffen.

Die Erzieherin berichtete auch, dass wenn BM sich in den Kopf setzte, mit einem bestimmten Mädchen zu spielen, sie dann traurig war, wenn dieses nicht wollte, auch wenn gleichzeitig mehrere andere Kinder sich zum Spielen anboten.  Da kam sie dann manchmal nicht aus ihrer Rolle heraus. Dennoch: Es machte mich unendlich traurig, wenn BM in der Schule oder Abends weinen musste. Wie auch immer die Situation von außen aussah - für sie war es eben wirklich schlimm.

Lehrerin und Erzieherin nahmen BMs Problem ernst und halfen ihr. Wenn sie traurig war, fragten sie in die Runde, wer denn mit BM spielen wolle - woraufhin immer viele Hände hochgingen. Sie sprachen oft mit der Klasse über Teamgeist und Kameradschaft und dass sie alle zusammen halten sollten.

Ob es diese Bemühungen waren oder die ersten Lernerfolge oder einfach die Zeit, vielleicht auch die Kombination: Irgendwann zwischen Winter- und Osterferien legte sich bei BM ein Schalter um.

Unser großes Mädchen ist nun viel ausgeglichener und fröhlicher. Sie erzählt zwar immer noch nicht allzu viel von der Schule, und wenn sie es sich aussuchen könnte, hätte sie wohl am liebsten immer Ferien, aber Schule scheint nun immerhin okay zu sein.

In diesem einen Schuljahr ist BM so selbständig und reif geworden. Ihr sowieso schon nie versiegender Redefluss hat einen völlig neuen Wortschatz aufgenommen. Bislang hauptsächlich "Lehrerformulierungen", aber neulich bekam sie ein Donnerwetter von mir, weil ich hörte wie sie zu ihrer kleinen Schwester "Halt doch die Schnauze" sagte. Wir werden das ja nicht verhindern können, aber bei uns zu Hause wird so jedenfalls nicht gesprochen.

Am Mittwoch gab es nun also die ersten Giftblätter. BM bettelte mich morgens noch an, dass ich ihr eine Zange mitgeben solle, weil sie meine Erzählungen von meinen Zeugnisausgaben so lustig fand. Ich überzeugte sie jedoch, dass ich die Zange auch erst viel später benutzt hatte und sie noch viel Jahre warten müsse, bis sie das auch tun könne.

In der 3. Stunde war es soweit. R. und ich waren mit einigen anderen Eltern in die Schule gekommen, so dass wir bei der Zeugnisübergabe dabei sein konnten. Zuerst sangen die Kinder das Lied vom Gummibären - dann hatten wir also mal wieder ein paar Stunden lang diesen Ohrwurm. Es war aber toll zusehen, wie lieb alle dasaßen, mitsangen und an denselben Stellen schmunzeln mussten, obwohl sie das Lied sicher schon hundertmal gesungen haben. Die Lehrerin war toll wie immer. Nacheinander rief sie jeweils einen Jungen und ein Mädchen nach vorn und hatte für jedes Kind einige sehr persönliche Worte. Zum Zeugnis gab es dann von der Erzieherin noch jeweils ein kleines Tütchen mit einem Pixiebuch, Bleistift und Notizblock.

Als BM an der Reihe war, lobte die Lehrerin, dass sie das ganze Jahr so fleißig und lieb gewesen sei. Sie erwähnte noch, dass BM nach ihrer Polypen-OP ganz schnell wieder reingekommen ist und es kaum aufgefallen sei, dass sie zwischendurch weg war. BM war vorn ganz schön aufgeregt. Danach sagte sie noch, dass sie froh war, dass sie selbst nichts sagen musste. Ja, Dankesreden haben wohl auch noch etwas Zeit. Wie die meisten Kinder interessierte sich BM Null für das Zeugnis, sondern wollte erstmal das kleine Geschenk auspacken. Erst als wir ein paar Stunden später schon im Urlaub waren, wollte sie es sich kurz mit mir ansehen... aber wirklich nur kurz.


BM liest schon richtig gut, und ich glaube, es macht ihr richtig Spaß, die Welt um sie herum so zu erschließen. Sie liest so im Vorbeigehen lange Straßennamen und Begriffe, aber bei den Hausaufgaben muss ich sie noch oft daran erinnern, dass sie die Aufgabenstellung doch selbst lesen kann und mich nicht dazu braucht. Gelegentlich liest sie ihrer kleinen Schwester aus deren Bilderbüchern vor - mittlerweile auch schon so flüssig, dass Zwee sitzen bleibt und zuhört.

BM rechnet auch sehr gern und sicher bis 20. Zuletzt hat die Klasse mit Geld gerechnet, was ihr großen Spaß gemacht hat. Mein Eindruck ist, wenn sie sich noch etwas Zeit nehmen würde, neue Aufgaben richtig zu verstehen, könnte sie richtig gut in Mathe sein. So müssen wir oft einige Aufgaben im Matheheft noch einmal wegradieren und nacharbeiten, weil sie an der Aufgabe vorbei gerechnet hat.

Die beste Beurteilung bekam BM in Sachkunde. Seltsamerweise ein Fach, über das sie nie etwas zu Hause erzählt. Da gibt es auch nur selten Hausaufgaben auf, so dass ich kaum ein Gefühl dafür habe, was sie da eigentlich machen. Allerdings wundert es mich nicht, dass sie darin gut ist: Die Lehrer der Familie und auch ihre Kitaerzieherinnen haben immer gesagt, dass BM sehr vielseitig interessiert ist und ein richtig gutes Allgemeinwissen hat.

Direkt nach der Zeugnisgabe holten wir noch schnell Zwee aus der Kita ab und fuhren in einen kleinen Ferienauftakturlaub an den Bernsteinsee... aber nicht bevor BM auch von uns ein kleines Geschenk für das geschaffte Schuljahr und das schöne Zeugnis bekommen hatte:


Zur Zeit ist BM ja glühender My-little-Pony-Fan. Und niemand sagt so niedlich lispelnd "Prinzessin Twighlight Sparkle" wie mein zahnlückiges Mädchen. (Seit sie weiß wie süß ich das finde, kommt sie manchmal in einem Anflug von Liebe zu mir und flüstert es mir ins Ohr, um mir eine Freude zu machen. ) Darum hat sie eben diese nun auch zum Spielen bekommen. Auf dem Foto haben Twighlight und Apple Jack übrigens Taschentuchkleider an, weil sie heiraten.

Mein liebes großes Mädchen, ich wünsche dir wundervolle Ferien, damit du ordentlich Energie auftanken kannst bevor es im September weitergeht. Und wenn ich noch einen Wunsch offen habe, wünsche ich mir, dass die Schule dir bald so richtig Spaß macht. Das Schule-doof-finden hat wirklich noch ein paar Jahre Zeit!