Sonntag, 13. November 2016

Ein hoßer Doom (großer Turm)

Schon als BM noch ganz klein war und anfing, morgens gegen Klamotten bzw. Anziehen im Allgemeinen zu protestieren, begann ich, ihr morgens ein "Mädchen"  aus Klamotten auf ihren Teppich zu legen. Das machen wir eigentlich meistens immer noch so.

Nun habe ich das auch ein paar Mal für Zwee so gemacht, um der Diskussion aus dem Weg zu gehen, dass ihr heißgeliebtes grünes "Piep-piep-Diedat" (T-Shirt) eben manchmal auch gewaschen werden muss.

Zwee hat daraufhin ihre ganz eigene Stapeltechnik entwickelt. So macht man das und nicht anders!

Mittwoch, 9. November 2016

BMs erstes Kreuzworträtsel

Alles alleine buchstabiert, geschrieben, Silben zusammen gezogen und gelesen. Ich bin ganz schön stolz auf mein großes Mädchen.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Zurück versetzt

Wir sind heute im Wald damit R. mit M. Holz hacken kann. Nach einer schönen Stunde mit den Kindern auf dem Waldspielplatz und leckerem Abgrillen machten Kimmy und ich mit den Kindern einen Spaziergang zum See. Zwee war schon ziemlich "miena" und wollte nicht alleine laufen, so dass ich sie in Minis Trage nahm. Nachdem sie gestern den ganzen ohne Mittagsschlaf aushielt entschärfte es das kleine Mädchen heute wie ein Baby.

Nun sitze ich hier im Wald in sicherem Abstand zum Holzgehacke und - gesäge und genieße bei goldenem Herbstwetter die Extrakuscheleinheit mit meinem gar nicht mehr so kleinen Baby auf dem Bauch.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Late-Talkerchen Zwee

Unsere Zwee hat sich ja von Anfang an mit allen "Meilensteinen" recht viel Zeit gelassen. Da sie sich dennoch stetig weiter entwickelte, sahen wir das im Allgemeinen recht gelassen. Wer weiß, vielleicht fehlten ihr doch die sechs Wochen im Bauch oder sie ist eben einfach etwas gemächlicher. Immer wenn ich anfing, mir doch etwas mehr Gedanken zu machen, kam ein Schub daher und zerstreute sie gleich wieder. 

Vor etwa zwei Wochen sagte ich zu R., dass es nun doch langsam etwas auffällig sei wie wenig Zwee spricht - also sowieso recht wenige Worte und diese auch noch nicht wirklich für die Allgemeinheit verständlich. Zweijährige haben es ja sowieso nicht immer leicht, weil die Welt so ungerecht sein kann. In letzter Zeit wuchsen Zwee aber häufiger Hörner, weil wir schlicht und einfach nicht verstanden, was sie von uns wollte. 
Wir beschlossen, dass wir noch entspannt bleiben und beim nächsten Arztbesuch (der ja über kurz oder lang kommen würde) mal die Kinderärztin ansprechen würden, ob man dagegen etwas tun sollte. 

Was soll ich sagen: In den letzten beiden Wochen hat sich plötzlich einiges getan. Zwee spricht jetzt viel mehr. Es ist noch längst nicht alles verständlich, aber sie versucht sich an immer mehr Worten und Redewendungen während wir vor lauter Niedlichkeit gar nicht mehr aufhören können zu grinsen.

Hier ein kleiner Auszug: 

Homm! - Komm!
Ich nich han! - Ich komme nicht ran.
Mehr ein Oma - Noch eine Oma (begeistert, weil bei Vatis Geburtstag beide Omas und Opas da waren)
ohter - runter
ohm - oben
O ein Ball? - Wo ist ein Ball?
Toor - Fußball 
Appe - Apfel
Mama hat das an, ich das an. Ich auch ein Deid an! 
Anna Daata auch Bett? - Sind [Kitafreundinnen] auch im Bett?
haut - laut
Bota - Butter
Boot - Brot
Wahla - Marmelade
Whos - Wurst
Niener - Wiener
Tiesa - Käse
Mama Dohß ein Buh an! - Auf Mamas Schoß ein Buch angucken. 
hot - rot
bau - blau (tatsächlich kann Zwee die meisten Farben richtig zeigen, wenn auch noch nicht selbst benennen)
I-a-a Igel
Mama, ich Aats! - Ich habe Angst.
hälpen - helfen (unsere aktuelle Lieblingskreation)
hojs - los
Nein, Mama nicht hojs! - Mama soll nicht los gehen.
Allez hop
nooi - neu
Ich hab Doos(ch) - Ich habe Durst. 
Wass(ch)er - Wasser
waiter - weiter
Iahdatt - Elefant 
Hat - Hand (Genau wie BM damals, wenn wir zum Einschlafen ihr Händchen halten sollen. ) 
I-i-i (dabei Zeigefinger quer vor den Mund Köpfchen hin und her schütteln) - Zähne putzen 
Ich auch nich. - Ich nicht. Das "auch" sagt sie immer dazu, auch wenn es meistens gar nicht passt. 
Ich das ham? Bote, Mama! - Darf ich das haben? Bitte, Mama! 
Ich Dette dattert! Ein Ja-ja? - Ich habe in die Toilette gek*ckert! Bekomme ich dafür ein Naschi? (In einem verzweifelten Moment haben wir ihr ein Naschi für K*cki in der Toilette versprochen, weil wir in den letzten Wochen immer wieder selbiges im Schlüppi hatten.) 

Ich muss in den nächsten Tagen mal noch ein paar weitere Wortschöpfungen notieren. Tatsächlich können wir uns nun schon recht gut mit ihr unterhalten.

Ihren eigenen Namen sagt Zwee übrigens bislang noch nicht. Wenn man sie nach ihrem Namen fragt, antwortet sie ausnahmslos "Ich". 

Außerdem singt Zwee jetzt mit Begeisterung den Taschenlampenkanon ("An und aus") und "Happy Birthday" - wenn es kein Geburtstagskind gibt, dann eben in Dauerschleife für ihre Püppis. 

Jedenfalls bin ich wirklich sehr erleichtert, dass da jetzt offensichtlich ein Knoten geplatzt ist. Es macht solchen Spaß mitzuerleben wie jeden Tag neue Wörter hinzu kommen und vor allem, dass Zwee und BM sich nun immer mehr unterhalten können. Mein Herz schmilzt jedes Mal, wenn Zwee etwas nicht schafft und damit zu ihrer großen Schwester geht: "BM [noch mit V als Anfangsbuchstaben] hälpen!"

Samstag, 22. Oktober 2016

Gastbeitrag von Oma M.: Herbstferien an der Ostsee

Wie schön! Eine Woche Urlaub mit der Großen an der Ostsee. „Piraten! Piraten …“ ihr Lieblingslied und jeden Tag von ihr mit Opa zusammen gesungen. Ein echter Ohrwurm. Mit an Bord neben uns Großeltern ihre Tante Kimmy, ihr Onkel M. und Mini.

Die Hinfahrt war begleitet mit gefühlten 100 mal Fragen: „Wann sind wir denn endlich da?“ Nach 2,5 Stunden war unser Haus zu sehen, aber wir mussten erst einmal an die Fischbude Backfisch essen gehen. BM behielt das bei. Jeden Tag. Beim Warten in der Schlange erklärten wir die ausgelegten Fischsorten. Bei der letzten Kiste Sprotten rief sie: „Kenne ich, das sind Goldfische!“

In unserem gemütlichen Haus trotzten wir dem trüben grauen Wetter. Morgens wurde gekuschelt und Mini küsste seine Cousine mindestens einmal am Tag komplett ab.

Da es kein schlechtes Wetter gibt, haben wir uns warm angezogen, und los ging es. Wir machten eine 20-km-Radtour, bei der BM tapfer mithielt. Wir sind an der Ostsee gewandert und haben die neu gelernten Buchstaben in den Sand geschrieben. 


Jeder Spielplatz wurde ausprobiert und stundenlang belagert. Aber am meisten Spaß hat der Besuch in Karls Erdbeerhof gemacht: Ponnyreiten, Riesenrutsche runterkacheln, Traktorfahren, Tiere streicheln, im Irrgarten sich verlaufen und viel naschen.

Im Ozeanium und der Stadtrundfahrt in Stralsund gab es viel zu bestaunen. Unsere Große ist sehr interessiert und will immer noch mehr sehen. So hat sie sich ein U-Boot angesehen und war in der Phänomenta. Dort hat sie sogar einen Trabi (mit großem Hebel) hochgehoben.
Alles sehr spannend.

Abends wurde Sport gemacht. Wir Frauen turnten vor und die Große voll mit dabei. Entsprechender Kommentar von ihr: „Und immer schön den Bauchnabel einziehen!“ Danke für den Tipp! Jeden zweiten Tag ging es ab in die Sauna.


Für Mama und Papa wurden Tassen mit Meeresmotiven bemalt und danach gebrannt. Und immer das Lied auf den Lippen: „Piraten, Piraten…“.




Samstag, 15. Oktober 2016

Drama um die Zahnfee

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber fünf Wochen Schule machten unsere BM wirklich ferienreif. Ich vermute, dass die vielen Eindrücke, das viele Warten und Anpassen und natürlich auch die Anstrengungen des Lernens ihr doch ganz schön zugesetzt haben, denn in der letzten Schulwoche musste BM eigentlich jeden Abend im Bett wegen irgend etwas ganz doll weinen. Meist fing es mit irgendeiner Kleinigkeit an und steigerte sich dann in kürzester Zeit in einen schlimmen Weltschmerz mit lautem, untröstlichen Weinen.

Am Abend nach der großen Party sah das dann so aus: 

Das ausgefallene Milchzähnchen kam in die nigelnagelneue Zahnfeeschachtel.



Wir kuschelten noch ein bisschen in BMs Bett und sinnierten darüber, wann wohl der neue Zahn wachsen würde und ob wie die Zahnfee wohl ins Haus kommen würde. Ich merkte schon, dass BM die ganze Sache nicht so hundertprozentig geheuer war. Irgendwann sagte ich "Gute Nacht" und verließ das Kinderzimmer. Wenig später drang lautes Schluchzen an mein Ohr. Ich ging also zurück zu BM streichelte ihr Köpfchen und erfuhr, dass sie so traurig sei, weil sie nun ihr Zähnchen nie wieder sehen würde. Ich konnte sie ein bisschen verstehen, denn irgendwie ist so ein Zahnverlust ja auch ein Verlust der "Unversehrtheit" und - wenn auch objektiv betrachtet vielleicht nicht so schlimm, aber eben doch sehr endgültig.

BM war so traurig, dass ich fast so weit war zuzugeben, dass es eigentlich gar keine Zahnfee gibt. Zu guter Letzt schrieb ich ihr aber stattdessen einen Zettel. Ohne Kontaktlinsen, darum die scheußliche Handschrift. Echt jetzt. 



Zahnfeezettel und Zahnfeedose stellten wir dann zusammen auf das Fensterbrett und ich versprach BM noch, dass die Zahnfee eine wirklich gute Fee sei und sie sich wirklich keine Sorgen machen brauche. Dann kam BM endlich zur Ruhe und schlief ein.

Am nächsten Morgen eilte BM gleich zum Fensterbrett. Das Zähnchen lag immer noch in der Dose und daneben lag ein Büchlein mit einer Nachricht. 



Bislang ist noch ungeklärt wie BM mit dem nächsten Zahn verfahren will, aber eigentlich wäre ich gar nicht so unzufrieden, wenn sie auf die kleinen Geschenke verzichtet und stattdessen einfach ihre Zähnchen sammelt. 

Sonntag, 9. Oktober 2016

60. Jahre Vati

So richtig froh war meine Oma nicht, als sie zum dritten Mal schwanger wurde, aber die Fleischerin sagte zu ihr: "Wart's nur ab, dit Kind wird noch die Sonne deines Lebens." Und so wurde also vor 60 Jahren mein Vati als jüngster von drei Söhnen geboren und machte die Familie komplett.



Am 5. Oktober feierte Vati erstmal mit zahlreichen Kollegen und Freunden seinen Geburtstag bei der Arbeit. Da gehört er nun schon zum Urgestein und es wurde nicht nur die ein oder andere Geschichte ausgegraben sondern auch eine ansehnlicher Haufen Geburtstagsgeld gesammelt, von dem er sich ein Fahrrad kaufen wird.

Abends gingen wir dann im kleinen Kreis noch mit Vati essen. Leider bekam Zwee im Laufe des Abends Fieber, so dass sie leider keinen Spaß hatte und beizeiten mit R. nach Hause fahren musste. Aber es war trotzdem gemütlich und ich denke für Vati ein schöner Ausklang an diesem Tag.


BM und Zwee schenkten ihrem Opa eine Fotocollage und Kunst. Von PL und Krümel gab es ein schönes Foto und einen Geburtstagsbrief von PL. Und von uns allen ein Familienwochenende am Scharmützelsee - leider erst im Januar, weil die Terminfindung sich schwierig gestaltete. Aber vielleicht war das jetzt auch erstmal genug Aufregung für das Geburtstagskind. :-)

Am Samstag stieg die große Party, vor der das Geburtstagskind sichtlich aufgeregt war und für die eigens eine große Partyvilla gemietet wurde. Zur Beruhigung kuschelte Vati erstmal ein bisschen mit seinem kleinsten Enkelkind, das alles daran setzte den Stuhl anzulecken, was der Opa aber geduldig immer wieder vereitelte. Dann kamen noch die großen Mädels zum Kuscheln (außer Zwee, die ob der ungewohnten Umgebung noch angekettet an meinem Hals hing).

In Opas Armen ist für alle Platz:


Als alle angekommen waren und Vati seine Begrüßungsrede gehalten hatte zeigten wir erstmal den Film, den ich in den vergangenen Wochen aus vielen Fotos zusammengestellt hatte. (Tatsächlich war es zwar eine Heidenarbeit, aber es hat mir auch Spaß gemacht, die Jahre Revue passieren zu lassen. Kaum zu glauben, wie jung wir alle mal waren...)

... unter anderem gab es es dieses Foto mit meinem Bruder und mir. So sehr viel hat sich also eigentlich in den Jahren gar nicht geändert:


Erwartungsgemäß flossen im ganzen Saal ein paar Tränen, ein bisschen vor Rührung, ein bisschen vor Lachen und auch, weil von den drei Brüdern und den drei Jungs jeweils nur noch zwei mit dabei waren. Wir kriegten uns aber schnell wieder ein und nach einer leckeren Stärkung und den ersten auflockernden Getränken durfte Vati sich sein Geburtstagsgeschenk verdienen, für das er Gemeinsamkeiten mit seinen Gästen zu erraten hatte. Er schaffte es auch mit nur wenigen Tipps und Hinweisen recht flink und durfte sich über einen Städtetrip nach Dublin freuen - sicher auch, weil er allerhand Arbeiten in die kommende Woche verschoben hatte, was seine Kollegen kommentarlos hingenommen hatten, obwohl sie im Gegensatz zu ihm schon wussten, dass er eigentlich im Urlaub sein würde.

Nach dem Essen zogen wir nach oben zur Bar, wo Zwee und ihr Großgroßcousin L. viel Spaß mit den Drehstühlen und allerhand Süßigkeiten hatten. BM trieb sich derweil mit den großen Mädels abwechselnd im Haus und im Garten herum. Sie war nur sauer als sie nicht mit an den See durfte, weil sie eben erst sechs ist und es längst dunkel war. Nachdem ich die völlig ausgepowerte Zwee trotz schallender Musik irgendwie ins Bett gebracht hatte ging das Fest so richtig los.

So eine Party haben wir lange nicht mehr gefeiert! Wir feierten, tanzten und sangen wie zu alten Zeiten. Die Kinder hielten uns augenscheinlich für ziemlich durchgedreht oder zumindest viel betrunkener als wir es eigentlich waren (also ich zumindest). Dann viel auch endlich die Anspannung vom Geburtstagskind so richtig ab und er rockte bis die Fetzen flogen.


Zwischendurch kam mein aufgeregtes großes Mädchen umringt von großen Mädels zu mir. T. hatte mal an ihrem Wackelzahn gewackelt... und dabei war er prompt herausgefallen. Wuah! BM war sichtlich angeschlagen und vor Aufregung ein bisschen zittrig, zeigte dann aber jedem stolz ihre Zahnlücke.


Um halb 2 Uhr brachte R. die völlig kaputte BM ins Bett - während ich zwei Stockwerke tiefer versuchte die hellwache Zwee zu überzeugen, dass sie trotz der Partymusik jetzt nicht nochmal aufstehen könne, bis R. mich ablöste und ich noch ein bisschen feiern gehen konnte.

Um 3 Uhr saßen wir mit meinen Eltern und meinem Bruder zufrieden und glücklich auf der Couch bevor wir uns auf die Schlafzimmer verteilten. Es war eine rundum gelungene Party und ein wirklich würdiges Fest zum 60. Geburtstag, das wir sicher nie vergessen werden.

Sonntag, 18. September 2016

Tütata ein Uh-uh!

Als ich am Freitag Abend mit den Kindern nach Hause kamen, stürmten beide gleich durch zur Couch. Zwee -  unser vermeintlich ruhigeres Kind -  kletterte drauf und begann herum zu hopsen. Das darf sie natürlich nicht. Ich setzte gerade zum Schimpfen an, da lehnte sie sich -  warum auch immer - vorwärts über die Lehne, rutschte ab und viel ungebremst herunter, wobei sie mit dem Kopf aufschlug und sich so überschlug, dass sie auf dem Rücken zum Liegen kam.

Ich war keine zwei Meter entfernt und auch R. war nicht weit weg, trotzdem konnten wir nichts mehr tun. Uns stockte der Atem, das Bild bekommen wir nicht aus dem Kopf.

Zwee rang einen Moment nach Luft und brüllte dann los. Ich nahm sie vorsichtig hoch, wobei ihr ein paar Tropfen Blut aus der Nase rannen. Das war uns so unheimlich, dass wir einen Krankenwagen riefen. Als er kam hatte sich Zwee schon beruhigt und saß sichtlich geschockt, aber zum Glück nicht bekommen auf meinem Schoß. Der Sanitäter gab gleich eine halbe Entwarnung, weil Zwees Pupillen gut reagierten und sie auch nicht bewusstlos geworden war.

Sicherheitshalber brachten sie Zwee und mich trotzdem in die Rettungsstelle. Im Krankenwagen saß Zwee ganz ruhig und etwas eingeschüchtert auf meinem Schoß. Der freundliche Sanitäter schenkte ihr einen kleinen Plüschaffen (uh-uh), den sie ganz fest hielt. Ein kleines bisschen freute Zwee sich als sie ein paar Mal die Sirene hörte.

Im Krankenhaus mussten wir nur etwa anderthalb Stunde warten. Zwees Kopf, Halswirbelsäule, Augen, Ohren und Reflexe wurden durchgecheckt und für prima befunden. Mittlerweile hatte sie ein ordentliches Horn an der Stirn, obwohl ihr eigentlich der Hinterkopf wehtut.

Alles in allem ist Zwee aber glimpflich davon gekommen, so dass wir wieder nach Hause durften. R. holte das gerade einschlafende Schulkind noch mal aus dem Bett und holte uns ab. Während wir vor der Rettungsstelle warteten und nach der Hitze des Wartezimmers die frische Abendluft genossen, kletterte und balancierte Zwee schon wieder an einem Zaun entlang und plapperte auf den neuen Uh-uh ein.

Donnerstag, 15. September 2016

Schulkind!

Am Samstag, 10. September 2016, feierten wir BMs Einschulung. Was für ein aufregender, toller Tag!

Wir machten uns alle chic und fanden uns kurz vor 10 Uhr auf dem Schulhof ein, wo bereits die Omas und Opas warteten. Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und so war es nicht verwunderlich, dass es im Speisesaal brütend heiß war. Dort angekommen setzte BM sich zu ihrer Kitafreundin C. und den anderen Kinder der Klasse 1a ganz nach vorn. Obwohl wir noch einige Zeit warten mussten, war BM zu aufgeregt zum herumzappeln und staunte nur vor sich hin. Wir saßen etwas weiter hinten, wobei Zwee sich ob der großen Menschenmenge beide Arme um mich schlang und sich an mich kuschelte während ich vor Hitze zerfloss.

Zu Beginn der Feierstunde zofften sich dann einige Eltern, weil einige stehende Eltern sich vor die Sitzenden gestellt hatten. Unglaublich, dass erwachsene Menschen sich 1. nicht mit gesundem Menschenverstand benehmen und 2. tatsächlich vor den Kindern streiten, so dass der Schuldirektor schlichtend eingreifen musste. Ich hoffe mal, dass lag alles nur an der Hitze - ansonsten grault es mich jetzt schon vor den Elternversammlungen.

Aber dann ging es endlich los. Die Feierstunde war sehr schön organisiert. Die Zweitklässler sangen, tanzten und erzählten kleine Geschichten. Alles sehr kurzweilig und richtig gut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere BM das in einem Jahr auch schon alles können wird.

Dann wurden die Kinder der Klasse 1a nacheinander auf die Bühne gerufen bis da 24 kleine ABC-Schützen standen, von denen unsere die kleinste war. Sie sah so aufgeregt und stolz, gleichzeitig groß und niedlich klein aus! Unglaublich, dass wir es nun schon soweit geschafft haben!

Dann ging BM mit ihrer Klasse, der Lehrerin und der Erzieherin in ihren Klassenraum, suchte sich mit C. eine Schulbank ganz hinten aus und erlebte eine erste kleine Unterrichtsstunde, in der aber "nur" etwas vorgelesen wurde. Dann folgten R., Zwee und ich mit den anderen Eltern in den Klassenraum, wo BM dann auch ihre Schultüte bekam. Mit dem leeren Ranzen und der vollen Schultüte hatte sie alle Hände voll zu tun!



Damit endete der offizielle Part des Tages. Draußen empfingen die stolzen Omas und Opas das Schulkind, dass nach all der Warterei, Hitze, Schlepperei und Anspannung nun ziemlich durch den Wind war.

Danach fuhren wir nach Hause. Als Zwee ihren Mittagsschlaf hielt durfte BM endlich ihre Schultüte auspacken - das war nur der Anfang der Geschenkeschlacht, die noch bis zum nächsten Tag andauern würde!

Um 16 Uhr trafen BMs Gäste ein. Insgesamt bekam sie 13 Schultüten unterschiedlicher Größen! Der ganze Esstisch war voll mit Geschenken, so dass BM irgendwann mit dem Auspacken aufhören musste, weil sie gar nichts mehr wahrnehmen konnte. Der sonnige Garten füllte sich mit 20 Erwachsenen und 11 Kindern. Während unsere Familien bei Kaffee und Kuchen plauderten wurden R. und ich ein wenig unruhig, weil unser Überraschungsgast - ein Seifenblasenkünstler - nicht zur vereinbarten Zeit eintraf und auch telefonisch nicht erreichbar war. Eine Stunde zu spät kam er dann zum Glück doch noch und bescherte uns allen (und unseren Nachbarn) ein tolles Highlight. Die Kinder (und ja, auch einige Erwachsene) hatten einen Riesenspaß und machten mit unterschiedlichsten Gerätschaften kleine bis riesige Seifenblasen. Alle Kinder waren danach klatschnass und die Straße gut eingeschäumt.



Danach ging es zum Abendessen und gemütlichen Beisammensein zurück in den Garten. Es war so schön, mit allen zu plaudern, denn so oft sehen wir uns leider im Alltag nicht. Nebenher wuselten die kleinsten Kinder um uns herum und sorgten für reichlich Amüsement. Die großen Kinder - und ja, da gehört nun wohl auch BM dazu - verschwanden einige Zeit im Park und kamen nur gelegentlich bei uns vorbei, um sich mit Proviant für ein Picknick einzudecken. Für BM war das wohl ein ziemliches Abenteuer. Auf meine Frage, was denn das beste an ihrer Einschulung gewesen sei, kam ihr "im Dunkeln im Park sein" noch vor der Seifenblasenmantscherei in den Sinn.

Als die völlig kaputt getobte Zwee im Bettchen lag und die Partygäste mit kleineren Kindern abgefahren waren, saßen wir noch mit unseren Eltern, meinem Bruder und meiner Cousine vom anderen Ende der Stadt gemütlich auf der Terrasse während die Kinder auf der Couch saßen und Ice Age schauten. Als um halb 12 Uhr die letzten Gäste gegangen waren kapitulierte unser Schulkind und war plötzlich wieder winzig klein, weil sie so müde war - was sie sonst ja nie nie nie zugeben würde. Ich trug sie nach oben und nach einem kurzen Abstecher ins Bad gleich weiter in ihr Bett, wo R. und ich sie im Liegen in den Schlafanzug friemeln mussten. Dann hielt ich meinem Mädchen die Hand und staunte es an während es innerhalb von wenigen Minuten tief und fest einschlief.

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Nachtrag:
O-Ton BM nach ihrem ersten Schultag am Montag: "Ich hab die Nerven schon voll! Wir haben gar nicht Lesen gelernt, sondern bloß gemalt!"

Mittwoch, 7. September 2016

BM ist sechs Jahre alt

Was für ein Tag!

Unser großes Geburtstagskind wachte von allein und etwas früher als erwartet auf, kurz nachdem wir Zwee nach oben zu uns geholt hatten. So konnten wir sie gar nicht wachsingen, sondern BM kam direkt zu uns ins Schlafzimmer. Dort kuschelten wir noch kurz schön bevor BM es vor Aufregung nicht mehr aushielt und wir nach einem kurzen Zwischenstop im Bad alle im Schlafanzug ins Wohnzimmer gingen, damit BM ihre Geschenke auspacken konnte. Als Hauptgeschenke gab es dieses Jahr einen supertollen Roller und das gewünschte Plasteblingdings Pferd mit Kutsche für BMs Barbies.

Dann ging Zwee in die Kita und wir nutzen zum letzten Mal die Möglichkeit, den Geburtstagsvormittag freizunehmen und zu dritt - BM, Mama, Papa - zu verbringen. Wir machten einen Ausflug mit dem Roller, wobei auch R. und ich unseren Spaß mit dem Gefährt hatten und die Zeit gleich nutzten, um heimlich Hinweise für die geplante Schatzsuche zu verstecken.

... nicht irgendeine Schatzsuche. Nein, dieses Jahr sollte es eine Radtour mit Schatzsuche geben - so ähnlich wie letztes Jahr, aber diesmal mit den Geburtstagsgästen! Alle Kinder brachten ihre Fahrräder mit und nach einer Stärkung mit Kuchen und dem Geschenkeauspacken ging es auf große Schatzsuche. Nach einem Pep-talk von Expeditionsleiter R. starteten acht unterschiedlich große Kinderfahrräder, ein Laufrad, R. mit Zwee im Anhänger und die beiden Opas als Begleitung in das Abenteuer. Die Kinder haben richtig gut mitgemacht und hatten viel Spaß! Am Ende stellte sich heraus, dass der Schatz fast bei uns zu Hause lag. So ein Zufall aber auch!


Zurück im Garten angekommen gab es noch eine Seifenblasendisco, bei der alle Kinder Scheibe spielten und sich in kleinen Grüppchen an den Händen hielten, sich drehten und umherschleuderten. Ich ahnte Schlimmes, aber am Ende gab es nur einen kleinen Unfall, bei dem Zwee mit einem größeren Mädchen kollidierte und hinfiel. Dann gab es auch schon Abendessen und die ersten Eltern kamen, um ihre kaputt getobten Kinder abzuholen.

Da wir am Samstag BMs Einschulung feiern, haben wir dieses Jahr Familiengeburtstag und Kindergeburtstag zusammengelegt. So hatte die Familie zwar nicht so richtig viel von BM, aber die gackernde Rasselbande zu beobachten war bestimmt auch gute Unterhaltung. BM hat sich auch sehr gefreut, dass ihre große Cousine bei der Radtour und der "Kinderparty" mitgemacht hat. Ich glaube, PL hatte trotz der kleinen 6-sechsjährigen Partymeute auch ihren Spaß. Derweil erkundete der kleine Cousin F. unser Haus - so eine hervorragende Errungenschaft wie das Krabbeln muss schließlich ausgiebig genutzt werden. Der kleinste Cousin L. war auch guter Dinge, auch wenn er keinen Kuchen und keinen Nudelauflauf essen durfte. Er strampelte schön auf einer Decke herum, demonstrierte wie schön er sich schon drehen kann und vergaß am Ende alle seine Spielsachen bei uns.


BM und wir alle hatten einen richtig schönen Tag! Das war eine tolle Party!






Samstag, 27. August 2016

Harley

Heute, im Auto auf dem Weg in den Wald, kreuzte ein Mann auf einer Harley (oder so etwas ähnlichem) unseren Weg. BM lachte und kommentierte: "Dem ist das ja viel zu groß!"
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Im Wald bekam sie heute nach einer Kinderdisco und allerlei Schabernack auf dem Spielplatz mit den anderen ABC-Schützen eine Schultüte überreicht. Eine schöne Tradition, finde ich. Und nachdem jahrelang gejammert wurde, dass es kaum noch Kinder im Wald gäbe, standen da heute 8 von 12 Erstklässlern. Für den Nachwuchs ist also nun doch gesorgt. Auch wenn unsere Kinder dort "nur" als Enkelkinder dabei sind, sind sie trotzdem mittendrin.
Zwee brauchte bei der lauten Musik lange, um auzutauen, aber dann tanzte sie fröhlich abwechselnd mit Oma, Mama und BM und bog dann immer mal Richtung Schaukel und Trampolin ab. Auf dem Weg zum Auto rannten, hüpfen und lachten zwei kleine Dreckspatzen die Waldwege entlang. Sie kennen sich super aus und fühlen sich im Wald sichtlich wohl. Kein Wunder, denn wie BM erklärt, ist dort schließlich die Luft am frischesten.

Mittwoch, 24. August 2016

Zwee als Einzelkind

Mal abgesehen von BMs kurzem Boxenstopp am vergangenen Sonntag sind R. und ich seit anderthalb Wochen mit Zwee allein zu Hause. Genaugenommen haben wir Alltag mit nur einem Kind, denn wir gehen arbeiten und Zwee geht in die Kita. Ich vermisse BM sehr und freue mich, dass sie Freitag endlich wieder nach Hause kommt. Andererseits genieße ich diese Zeit auch sehr. In den vergangenen zwei Jahren habe ich oft befürchtet, dass BM zu oft hinter Zwees Bedürfnissen zurückstecken musste, aber eigentlich ist es doch eher so, dass Zwee uns bislang noch nie für sich alleine hatte und unsere Aktivitäten sich meist eher an BMs Wünschen orientieren.

Vielleicht ist ein Kind nicht gerade kein Kind, aber vieles läuft hier viel ruhiger ab. Kein gemeinsames Spielen und Kuscheln mit BM bedeutet eben auch kein Zank und Streit, den es ja sonst doch über kurz oder lang immer gibt. Zwee fragt ganz viel nach BM, und die beiden haben auch schon herzallerliebst miteinander telefoniert, aber insgesamt wirkt sie sehr entspannt und fröhlich. Sie freut sich morgens auf die Kita, spielt dort schön und ist zum Glück nicht traurig, dass BM nicht mehr mitkommt. Nachmittags können wir uns ganz auf Zwees Tempo einlassen - so kann sie ungestört zig Mal den gleichen Kletterparcour auf dem kleinen Spielplatz zurücklegen, ewig lange schaukeln ohne sich abwechseln zu müssen, im Garten Seifenblasen machen ohne teilen zu müssen und Abends reihenweise Bücher lesen. Kurzum, für Zwee ist das jetzt auch noch ein bisschen Urlaub.

Ich habe schon so lange nichts mehr über Zwee geschrieben - wo fange ich nur an? Sie plappert wie ihre große Schwester ununterbrochen vor sich hin - davon stetig auch immer mehr Verständliches:

Nachdem Sie im Urlaub BMs Pferd sofort beim Namen nennen konnte - Pfia Dita (Pferd Sita) - sagte sie mit 2 Jahren und 3 Monaten nun auch endlich Oma und Opa und machte damit zwei Omas und zwei Opas sehr glücklich.

Und dann gibt es noch:

meich - meins, Zwee, (ich)
BM mit W am Anfang
iech - ich (neuerdings)
Miech - Milch
Doto / Choto - Schoko
Choto Eis - Schokoeis (ja, Zwees Prioritäten sind mir durchaus einleuchtend)
Mei Mama au Schuh nein - Mama hat auch keine Schuhe an.
atut - hauruck
Ninoone - Melone
nann - nass
ana - alleine
daate - danke
Atjo - Auto
Tiete - Käse
Niena - Wiener
eina Miena - Fliege bzw. Insekten im Allgemeinen
wei via - zwei Zöpfe
Deid - Kleid (ja, leider gibt es da jetzt schon oft Diskussionen)
Dette - Toilette
Pippi - Püppi
Dudo - Duschen
düln - Spülen ("ana" natürlich)

Am häufigsten sagt sie jedoch: "Mama mein Batt!", d.h. ich soll sie ins Bett bringen, ganz selten auch mal "Papa mein Batt!". Das Thema beschäftigt sie wirklich zu jeder Tageszeit und muss unbedingt geklärt werden. Tatsächlich scheint die Mamaphase nun mit neuem Schwung zurück zu sein - und das obwohl R. definitiv mehr Quatsch macht und die Schlafenszeit mit ihm eigentlich cooler ist als mit mir.

Apropos Schlafen: Zwee hat sich angewöhnt Abends immer noch ausgelassen durchs Bett zu turnen. Zwischendurch will sie auf den "Datt" (Sitzsack) - angeblich zum kuscheln, aber eigentlich doch  nur zum Herumhampeln. Irgendwann dreht sie sich auf die Seite und schläft ohne Händchen halten o.ä. ein. Leider dürfen wir während des Nichtschlafens immer noch nicht aus dem Zimmer gehen. So richtig forciert haben wir das aber noch nicht. Wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, brüllt Zwee sofort um ihr Leben. Dafür schläft sie meistens durch. Wenn nicht, muss jemand an ihrem Bett sitzen bis sie wieder tief und fest schläft oder wir holen sie nach oben zu uns. Das genieße ich dann zwar einerseits, aber andererseits bin ich dieses Co-Sleeping auch nicht mehr gewöhnt und komme dann selbst kaum zur Ruhe.

Am witzigsten ist es, wenn Zwee singt. Sie "kann" zwei Lieder: Tuja (Happy birthday TO YOU) und "Aaaalle Piep-Piep aaaaalle". Letzteres schmetterte sie bei einer Radtour im Urlaub zum ersten Mal und während ich noch grübelte, was sie da eigentlich singt, hatte R. den Geistesblitz und erkannte "Alle Vögel alle".

Und dann gibt es da noch "mein Piep-piep-diet!!!!" - DAS grüne T-Shirt mit den Vögeln, welches Zwee heiß und innig liebt und am liebsten jeden Tag anziehen würde.

Wenn Zwee etwas nicht passt - was leider zunehmend oft passiert (weil das Piep-piep-T-Shirt in der Wäsche ist, weil wir links statt rechts in den Park abbiegen, weil wir den Spielplatz verlassen müssen, weil sie ein Ding haben muss, das BM gerade hat bzw. ihr weg genommen hat, weil ich das Wasser in eine falsche Flasche gefüllt habe, etc.) - dann zieht sie eine zuckersüße Schippe, kneift die Augen zu und presst ein paar Tränen heraus. Wenn das nicht sofort eine Änderung in Zwees Sinne bewirkt, kreischtbrüllt sie so laut, dass uns die Ohren klingeln und ihr kleines tränennasses Gesichtchen sofort ganz fleckig wird. Als Zweijährige hat man es manchmal wirklich nicht leicht.

Natürlich zieht sie gegenüber BM häufig den kürzeren Strohhalm. Manchmal deutet BM auch einfach Zwees Gejammer oder Geächze nicht richtig und kuschelt z.B. zu heftig mit ihr. Leider weiß Zwee sich dann manchmal nicht anders zu helfen als BM zu hauen, ihr heftig an den Haaren zu ziehen oder sie sogar zu beißen. Das tut mir immer für beide Mädels so leid!

Wenn man dann mit Zwee schimpft, kuschelt sie sofort das Köpfchen an BM, um sich bei ihr zu entschuldigen bzw. umarmt uns ganz fest damit wir uns gleich wieder vertragen. Zwee kann es offenbar gar nicht aushalten, wenn man ihr böse ist.

Allermeistens singt und erzählt sich Zwee jedoch fröhlich durch den Tag, wuselt dabei wichtige Dinge erledigend umher, rennt und hüpft und tanzt und klettert. Sie ist wirklich ein richtiger Sonnenschein.

Zu guter Letzt noch ein Zahn-Update: Zähneputzen ist immer noch ein ziemlicher Kampf, so dass wir nie einen wirklich guten Blick in Zwees Mund werfen können. Am Montag war ich darum ganz erschrocken als ich beim Kuscheln auf dem Sitzsack sah, dass da drei neue Backenzähne schon ganz weit heraus gewachsen sind - scheinbar wieder ohne Schmerzen.

Montag, 22. August 2016

Boxenstopp

BM war eine Woche mit Oma, Opa und PL im Zittauer Gebirge. Jeden Tag erreichten uns Bilder von allerhand Aktivitäten -  ein Highlight jagte das nächste: Wandern, Kino, Kletterwand, Wasserpark, Dinopark, Strand, Disco, Stockbrot am Lagerfeuer... und jeden Tag ein Eis ist ja sowieso Pflicht im Urlaub. BM genoss die viele Zeit mit ihrer großen Cousine sehr, offenbar gab es relativ wenig Zank. Mit von der Partie waren auch die beiden Gummipferde, die regelmäßig mit feinstem Gras versorgt werden, welches zwingend abends am anderen Ende des Ferienparks zu sammeln ist.

Währenddessen waren wir hier fleißig und verwandelten BMs Zimmer in ein Schulkindzimmer. Drei Säcke Krempel flogen raus, ganz viel Spielzeug und das Puppenhaus wanderten nach nebenan zu Zwee, die Wände bekamen einen neuen Anstrich, der Kleiderschrank eine neue Fototapete, ein Schreibtisch und ein vom Nachbarsmädel ausrangiertes Barbiehaus zogen ein.

Gestern früh holte R. BM aus dem Urlaub ab. Ich hatte schon solche Sehnsucht! Sie kam mir auch prompt gleich wieder viel erwachsener vor -  ich glaube, dass lag vor allem an PLs Einfluss. Sie bestaunte ihr "neues"  Zimmer gebührend und bereitete am Schreibtisch gleich noch ein Geburtstagsgeschenk für ihren Onkel vor. Nach der Mittagsruhe spielten unsere Süßen lieb miteinander, zogen sich chic an und tanzten zusammen. Dann gab es noch etwas Zank, weil beide 1000 mal die Klospülung im Barbiehaus betätigen wollten. Auch frische Luft half Zwee leider nicht von der bösen Ärgermaus weg, so dass R. mit ihr rein ging.

BM und ich machten dann eine kleine spontane Radtour mit Zwillingsmädel M. nebst Mama. Die Mädels quasselten ununterbrochen und rasten mit den Rädern durch allerhand Pfützen, so dass BM im Anschluss noch ihr Fahrrad abspritzen durfte.

Abends kuschelte wir beide dann im Bett, spielten Rückenmalen und erzählten ein bisschen bevor BM nach allerhand Gehampel wie am letzten Abend vor ihrem Urlaub in meinem Arm einschlief.

Heute früh brachten BM und ich Zwee in die Kita. Die Erzieherinnen begrüßten BM auch sehr freudig und fragten sie aus. Danach brachte ich BM mit Gepäck und zwei Gummipferden in den Wald zu R.s Eltern, wo sie jetzt bis Freitag weiterurlaubt.

BM hat wirklich tolle Ferien, aber nächstes Jahr müssen wir das anders splitten, denn der eine Tag zu Hause hat mir wirklich nicht zum Auftanken gereicht, und ich vermisse mein großes Mädchen sehr.

Mittwoch, 17. August 2016

*

Ein kleiner Junge wurde nur zwei Wochen alt. Es ist das Schlimmste, was einer Familie zustoßen kann.

Meine Gedanken kreisen um diese Familie während ich mein eigenes Glück ganz fest halte.

Mir fehlen die Worte.

Sonntag, 14. August 2016

Mutwillig

Wir haben abgefangen BMs Zimmer schulkindtauglich zu machen. Dabei wanderte nun auch schon der kleine Tisch mit Stuhl in Zwees Zimmer. Ich hielt es für eine gute Idee, ihre Federtasche auf den Tisch zu legen, weil sie gerne malt. Gestern saß sie dazu auch brav am Tisch. Heute nicht.

Donnerstag, 11. August 2016

Kurzer Sommerurlaub

Kaum hatte unser Sommerurlaub begonnen ist er nun auch schon wieder zu Ende, da ich leider dieses Jahr nur eine Woche und einen Tag Urlaub bekommen habe. (Darüber könnte ich mich endlos aufregen, lasse es an dieser Stelle aber bleiben.)

Nach maximal 15 Minuten Internetrecherche hatten wir kurzentschlossen ein Ferienhaus auf einem Gut in Mecklenburg Vorpommern als Reiseziel gebucht und mal wieder genau ins Schwarze getroffen. Das gemütliche und moderne Häuschen lag auf einer kleinen Anhöhe, von der man die große Wiese, riesige Kastanienbäume und Obstbäume im Blick hatte. Da nur ganz gelegentlich mal ein vereinzeltes Auto auf den Parkplatz fuhr, konnten die Kinder ungestört und unbegrenzt spielen. Zu dem Park gehörten noch ein kleiner Spielplatz, ein Bootanlegesteg, ein Gemüsegarten und eine Schafweide, so dass wir meist mindestens eine Tageshälfte einfach am Ferienhaus bzw. im Park verbrachten. Zum ersten Mal seit BMs Geburt habe ich in diesem Urlaub richtig viel herumgesessen und zwei Bücher gelesen. Sogar R. konnte seinem Zappeldrang wiederstehen und ein Buch lesen. 



BM fand wieder recht schnell Anschluss zu einigen anderen Kindern, aber oft spielten unsere beiden Mädels auch miteinander oder zumindest friedlich nebeneinander her. Jeden Tag zogen unsere beiden Mädels weitere Kreise, erkundeten den Park und machten zusammen Quatsch.  Wir hatten eine große Tasche mit Spielzeug mit aber eigentlich brauchten sie nur Horst und Blue-Mähne und Zwee noch das Buddelzeug. 


Wir machten zwei kleine Radtouren. Unerwarteter Weise war die Gegend recht hügelig, aber BM hielt tapfer durch. Dann und wann schob R., der auch Zwee im Anhänger hatte, BM ein wenig den Berg hoch. Wenn ich sie dann so von hinten beobachtete, war das ein perfektes Bild von meiner kleinen Familie. Ich habe wirklich einen tollen Mann und unsere Kinder einen wundervollen Papa! 


Das Wetter war ja irgendwie nicht so ganz Hochsommer-like. Wir hatten kaum mal über 20°C. Sonne und Wolken und auch das ein oder andere Unwetter wechselten sich ab, aber zum Glück sind wir nur zwei Mal ganz kurz nass geworden. Ansonsten beschränkte der Regen sich freundlicherweise auf die Mittagsruhe bzw. Abendstunden. Am wärmsten Tag machten wir einen Ausflug nach Kühlungsborn und verbrachten den Nachmittag am Strand. BM und ich hüpften auch zweimal in die Ostsee. Zwee buddelte zwar auch ganz schön, fand den ganzen Sand aber wohl irgendwie ein bisschen ungut und jammerte vor sich hin, so dass R. mit ihr die Promenade entlang spazierte, was sie dann doch ganz toll fand. 


Auf dem Heimweg machten wir noch einen Umweg über den Zeltplatz auf dem meine F. und ihre Familie zur Zeit urlauben. R. fuhr 130 km mit dem Fahrrad dorthin - sportlich, sportlich! Die Kinder spielten schön zusammen und hüpften auf einem Trampolin. BM lernte von den dreien wie man mit auf einem Skateboard sitzend einen Berg hinab düsen kann, und Zwee buddelte zufrieden vor sich hin, so dass wir Erwachsenen in Windeseile ein bisschen quatschen konnten bevor es auch schon Zeit war, den Rest des Heimwegs anzutreten. 

Dass es während der Autofahrt und zu Hause einen ausgedehnten Heimkehr-Meltdown beider Kinder gab, verdrängen wir einfach, denn es war wirklich ein sehr schöner Urlaub. 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Abschiedspicknick

So langsam ist bei BM wirklich die Luft raus - sie ist urlaubsreif und seit ein paar Wochen "fertig"  mit der Kita. Heute fand nun das Abschiedspicknick der großen Gruppe auf dem örtlichen Spielplatz statt.

Es war schön, noch einmal zu sehen wie sie mit ihren Freundinnen spielte und mit den Jungs Quatsch machte. Heute musste sich auch nicht darüber beklagen, dass sie - wie sie in den letzten Wochen oft berichtet hatte - "wieder nur ausgeschlossen" worden wäre sondern war mitten drin im Getümmel.

Zwischenzeitlich schnappten die drei Mädels sich eine der Decken, Getränke und Snacks und suchten dich ein eigenes, schattiges Plätzchen abseits vom Trubel.

Während dessen schnackte ich ein bisschen mit den anderen Eltern. Mit unseren großen Kindern hatten wir es heute echt leicht -  wir sahen sie nur ab und an mal, wenn sie zum Naschen zurück zur Basis kamen. Mit einigen Eltern habe ich nun mehr gequatscht als je zuvor - wir hatten ja meist andere Bring- und Holzeiten, so dass wir uns kaum über den Weg gelaufen sind.

Morgen ist nun wirklich BMs allerletzter Kitatag. Ihr Fach in der Garderobe musste sie wie die anderen Schulkinder sogar schon räumen, weil alles für das kommende Kitajahr vorbereitet wird. Bislang scheint sie aber eher froh über das Ende zu sein, zumindest hat sie sich noch nicht anmerken lassen, dass die anstehende Veränderung sie beschäftigt.
Somit obliegt mir der besinnliche Part wohl allein -  und ich kann es einfach kaum fassen, dass das kleine Spatzenkind nun kein Kitakind mehr ist.

Sonntag, 24. Juli 2016

Eine Runde drehen

BM musste heute früh mal wieder die Pferde ausführen. Zwee und ich begleiteten sie mit dem Dreirad.

Natürlich habe ich dann irgendwann ein 11-kg-Kleinkind und zwei Gummipferde geschleppt. BM hat sich dann aber immerhin erbarmt und zumindest das Dreirad nach Hause geradelt (mit den Knien quasi hinter den Ohren).

Dienstag, 19. Juli 2016

Humpelinchen

Am Sonntag Vormittag fing Zwee beim Spielen plötzlich und ohne einen erkennbaren Anlass an zu humpeln. Kurz darauf stellte sie das Laufen komplett ein. Nichts konnte sie dazu bewegen aufzustehen. Wenn man sie testweise hinstellte, wirkten die Beine ganz schlapp und sie setzte sich sofort wieder hin. Andererseits weinte oder jammerte sie aber nicht, so dass wir nicht einmal sicher waren, ob sie Schmerzen hat.

Auf die Frage, ob denn da irgendwo ein Aua sei, antworte sie mal "ja", mal "nein", zeigte mal aufs linke, mal aufs rechte Bein und auch  mal in den Mund (vermutlich, weil sie da eine Woche zuvor ja Bläschen hatte), legte sich dann aber irgendwann auf ein winziges Stückchen Schorf am linken Knie fest.

Nach einem besonders langen Mittagsschlaf wollte sie weiterhin nur sitzen bzw. auf dem Arm sein, was uns dann so unheimlich war, dass R. mit ihr zur Rettungsstelle ins Krankenhaus fuhr. Ich hatte ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich nicht dabei war, aber der jüngste meiner besten Freundin feierte Geburtstag und so fuhr ich da mit BM als Abordnung der Familie Isndingwa trotzdem hin.

Im Krankenhaus musste R. wie gewohnt ziemlich lange warten. Als Zwee endlich dran war machte sie artig alles, was die Ärztin verlangte, behauptete aber mal wieder, dass das Aua im Mund sei. Tatsächlich machte sie dann aber auf Aufforderung doch ein paar humpelige Schritte auf ihren Papa zu.

Einen Grund konnte die Ärztin nicht feststellen, vielleicht sei es eine Entzündung (Hüftschnupfen oder so), wir sollten einfach mal ein bis zwei Tage abwarten und ggf. noch mal zum Arzt gehen.

Ehrlich gesagt war ich ziemlich unzufrieden, dass nicht irgendwie weiter getestet wurde (z.B. Entzündungswerte), aber ich wurde eines besseren belehrt, denn beim abendlichen Spiel in ihrem Zimmer stand Zwee nach einigem Herumsitzen doch wackelig auf, um uns Eltern einen Kaffee in ihrer Spielküche zu machen. Dann humpelte sie ein paar Mal auf den armen kleinen Beinchen zwischen uns und der Küche hin und her... und siehe da, mit jedem Mal humpelte sie etwas weniger, so dass sie am Ende wieder fast ganz flüssig lief.

Am nächsten Morgen lief sie noch etwas humpelig, aber im Laufe des Tages ging das Humpeln komplett weg.

Nun wissen wir zwar immer noch nicht, was das nun eigentlich war, sind aber sehr froh, dass es so schnell und von alleine wieder weg gegangen ist.

Jetzt hat Zwee also auch ihren ersten Rettungsstellenbesuch hinter sich. Ich kann mich noch gut an BMs erstes Mal erinnern, wo der Arzt schon sagte, dass wir nun sicher häufiger mal kommen würden, was dann ja auch stimmte (2. Mal, 3. Mal, 4. Mal). Von mir aus müssen wir da jetzt aber nicht noch mal hin.

Samstag, 9. Juli 2016

Anfang von einem Ende

Heute fand das alljährliche Sommerfest in der Kita statt, bei dem unsere große BM offiziell als Schulkind verabschiedet wurde.

Nachdem ich schon jahrelang auch bei fremden Kindern schon sehr ergriffen von diesem Moment war, musste ich nun da BMs großer Tag gekommen war erwartungsgemäß heftig blinzeln und mich sehr zusammenreißen, um nicht laut aufzuschluchzen.

Wir hatten uns auf den vordersten Bänken eingefunden als die Schulkinder in den Garten einmaschierten. Sie waren schon für das anschließende Theaterstück verkleidet, und obwohl unsere BM das kleinste Kind war, sah sie unglaublich groß und stolz aus wie sie da so in ihrem Königinnenkleid daher schritt.

Die Kitaleiterin hielt wie immer eine sehr schöne Rede, die dieses Mal natürlich besonders ans Herz ging, und die Kitakinder sangen ein Lied für die Schulkinder.

Dann begann das Theaterstück "Der Froschkönig", für das die großen Kinder monatelang geprobt hatten. Erzieherin T. hat es wieder mit viel Sinn für Humor inszeniert und die Kinder haben ganz toll gespielt. BM war die Königin und hatte vor allem die immer wiederkehrende Aufgabe, den König zu ermahnen, er solle nicht so streng mit der Prinzessin sein. Dabei saß das Königspaar am Esstisch - wobei  man gut sehen konnte, dass BM ihr Kleid unterm Tisch hochgerafft hatte und ihre Beine BM-typisch auch im Sitzen die ganze Zeit in Bewegung waren. Zwischendurch schaffte sie es sogar, immer mal wieder von einer Requisite (Stulle) abzubeißen. Es geht doch nichts über authentisches Spiel.

Dann gab es als Abschiedsgeschenk von der Kita die erste Schultüte und das Sprachlerntagebuch mit gesammelten Werken und kleinen Anekdoten aus BMs Kitazeit. BM wollte die Schultüte gar nicht mehr los lassen, weil sie so stolz darauf war. Wie soll das erst noch am Tag der Einschulung werden?



Damit war der offizielle Teil des Sommerfests abgeschlossen. Diesmal gab es einen Alleinunterhalter, der mit den Kindern allerhand Mitmachlieder sang. BM machte mit ihrer Freundin C. super mit. Zwee war derweil auf meinem Arm und freute sich mit einigem Abstand auch sehr über die Musik und den Quatsch. Sie brauchte aber fast bis zum Ende des Fests bis sie so richtig anfing zu spielen - und war dann natürlich nicht erfreut als wir nach Hause fahren wollten. Es waren ihr wohl einfach zu viele Leute in ihrem kleinen Kindergarten.

Wir stellten dann noch "goldene Kugeln" aus Filz her, machten Sackhüpfen und Eierlauf, bei dem es zur großen Freude der Kinder Knackfrösche zu gewinnen gab. Zwischendurch aßen wir reichlich leckeren Kuchen, beobachteten die Kinder beim Spielen und wunderten uns mit den anderen Eltern darüber, wie groß unsere Kinder plötzlich geworden sind.

Und das war nun der Anfang vom Ende von BMs Kitazeit. Nun ist sie nur noch drei Wochen lang ein Kindergartenkind.


Donnerstag, 7. Juli 2016

Vorbereitungen

Anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich statt Fußball zu schauen erst ewig lange Zwee ins Bett bringen und dann noch der Hand-Fuß-Mund-kranken BM die Hand halten und sie über allerhand einschlafverzögernden Weltschmerz hinweg trösten musste - und vom Ausgang des EM-Halbfinales gegen Frankreich ganz zu schweigen - freue ich mich einfach über die Ankunft von BMs Schulbüchern und - arbeitsheften.

Dienstag, 5. Juli 2016

Schulbesorgungen

Gestern hatten wir unsere erste Elternversammlung in der Schule. Meine Eltern passten auf die Kinder auf, so dass R. und ich zusammen hingehen konnten, denn wir sind schon ziemlich aufgeregt, weil unser Babymädchen nun ein Schulkind wird.

Leider war BMs Lehrerin krankheitsbedingt nicht dabei, so dass wir sie leider noch nicht kennenlernen konnten. Wir haben aber allerhand Gutes über sie gehört und freuen uns, dass BM in ihre Klasse gehen wird. Die Erzieherin ist neu an der Schule, hat aber auch schon langjährige Erfahrungen mit ABC-Schützen.

Wir bekamen die Bücher- und Materiallisten, auf die ich schon besonders neugierig war, da ich nun meinem zweiten Nestbautrieb noch einmal richtig nachgehen kann. Außerdem wurden alle Fragen zur Ferienbetreuung und zum Hort geklärt. Offenbar haben sich die Lehrerinnen der neuen ersten Klassen geeinigt, recht schnell mit der Schreibschrift anzufangen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass den Kindern eine spätere Umstellung zu schwer fällt. Deutsch-Hefte sind rot, Mathe-Hefte sind blau. Für mich ist die Schulwelt somit in Ordnung. :-) Im Ernst, die eigenen Erfahrungen spielen natürlich mit und wir werden wohl noch schnell genug auf Schulpraktiken stoßen, die nicht unseren eigenen Erinnerungen oder Lösungswegen entsprechen und die wir dann vielleicht mit BM "mitlernen" müssen, um ihr helfen zu können.

Die vortragende Lehrerin und Erzieherin waren nun ja nicht "unsere" haben aber schon mal einen sehr sympathischen und erfahrenen Eindruck gemacht. Dann haben wir uns noch das neue Schulgebäude angesehen, in dem unsere Erstklässler unterrichtet werden, und ich konnte mir meine BM schon bildlich gut vorstellen wie stolz hineingehen und dort vom kleinen ABC-Schützen mit riesiger Schulmappe zu einem "großen" Mädchen werden wird.

Abends kuschelte ich mich dann ins Bett zu BM und erzählte ihr alles, was wir so erfahren hatten. Dass sie mit Zwilling J. in eine Klasse kommt, wussten wir ja schon. Nun wissen wir, dass auch ihre Kitafreundin C. mit dabei ist. Sicher werden die Freundschaften in der Schule noch mal komplett neu durchgemischt, aber es ist trotzdem schön, dass sie in der ersten Zeit zwei bekannte Gesichter dort hat. Wir fanden beide den Namen von BMs Lehrerin ein bisschen lustig und besprachen, was es in der Schule so zu essen gibt und was wir alles noch besorgen müssen.

BM war heute früh sehr müde und so kuschelten wir nach dem Wecken noch lange (Zwee schlief derweil gnädigerweise noch) und unterhielten uns noch ein bisschen mehr über die Schule und darüber wie es bei mir in der Schule gewesen war (rot für Deutsch, blau für Mathe und so).

Nervt es eigentlich, wenn ich jetzt noch mehr hachze und gefühlsdusele?

Pfier tuja!

Zwee ist krank - sie hat die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, welche offenbar gerade in der Kita umgeht. Zum Glück hatte sie nur zwei Tage Fieber und hält sich ziemlich wacker. Die Hände und Füße wurden bislang verschont und die Bläschen im Mund scheinen auch nicht mehr allzu sehr weh zu tun, denn Zwee isst zwar weniger als sonst, aber jedenfalls auch mehr als nichts. 

Gestern war auch BM zu Hause, weil sie auch nicht sie so richtig auf dem Posten ist. Heute aber war ich mit Zwee alleine und hatte Gelegenheit und Ruhe, um ganz ausgiebig mit ihr zu spielen und sie zu beobachten. 

Zwee wollte gleich in den Garten, meckerte aber irgendwie herum als ich das Klettergerüst auf den Rasen zottelte. Sie wollte "Pfier tuja!" spielen. Also holte ich das Gummipferd aus dem Schuppen, denn es hatte schießlich Geburtstag. Zwee eilte noch ein paar Mal zurück ins Haus, um eine "Dette" (Kette) für Pfier zu holen. Dann tanzten wir Ringelreien um das Pferd und sangen Tuja. Also ich sang und Zwee stimmte gelegentlich "Tuja!" ein. Dann rannte Zwee zurück ins Haus und schleppte "Bu! Tuja!" als Geschenke an bevor wir noch 20 mal ums Pferd tanzten. 

Weiterhin spricht Zwee nur sehr ausgewählte Worte und die sind oft eine Form von "data" und nur durch Betonung und Kontext verständlich. Hinzugekommen sind:

Duhl - Stuhl
Duh - Schuh
Fuh - Fuß
Buu - Bus
Dietata - alles mit Sirene
Weijawei -  Feuerwehr 
datich - fertig
wei via - zwei Zöpfe
Dette - Toilette
Dahtel - Schaukel
diverse Namen von Kitakindern in sehr eigenwilliger Form

Nicht dabei sind weiterhin: Oma und Opa. 

Ja, Zwee spricht vergleichsweise wenig. Tatsächlich scheint sie Oma und Opa sogar absichtlich nicht zu sagen, sondern grient uns immer nur verschmitzt an und sagt "nein", wenn wir sie dazu auffordern. Wir sind uns aber sicher, dass sie alles versteht, was wir sagen - und zwar sowohl inhaltlich als auch geflüsterte Worte. Sie plappert, was das Zeug hält, und wir gehen davon aus, dass der Sprechknoten nun jederzeit platzen wird, zumal sie sich nun oft sehr ärgert, wenn wir sie nicht gleich verstehen.


Mittwoch, 22. Juni 2016

Sprechprioritäten

Dafür, dass Zwee noch nicht allzu viel verständliches spricht, hat sie den Schwierigkeitsgrad gleich mal erhöht und sich als neuestes Wort "Wahelade" ausgesucht. Sie isst aber auch wirklich zu gern Marmelade.

Ach ja, und aus ganz wenigen Wörtern bastelt sie nun auch gern Drei-Wortsätze wie z. B.  "meine Mama da", "auch BM Mama". Ja, ihr absolutes Lieblingswort ist immer noch "Mama".

Sonntag, 19. Juni 2016

Familienwochenende im Fläming

Gerade sind wir von einem Familienwochenende im Fläming mit der Schwiegerfamilie zurückgekehrt, das uns Kimmy und M. spendiert haben - eigentlich total unnötig, aber trotzdem sehr willkommen. Wir verbrachten die Tagen in einem riesigen alten, aber modernisierten Bauernhaus, dass inmitten eines wunderschönen großen Garten umgeben von urigen Nebengebäuden, einer Pferdekoppel, einem Gemüsegarten und einer Streuobstwiese liegt. Wir haben uns dort so richtig wohl gefühlt!

Am Freitag holten R. und die Kinder mich zur Mittagsschlafzeit von der Arbeit ab und wir fuhren in den "kleinen Urlaub", wo alle anderen schon eingetroffen waren. Nachdem wir unser gemütliches Zimmer mit reichlich Platz und offenen Dachbalken bezogen hatten, machten wir erstmal einen kleinen Spaziergang. Genau genommen spazierte BM mit Oma, Opa und Uroma. Zwee, R. und ich kamen nicht weit, denn wegen des starken Regens blieb Zwee gleich an der ersten tiefen Pfütze hängen. Kaum zu glauben, dass sie schon über zwei Jahre alt ist und bislang noch nie so richtig in einer Pfütze geplanscht hatte - bei uns zu Hause sind die Straßen wohl zu eben, jedenfalls gibt es nie gute Pfützen. Jedenfalls rief Zwee erst noch auweia als sie die erste Pfütze versehentlich betrat. Ich erkärte ihr, dass man mit Gummistiefeln auch in eine Pfütze hineingehen könne, und das tat Zwee dann eine halbe Stunde lang ausgiebig. Mit vollem Körpereinsatz sammelte sie Steine am Wegesrand und warf sie in "ihre" Pfütze, wo sie sie dann wieder heraussammelte. Eine Matschhose wäre von Vorteil gewesen, so war die ganze Zwee nass - außer die Füße in den Gummistiefeln. 

Am Samstag machten wir einen Ausflug zur Burg Rabenstein. Wir erklommen die kleine Anhöhe und den Burgturm, wobei ich Zwee zum ersten Mal seit langem wieder in der Manduca und zum allerersten Mal überhaupt auf dem Rücken trug. Beim Abstieg schaute BM mich mit großen Augen an, so dass ich also mein großes Kind in die Manduca nahm. Das konnte Zwee natürlich gar nicht aushalten, denn auch wenn sie jetzt immer wieder sagt, dass ich "mei Mama" und "B*** Mama auch!" bin, bewacht sie mich weiterhin eifersüchtig. Also nahm ich zusätzlich Zwee auf den Arm und schleppte beide Kinder nach unten. "Die Mutti ist ein richtiger Packesel" kommentierte mein Schwager, was Zwee mit "i-ah" scheinbar bestätigte. Dann hatten wir alle noch Spaß auf dem Spielplatz bevor wir die müden Kinder nach Hause transportierten. 

Nachdem ich die Mittagsruhe zum Joggen genutzt hatte saß ich später im Gras neben der Pferdekoppel und... äh... saß eben einfach so da während die Kinder Quatsch machten und die Pferde ("Pfier") anguckten. BM tobte unermüdlich, rannte im Garten umher und spielte Fußball mit Opa und Tischtennis mit allen anderen (außer mir, denn ich spiele ja nicht mit Bällen).  Zwee ist seit neuestem BMs kleiner Schatten und stromerte Hand in Hand mit ihrer großen Schwester durch den Garten und die Umgebung. Leider hatte unser kleinstes Mädchen sich vier bis fünf Mückenstiche an der Stirn eingefangen, die ihre kleine Stirn, die Nase und das rechte Auge sehr anschwellen ließen. Ich glaube, es hat sie gar nicht allzu sehr gestört, aber uns hat sie trotzdem sehr leid getan. Heute ist die Schwellung aber zum Glück schon fast weg. Am Abend grillten wir und später vernichteten wir noch einen Eimer Popcorn, so dass mit dem Joggen wieder mal nicht dazu führte, dass ich am nächsten Morgen wundersam schlank aufgewacht wäre. 

Wegen der Packerei waren die Kinder heute Vormittag schon ein bisschen durch Wind, aber es wurde trotzdem noch Tischtennis gespielt, ein bisschen spaziert, die Pferde beobachtet und der Garten genossen bevor wir - abzüglich R., der mit Fahrrad zurück fuhr - zu den Beelitzer Heilstätten fuhren und den Baumwipfelpfad entlang spazierten. Die Aussicht ist sehr schön und die alten, verfallenen Gebäude wirklich faszinierend. Trotzdem war es mir nicht ganz geheuer da oben zumal der Pfad ziemlich schwankt. 

Nun sind wir wieder zu Hause. Das Wochenende war viel zu kurz, aber dafür sehr erholsam. Vielen, vielen Dank noch einmal, Kimmy und M.! 



Donnerstag, 16. Juni 2016

Rückwärts

Nach monatelangen Fehleralarmen und Phantomwacklern ist es endlich soweit: BM hat nun erwiesenermaßen ihren allerersten Wackelzahn. Oben links.

Ich bin gespannt, ob der noch vor der Einschulung herausfallen wird. Und was bringt eigentlich die Zahnfee?

Dienstag, 14. Juni 2016

Tuff Tuff tuff

"Tuff Tuff Tuff, die Tut-Tut-Bahn" singt BM kreativ und lauthals während sie die kichernde Zwee hinter sich her durchs Wohnzimmer zieht.

Heute früh weckten Zwee und ich BM, die sofort ihre kleine Schwester zum Kuscheln einlud, die sich zufrieden auf BMs Bauch legte und mit ihr kuschelte.

So häufen sich zur Zeit die gemeinsamen und einträchtigen Spiele unserer Mädels.Ich fühle mich ein bisschen zurück versetzt in die Zeit als BM und PL genauso alt waren wie Zwee und BM jetzt. Seit dieser Zeit vergöttert BM ihre große Cousine, schaut zu ihr auf und vermisst sie sehr, wenn die beiden sich mal eine Zeit lang nicht sehen. 

Nachdem Zwee ihre große Schwester gut zwei Jahre lang oft ignoriert hat, will sie nun keine Minute mehr ohne sie sein. Sie ruft ständig nach ihr (mit einem "B" am Anfang) und macht jeden Quatsch mit. Dabei gehen beide jetzt immer wieder Hand in Hand und machen lange "Spaziergänge" gespickt mit Drehen und Schleudern, wobei wir Eltern lieber gar nicht hingucken. Sie sprechen sich ab, wie sie uns irgendwie austricksen können oder einer ungeliebten Aufgabe (Zähne putzen o.ä.) entgehen können. Dabei ist es gar nicht mal unbedingt immer BM, die die dusseligsten Ideen hat. Zwee hält ordentlich mit und wird wohl nur dadurch gebremst, dass sie noch nicht richtig sagen kann, was BM machen soll. 

So habe ich  mir das jedenfalls immer vorgestellt! 


Sonntag, 5. Juni 2016

Ferienlager

11 Kinder zwischen 1 und 8 Jahren und 16 Erwachsene fuhren in ein altes Ferienlager. Direkt an einem See liegen ein paar "rustikale" Ostbungalows, einige Wohnwagen, ein Gemeinschaftshaus und ein Waschhaus rund um eine Wiese mit Volleyball- und Fußball-Feldern, Tischtennisplatten, einer Badestelle mit Ruderbooten und reichlich Platz zum Rennen und Toben für die Kinder. Da Zwee leider am Freitag kränkelte, fuhren R. und BM zunächst alleine hin. Da es Zwee aber schnell wieder besser ging, fuhren wir beide am Samstag morgen auch ins Ferienlager.

Das Wetter war herrlich, und der Tag verging wie im Fluge mit Baden, Quatschen und die glücklichen Kinder beobachtend Herumhängen. Obwohl sie die meisten Kinder vorher nicht kannte, war BM sofort mittendrin statt nur dabei - eigentlich habe ich sie den ganzen Tag immer nur an mir vorbei pesend gesehen. Um das Gelände ist ein Zaun und so konnten wir die Kinder ganz entspannt sich selbst überlassen. Zwees Lieblingsort war die Freiluftkegelbahn. Immer wieder ließ sie ihren roten Ball die Kugelrückführungsschiene entlang rollen und rannte kreischend nebenher. Ein paar Männer luden die großen Kinder in ein Ruderboot und schoben die Rasselbande so auf dem See umher.

Am Abend saßen wir Erwachsenen um ein Feuer und ließen den faulen Tag gemütlich ausklingen. Die Nacht verging erstaunlich gut, auch wenn Zwee es mir nicht ganz leicht machte und sich BM-like durch das untere Doppelstockbett wühlte, dass ich mir mit ihr teilte.

Wir alle waren so begeistert von dem Wochenende, dass wir uns gleich für das nächste Jahr einbuchen ließen. Wer weiß, vielleicht wurde da eine neue Tradition geboren.



Freitag, 3. Juni 2016

Tuja

Zwee spricht ja bekanntlich noch nicht allzu viel. Trotzdem habe ich heute auf Anhieb verstanden, was sie meinte als sie mit einer Spieluhren in der Hand zu mir kam und auffordernd "Tuja!"  sagte. Ich sollte "Happy Birthday"  singen. Das ist scheinbar Zwees aktuelles Lieblingslied -  kein Wunder nach dem Geburtstagsmarathon im Mai.

Sonntag, 29. Mai 2016

Urlaubsüberraschungen

Unser Urlaub am Fleesensee ist nun leider schon zu Ende und es gab einige Überraschungen:

Mitten im Urlaub feierte ich meinen Geburtstag. Das war an sich natürlich nicht überraschend, aber...

1) R. schenkte mir eine superdupertolle DSLR. Mal abgesehen davon, dass wir uns üblicherweise nicht SO große Geschenke machen, hatte er meine diesbezüglichen Vorstöße monatelang als nutzlos abgetan. Und nun habe ich eine und freue mich riesig darüber.

2) Als wir in den Speisesaal kamen war unser üblicher Tisch besetzt. Ich schaute um die Ecke, um nach einem anderen Tisch zu suchen - und da saßen am geburtstaglich geschmückten Tisch meine Eltern, die extra einen Urlaubstag genommen hatten, um mit mir zu feiern. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut und wir hatten einen sehr schönen Tag zusammen.

Weiterhin überraschte uns in diesem rundum geglücktem Urlaub:

3) In den letzten Urlauben hatte BM sich stets vor Wasserrutschen gesträubt. Nachdem R. ihr etwas unbedacht gezeigt hatte, wie schnell man die hiesige Wasserrutsche hinunter sausen konnte, sah es wieder so aus, als ob es mit dem Rutschen nichts wird. Dann zeigte ich ihr, wie langsam man da eigentlich "normal" runterrutscht. Im Sitzen und etwas mit den Händen bremsend rutschte ich gemächlich hinunter und landete vor BMs Augen im flachen Wasser ohne einen Spritzer Wasser im Gesicht. Danach traute sie sich dann, mit mir zusammen zu rutschen. Ganz langsam. Und sie fand es gleich so toll, dass sie sofort alleine nochmal rutschen wollte... Fortan war sie nicht mehr von der Rutsche wegzubekommen und schoß ohne Unterlass in allerlei Positionen hinab.

4) Als Zwee das sah, wollte sie auch gleich rutschen, obwohl sie ja eigentlich eher nicht so mutig ist. Ein oder zwei Böcke gab es, weil sie natürlich noch nicht alleine rutschen darf. Aber größtenteils hatte Zwee einfach riesigen Spaß beim Rutschen mit R. und mir und wollte immer noch "aaain mallll"! Und R. und ich hatten ein ordentliches Workout beim stetigen Treppenerklimmen mit Zwee auf der Hüfte. Die Kinder ließen uns kaum mal eine Minute Pause.

5) Eines Tages machte R. eine Fahrradtour um den See. Als ich mich nach dem Mittagsschlaf mit den Kindern auf den Weg zum Spielplatz machte, rief plötzlich jemand von hinten meinen Namen: Es war meine Zimmernachbarin B. aus dem Krankenhaus am anderen Ende der Stadt, mit der ich eine Woche gemeinsam am CTG hing. Sie war gerade mit ihrer Familie in das Ferienhaus gegenüber eingezogen. Wegen der Entfernung schaffen wir es nur ein oder zwei Mal im Jahr, uns gegenseitig zu besuchen, aber wir schnatterten gleich in altgewohnter Manier los. Die kleinen ehemaligen CTG-Kumpels ignorierten sich mehrheitlich, aber BM und E. spielten sofort zusammen drauf los und wir Erwachsenen hatten erstmals die Gelegenheit, einen Abend lang ohne Kinder zu quatschen.

Nun sind wir seit Freitag wieder zu Hause, und heute feierten wir mit unseren Familien bei strahlendem Sonnenschein unsere Geburstage nach und vor. Ab morgen hat uns der Alltag wieder. Da ich mir pünktlich zur Wiederaufnahme der Arbeit eine dicke Erkältung eingefangen habe, gehe ich nun gleich ins Bett.