Samstag, 27. August 2016

Harley

Heute, im Auto auf dem Weg in den Wald, kreuzte ein Mann auf einer Harley (oder so etwas ähnlichem) unseren Weg. BM lachte und kommentierte: "Dem ist das ja viel zu groß!"

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Im Wald bekam sie heute nach einer Kinderdisco und allerlei Schabernack auf dem Spielplatz mit den anderen ABC-Schützen eine Schultüte überreicht. Eine schöne Tradition, finde ich. Und nachdem jahrelang gejammert wurde, dass es kaum noch Kinder im Wald gäbe, standen da heute 8 von 12 Erstklässlern. Für den Nachwuchs ist also nun doch gesorgt. Auch wenn unsere Kinder dort "nur" als Enkelkinder dabei sind, sind sie trotzdem mittendrin.

Zwee brauchte bei der lauten Musik lange, um auzutauen, aber dann tanzte sie fröhlich abwechselnd mit Oma, Mama und BM und bog dann immer mal Richtung Schaukel und Trampolin ab. Auf dem Weg zum Auto rannten, hüpfen und lachten zwei kleine Dreckspatzen die Waldwege entlang. Sie kennen sich super aus und fühlen sich im Wald sichtlich wohl. Kein Wunder, denn wie BM erklärt, ist dort schließlich die Luft am frischesten.

Mittwoch, 24. August 2016

Zwee als Einzelkind

Mal abgesehen von BMs kurzem Boxenstopp am vergangenen Sonntag sind R. und ich seit anderthalb Wochen mit Zwee allein zu Hause. Genaugenommen haben wir Alltag mit nur einem Kind, denn wir gehen arbeiten und Zwee geht in die Kita. Ich vermisse BM sehr und freue mich, dass sie Freitag endlich wieder nach Hause kommt. Andererseits genieße ich diese Zeit auch sehr. In den vergangenen zwei Jahren habe ich oft befürchtet, dass BM zu oft hinter Zwees Bedürfnissen zurückstecken musste, aber eigentlich ist es doch eher so, dass Zwee uns bislang noch nie für sich alleine hatte und unsere Aktivitäten sich meist eher an BMs Wünschen orientieren.

Vielleicht ist ein Kind nicht gerade kein Kind, aber vieles läuft hier viel ruhiger ab. Kein gemeinsames Spielen und Kuscheln mit BM bedeutet eben auch kein Zank und Streit, den es ja sonst doch über kurz oder lang immer gibt. Zwee fragt ganz viel nach BM, und die beiden haben auch schon herzallerliebst miteinander telefoniert, aber insgesamt wirkt sie sehr entspannt und fröhlich. Sie freut sich morgens auf die Kita, spielt dort schön und ist zum Glück nicht traurig, dass BM nicht mehr mitkommt. Nachmittags können wir uns ganz auf Zwees Tempo einlassen - so kann sie ungestört zig Mal den gleichen Kletterparcour auf dem kleinen Spielplatz zurücklegen, ewig lange schaukeln ohne sich abwechseln zu müssen, im Garten Seifenblasen machen ohne teilen zu müssen und Abends reihenweise Bücher lesen. Kurzum, für Zwee ist das jetzt auch noch ein bisschen Urlaub.

Ich habe schon so lange nichts mehr über Zwee geschrieben - wo fange ich nur an? Sie plappert wie ihre große Schwester ununterbrochen vor sich hin - davon stetig auch immer mehr Verständliches:

Nachdem Sie im Urlaub BMs Pferd sofort beim Namen nennen konnte - Pfia Dita (Pferd Sita) - sagte sie mit 2 Jahren und 3 Monaten nun auch endlich Oma und Opa und machte damit zwei Omas und zwei Opas sehr glücklich.

Und dann gibt es noch:

meich - meins, Zwee, (ich)
BM mit W am Anfang
iech - ich (neuerdings)
Miech - Milch
Doto / Choto - Schoko
Choto Eis - Schokoeis (ja, Zwees Prioritäten sind mir durchaus einleuchtend)
Mei Mama au Schuh nein - Mama hat auch keine Schuhe an.
atut - hauruck
Ninoone - Melone
nann - nass
ana - alleine
daate - danke
Atjo - Auto
Tiete - Käse
Niena - Wiener
eina Miena - Fliege bzw. Insekten im Allgemeinen
wei via - zwei Zöpfe
Deid - Kleid (ja, leider gibt es da jetzt schon oft Diskussionen)
Dette - Toilette
Pippi - Püppi
Dudo - Duschen
düln - Spülen ("ana" natürlich)

Am häufigsten sagt sie jedoch: "Mama mein Batt!", d.h. ich soll sie ins Bett bringen, ganz selten auch mal "Papa mein Batt!". Das Thema beschäftigt sie wirklich zu jeder Tageszeit und muss unbedingt geklärt werden. Tatsächlich scheint die Mamaphase nun mit neuem Schwung zurück zu sein - und das obwohl R. definitiv mehr Quatsch macht und die Schlafenszeit mit ihm eigentlich cooler ist als mit mir.

Apropos Schlafen: Zwee hat sich angewöhnt Abends immer noch ausgelassen durchs Bett zu turnen. Zwischendurch will sie auf den "Datt" (Sitzsack) - angeblich zum kuscheln, aber eigentlich doch  nur zum Herumhampeln. Irgendwann dreht sie sich auf die Seite und schläft ohne Händchen halten o.ä. ein. Leider dürfen wir während des Nichtschlafens immer noch nicht aus dem Zimmer gehen. So richtig forciert haben wir das aber noch nicht. Wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, brüllt Zwee sofort um ihr Leben. Dafür schläft sie meistens durch. Wenn nicht, muss jemand an ihrem Bett sitzen bis sie wieder tief und fest schläft oder wir holen sie nach oben zu uns. Das genieße ich dann zwar einerseits, aber andererseits bin ich dieses Co-Sleeping auch nicht mehr gewöhnt und komme dann selbst kaum zur Ruhe.

Am witzigsten ist es, wenn Zwee singt. Sie "kann" zwei Lieder: Tuja (Happy birthday TO YOU) und "Aaaalle Piep-Piep aaaaalle". Letzteres schmetterte sie bei einer Radtour im Urlaub zum ersten Mal und während ich noch grübelte, was sie da eigentlich singt, hatte R. den Geistesblitz und erkannte "Alle Vögel alle".

Und dann gibt es da noch "mein Piep-piep-diet!!!!" - DAS grüne T-Shirt mit den Vögeln, welches Zwee heiß und innig liebt und am liebsten jeden Tag anziehen würde.

Wenn Zwee etwas nicht passt - was leider zunehmend oft passiert (weil das Piep-piep-T-Shirt in der Wäsche ist, weil wir links statt rechts in den Park abbiegen, weil wir den Spielplatz verlassen müssen, weil sie ein Ding haben muss, das BM gerade hat bzw. ihr weg genommen hat, weil ich das Wasser in eine falsche Flasche gefüllt habe, etc.) - dann zieht sie eine zuckersüße Schippe, kneift die Augen zu und presst ein paar Tränen heraus. Wenn das nicht sofort eine Änderung in Zwees Sinne bewirkt, kreischtbrüllt sie so laut, dass uns die Ohren klingeln und ihr kleines tränennasses Gesichtchen sofort ganz fleckig wird. Als Zweijährige hat man es manchmal wirklich nicht leicht.

Natürlich zieht sie gegenüber BM häufig den kürzeren Strohhalm. Manchmal deutet BM auch einfach Zwees Gejammer oder Geächze nicht richtig und kuschelt z.B. zu heftig mit ihr. Leider weiß Zwee sich dann manchmal nicht anders zu helfen als BM zu hauen, ihr heftig an den Haaren zu ziehen oder sie sogar zu beißen. Das tut mir immer für beide Mädels so leid!

Wenn man dann mit Zwee schimpft, kuschelt sie sofort das Köpfchen an BM, um sich bei ihr zu entschuldigen bzw. umarmt uns ganz fest damit wir uns gleich wieder vertragen. Zwee kann es offenbar gar nicht aushalten, wenn man ihr böse ist.

Allermeistens singt und erzählt sich Zwee jedoch fröhlich durch den Tag, wuselt dabei wichtige Dinge erledigend umher, rennt und hüpft und tanzt und klettert. Sie ist wirklich ein richtiger Sonnenschein.

Zu guter Letzt noch ein Zahn-Update: Zähneputzen ist immer noch ein ziemlicher Kampf, so dass wir nie einen wirklich guten Blick in Zwees Mund werfen können. Am Montag war ich darum ganz erschrocken als ich beim Kuscheln auf dem Sitzsack sah, dass da drei neue Backenzähne schon ganz weit heraus gewachsen sind - scheinbar wieder ohne Schmerzen.

Montag, 22. August 2016

Boxenstopp

BM war eine Woche mit Oma, Opa und PL im Zittauer Gebirge. Jeden Tag erreichten uns Bilder von allerhand Aktivitäten -  ein Highlight jagte das nächste: Wandern, Kino, Kletterwand, Wasserpark, Dinopark, Strand, Disco, Stockbrot am Lagerfeuer... und jeden Tag ein Eis ist ja sowieso Pflicht im Urlaub. BM genoss die viele Zeit mit ihrer großen Cousine sehr, offenbar gab es relativ wenig Zank. Mit von der Partie waren auch die beiden Gummipferde, die regelmäßig mit feinstem Gras versorgt werden, welches zwingend abends am anderen Ende des Ferienparks zu sammeln ist.

Währenddessen waren wir hier fleißig und verwandelten BMs Zimmer in ein Schulkindzimmer. Drei Säcke Krempel flogen raus, ganz viel Spielzeug und das Puppenhaus wanderten nach nebenan zu Zwee, die Wände bekamen einen neuen Anstrich, der Kleiderschrank eine neue Fototapete, ein Schreibtisch und ein vom Nachbarsmädel ausrangiertes Barbiehaus zogen ein.

Gestern früh holte R. BM aus dem Urlaub ab. Ich hatte schon solche Sehnsucht! Sie kam mir auch prompt gleich wieder viel erwachsener vor -  ich glaube, dass lag vor allem an PLs Einfluss. Sie bestaunte ihr "neues"  Zimmer gebührend und bereitete am Schreibtisch gleich noch ein Geburtstagsgeschenk für ihren Onkel vor. Nach der Mittagsruhe spielten unsere Süßen lieb miteinander, zogen sich chic an und tanzten zusammen. Dann gab es noch etwas Zank, weil beide 1000 mal die Klospülung im Barbiehaus betätigen wollten. Auch frische Luft half Zwee leider nicht von der bösen Ärgermaus weg, so dass R. mit ihr rein ging.

BM und ich machten dann eine kleine spontane Radtour mit Zwillingsmädel M. nebst Mama. Die Mädels quasselten ununterbrochen und rasten mit den Rädern durch allerhand Pfützen, so dass BM im Anschluss noch ihr Fahrrad abspritzen durfte.

Abends kuschelte wir beide dann im Bett, spielten Rückenmalen und erzählten ein bisschen bevor BM nach allerhand Gehampel wie am letzten Abend vor ihrem Urlaub in meinem Arm einschlief.

Heute früh brachten BM und ich Zwee in die Kita. Die Erzieherinnen begrüßten BM auch sehr freudig und fragten sie aus. Danach brachte ich BM mit Gepäck und zwei Gummipferden in den Wald zu R.s Eltern, wo sie jetzt bis Freitag weiterurlaubt.

BM hat wirklich tolle Ferien, aber nächstes Jahr müssen wir das anders splitten, denn der eine Tag zu Hause hat mir wirklich nicht zum Auftanken gereicht, und ich vermisse mein großes Mädchen sehr.

Mittwoch, 17. August 2016

*

Ein kleiner Junge wurde nur zwei Wochen alt. Es ist das Schlimmste, was einer Familie zustoßen kann.

Meine Gedanken kreisen um diese Familie während ich mein eigenes Glück ganz fest halte.

Mir fehlen die Worte.

Sonntag, 14. August 2016

Mutwillig

Wir haben abgefangen BMs Zimmer schulkindtauglich zu machen. Dabei wanderte nun auch schon der kleine Tisch mit Stuhl in Zwees Zimmer. Ich hielt es für eine gute Idee, ihre Federtasche auf den Tisch zu legen, weil sie gerne malt. Gestern saß sie dazu auch brav am Tisch. Heute nicht.

Donnerstag, 11. August 2016

Kurzer Sommerurlaub

Kaum hatte unser Sommerurlaub begonnen ist er nun auch schon wieder zu Ende, da ich leider dieses Jahr nur eine Woche und einen Tag Urlaub bekommen habe. (Darüber könnte ich mich endlos aufregen, lasse es an dieser Stelle aber bleiben.)

Nach maximal 15 Minuten Internetrecherche hatten wir kurzentschlossen ein Ferienhaus auf einem Gut in Mecklenburg Vorpommern als Reiseziel gebucht und mal wieder genau ins Schwarze getroffen. Das gemütliche und moderne Häuschen lag auf einer kleinen Anhöhe, von der man die große Wiese, riesige Kastanienbäume und Obstbäume im Blick hatte. Da nur ganz gelegentlich mal ein vereinzeltes Auto auf den Parkplatz fuhr, konnten die Kinder ungestört und unbegrenzt spielen. Zu dem Park gehörten noch ein kleiner Spielplatz, ein Bootanlegesteg, ein Gemüsegarten und eine Schafweide, so dass wir meist mindestens eine Tageshälfte einfach am Ferienhaus bzw. im Park verbrachten. Zum ersten Mal seit BMs Geburt habe ich in diesem Urlaub richtig viel herumgesessen und zwei Bücher gelesen. Sogar R. konnte seinem Zappeldrang wiederstehen und ein Buch lesen. 



BM fand wieder recht schnell Anschluss zu einigen anderen Kindern, aber oft spielten unsere beiden Mädels auch miteinander oder zumindest friedlich nebeneinander her. Jeden Tag zogen unsere beiden Mädels weitere Kreise, erkundeten den Park und machten zusammen Quatsch.  Wir hatten eine große Tasche mit Spielzeug mit aber eigentlich brauchten sie nur Horst und Blue-Mähne und Zwee noch das Buddelzeug. 


Wir machten zwei kleine Radtouren. Unerwarteter Weise war die Gegend recht hügelig, aber BM hielt tapfer durch. Dann und wann schob R., der auch Zwee im Anhänger hatte, BM ein wenig den Berg hoch. Wenn ich sie dann so von hinten beobachtete, war das ein perfektes Bild von meiner kleinen Familie. Ich habe wirklich einen tollen Mann und unsere Kinder einen wundervollen Papa! 


Das Wetter war ja irgendwie nicht so ganz Hochsommer-like. Wir hatten kaum mal über 20°C. Sonne und Wolken und auch das ein oder andere Unwetter wechselten sich ab, aber zum Glück sind wir nur zwei Mal ganz kurz nass geworden. Ansonsten beschränkte der Regen sich freundlicherweise auf die Mittagsruhe bzw. Abendstunden. Am wärmsten Tag machten wir einen Ausflug nach Kühlungsborn und verbrachten den Nachmittag am Strand. BM und ich hüpften auch zweimal in die Ostsee. Zwee buddelte zwar auch ganz schön, fand den ganzen Sand aber wohl irgendwie ein bisschen ungut und jammerte vor sich hin, so dass R. mit ihr die Promenade entlang spazierte, was sie dann doch ganz toll fand. 


Auf dem Heimweg machten wir noch einen Umweg über den Zeltplatz auf dem meine F. und ihre Familie zur Zeit urlauben. R. fuhr 130 km mit dem Fahrrad dorthin - sportlich, sportlich! Die Kinder spielten schön zusammen und hüpften auf einem Trampolin. BM lernte von den dreien wie man mit auf einem Skateboard sitzend einen Berg hinab düsen kann, und Zwee buddelte zufrieden vor sich hin, so dass wir Erwachsenen in Windeseile ein bisschen quatschen konnten bevor es auch schon Zeit war, den Rest des Heimwegs anzutreten. 

Dass es während der Autofahrt und zu Hause einen ausgedehnten Heimkehr-Meltdown beider Kinder gab, verdrängen wir einfach, denn es war wirklich ein sehr schöner Urlaub. 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Abschiedspicknick

So langsam ist bei BM wirklich die Luft raus - sie ist urlaubsreif und seit ein paar Wochen "fertig"  mit der Kita. Heute fand nun das Abschiedspicknick der großen Gruppe auf dem örtlichen Spielplatz statt.

Es war schön, noch einmal zu sehen wie sie mit ihren Freundinnen spielte und mit den Jungs Quatsch machte. Heute musste sich auch nicht darüber beklagen, dass sie - wie sie in den letzten Wochen oft berichtet hatte - "wieder nur ausgeschlossen" worden wäre sondern war mitten drin im Getümmel.

Zwischenzeitlich schnappten die drei Mädels sich eine der Decken, Getränke und Snacks und suchten dich ein eigenes, schattiges Plätzchen abseits vom Trubel.

Während dessen schnackte ich ein bisschen mit den anderen Eltern. Mit unseren großen Kindern hatten wir es heute echt leicht -  wir sahen sie nur ab und an mal, wenn sie zum Naschen zurück zur Basis kamen. Mit einigen Eltern habe ich nun mehr gequatscht als je zuvor - wir hatten ja meist andere Bring- und Holzeiten, so dass wir uns kaum über den Weg gelaufen sind.

Morgen ist nun wirklich BMs allerletzter Kitatag. Ihr Fach in der Garderobe musste sie wie die anderen Schulkinder sogar schon räumen, weil alles für das kommende Kitajahr vorbereitet wird. Bislang scheint sie aber eher froh über das Ende zu sein, zumindest hat sie sich noch nicht anmerken lassen, dass die anstehende Veränderung sie beschäftigt.
Somit obliegt mir der besinnliche Part wohl allein -  und ich kann es einfach kaum fassen, dass das kleine Spatzenkind nun kein Kitakind mehr ist.

Sonntag, 24. Juli 2016

Eine Runde drehen

BM musste heute früh mal wieder die Pferde ausführen. Zwee und ich begleiteten sie mit dem Dreirad.

Natürlich habe ich dann irgendwann ein 11-kg-Kleinkind und zwei Gummipferde geschleppt. BM hat sich dann aber immerhin erbarmt und zumindest das Dreirad nach Hause geradelt (mit den Knien quasi hinter den Ohren).

Dienstag, 19. Juli 2016

Humpelinchen

Am Sonntag Vormittag fing Zwee beim Spielen plötzlich und ohne einen erkennbaren Anlass an zu humpeln. Kurz darauf stellte sie das Laufen komplett ein. Nichts konnte sie dazu bewegen aufzustehen. Wenn man sie testweise hinstellte, wirkten die Beine ganz schlapp und sie setzte sich sofort wieder hin. Andererseits weinte oder jammerte sie aber nicht, so dass wir nicht einmal sicher waren, ob sie Schmerzen hat.

Auf die Frage, ob denn da irgendwo ein Aua sei, antworte sie mal "ja", mal "nein", zeigte mal aufs linke, mal aufs rechte Bein und auch  mal in den Mund (vermutlich, weil sie da eine Woche zuvor ja Bläschen hatte), legte sich dann aber irgendwann auf ein winziges Stückchen Schorf am linken Knie fest.

Nach einem besonders langen Mittagsschlaf wollte sie weiterhin nur sitzen bzw. auf dem Arm sein, was uns dann so unheimlich war, dass R. mit ihr zur Rettungsstelle ins Krankenhaus fuhr. Ich hatte ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich nicht dabei war, aber der jüngste meiner besten Freundin feierte Geburtstag und so fuhr ich da mit BM als Abordnung der Familie Isndingwa trotzdem hin.

Im Krankenhaus musste R. wie gewohnt ziemlich lange warten. Als Zwee endlich dran war machte sie artig alles, was die Ärztin verlangte, behauptete aber mal wieder, dass das Aua im Mund sei. Tatsächlich machte sie dann aber auf Aufforderung doch ein paar humpelige Schritte auf ihren Papa zu.

Einen Grund konnte die Ärztin nicht feststellen, vielleicht sei es eine Entzündung (Hüftschnupfen oder so), wir sollten einfach mal ein bis zwei Tage abwarten und ggf. noch mal zum Arzt gehen.

Ehrlich gesagt war ich ziemlich unzufrieden, dass nicht irgendwie weiter getestet wurde (z.B. Entzündungswerte), aber ich wurde eines besseren belehrt, denn beim abendlichen Spiel in ihrem Zimmer stand Zwee nach einigem Herumsitzen doch wackelig auf, um uns Eltern einen Kaffee in ihrer Spielküche zu machen. Dann humpelte sie ein paar Mal auf den armen kleinen Beinchen zwischen uns und der Küche hin und her... und siehe da, mit jedem Mal humpelte sie etwas weniger, so dass sie am Ende wieder fast ganz flüssig lief.

Am nächsten Morgen lief sie noch etwas humpelig, aber im Laufe des Tages ging das Humpeln komplett weg.

Nun wissen wir zwar immer noch nicht, was das nun eigentlich war, sind aber sehr froh, dass es so schnell und von alleine wieder weg gegangen ist.

Jetzt hat Zwee also auch ihren ersten Rettungsstellenbesuch hinter sich. Ich kann mich noch gut an BMs erstes Mal erinnern, wo der Arzt schon sagte, dass wir nun sicher häufiger mal kommen würden, was dann ja auch stimmte (2. Mal, 3. Mal, 4. Mal). Von mir aus müssen wir da jetzt aber nicht noch mal hin.

Samstag, 9. Juli 2016

Anfang von einem Ende

Heute fand das alljährliche Sommerfest in der Kita statt, bei dem unsere große BM offiziell als Schulkind verabschiedet wurde.

Nachdem ich schon jahrelang auch bei fremden Kindern schon sehr ergriffen von diesem Moment war, musste ich nun da BMs großer Tag gekommen war erwartungsgemäß heftig blinzeln und mich sehr zusammenreißen, um nicht laut aufzuschluchzen.

Wir hatten uns auf den vordersten Bänken eingefunden als die Schulkinder in den Garten einmaschierten. Sie waren schon für das anschließende Theaterstück verkleidet, und obwohl unsere BM das kleinste Kind war, sah sie unglaublich groß und stolz aus wie sie da so in ihrem Königinnenkleid daher schritt.

Die Kitaleiterin hielt wie immer eine sehr schöne Rede, die dieses Mal natürlich besonders ans Herz ging, und die Kitakinder sangen ein Lied für die Schulkinder.

Dann begann das Theaterstück "Der Froschkönig", für das die großen Kinder monatelang geprobt hatten. Erzieherin T. hat es wieder mit viel Sinn für Humor inszeniert und die Kinder haben ganz toll gespielt. BM war die Königin und hatte vor allem die immer wiederkehrende Aufgabe, den König zu ermahnen, er solle nicht so streng mit der Prinzessin sein. Dabei saß das Königspaar am Esstisch - wobei  man gut sehen konnte, dass BM ihr Kleid unterm Tisch hochgerafft hatte und ihre Beine BM-typisch auch im Sitzen die ganze Zeit in Bewegung waren. Zwischendurch schaffte sie es sogar, immer mal wieder von einer Requisite (Stulle) abzubeißen. Es geht doch nichts über authentisches Spiel.

Dann gab es als Abschiedsgeschenk von der Kita die erste Schultüte und das Sprachlerntagebuch mit gesammelten Werken und kleinen Anekdoten aus BMs Kitazeit. BM wollte die Schultüte gar nicht mehr los lassen, weil sie so stolz darauf war. Wie soll das erst noch am Tag der Einschulung werden?



Damit war der offizielle Teil des Sommerfests abgeschlossen. Diesmal gab es einen Alleinunterhalter, der mit den Kindern allerhand Mitmachlieder sang. BM machte mit ihrer Freundin C. super mit. Zwee war derweil auf meinem Arm und freute sich mit einigem Abstand auch sehr über die Musik und den Quatsch. Sie brauchte aber fast bis zum Ende des Fests bis sie so richtig anfing zu spielen - und war dann natürlich nicht erfreut als wir nach Hause fahren wollten. Es waren ihr wohl einfach zu viele Leute in ihrem kleinen Kindergarten.

Wir stellten dann noch "goldene Kugeln" aus Filz her, machten Sackhüpfen und Eierlauf, bei dem es zur großen Freude der Kinder Knackfrösche zu gewinnen gab. Zwischendurch aßen wir reichlich leckeren Kuchen, beobachteten die Kinder beim Spielen und wunderten uns mit den anderen Eltern darüber, wie groß unsere Kinder plötzlich geworden sind.

Und das war nun der Anfang vom Ende von BMs Kitazeit. Nun ist sie nur noch drei Wochen lang ein Kindergartenkind.


Donnerstag, 7. Juli 2016

Vorbereitungen

Anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich statt Fußball zu schauen erst ewig lange Zwee ins Bett bringen und dann noch der Hand-Fuß-Mund-kranken BM die Hand halten und sie über allerhand einschlafverzögernden Weltschmerz hinweg trösten musste - und vom Ausgang des EM-Halbfinales gegen Frankreich ganz zu schweigen - freue ich mich einfach über die Ankunft von BMs Schulbüchern und - arbeitsheften.

Dienstag, 5. Juli 2016

Schulbesorgungen

Gestern hatten wir unsere erste Elternversammlung in der Schule. Meine Eltern passten auf die Kinder auf, so dass R. und ich zusammen hingehen konnten, denn wir sind schon ziemlich aufgeregt, weil unser Babymädchen nun ein Schulkind wird.

Leider war BMs Lehrerin krankheitsbedingt nicht dabei, so dass wir sie leider noch nicht kennenlernen konnten. Wir haben aber allerhand Gutes über sie gehört und freuen uns, dass BM in ihre Klasse gehen wird. Die Erzieherin ist neu an der Schule, hat aber auch schon langjährige Erfahrungen mit ABC-Schützen.

Wir bekamen die Bücher- und Materiallisten, auf die ich schon besonders neugierig war, da ich nun meinem zweiten Nestbautrieb noch einmal richtig nachgehen kann. Außerdem wurden alle Fragen zur Ferienbetreuung und zum Hort geklärt. Offenbar haben sich die Lehrerinnen der neuen ersten Klassen geeinigt, recht schnell mit der Schreibschrift anzufangen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass den Kindern eine spätere Umstellung zu schwer fällt. Deutsch-Hefte sind rot, Mathe-Hefte sind blau. Für mich ist die Schulwelt somit in Ordnung. :-) Im Ernst, die eigenen Erfahrungen spielen natürlich mit und wir werden wohl noch schnell genug auf Schulpraktiken stoßen, die nicht unseren eigenen Erinnerungen oder Lösungswegen entsprechen und die wir dann vielleicht mit BM "mitlernen" müssen, um ihr helfen zu können.

Die vortragende Lehrerin und Erzieherin waren nun ja nicht "unsere" haben aber schon mal einen sehr sympathischen und erfahrenen Eindruck gemacht. Dann haben wir uns noch das neue Schulgebäude angesehen, in dem unsere Erstklässler unterrichtet werden, und ich konnte mir meine BM schon bildlich gut vorstellen wie stolz hineingehen und dort vom kleinen ABC-Schützen mit riesiger Schulmappe zu einem "großen" Mädchen werden wird.

Abends kuschelte ich mich dann ins Bett zu BM und erzählte ihr alles, was wir so erfahren hatten. Dass sie mit Zwilling J. in eine Klasse kommt, wussten wir ja schon. Nun wissen wir, dass auch ihre Kitafreundin C. mit dabei ist. Sicher werden die Freundschaften in der Schule noch mal komplett neu durchgemischt, aber es ist trotzdem schön, dass sie in der ersten Zeit zwei bekannte Gesichter dort hat. Wir fanden beide den Namen von BMs Lehrerin ein bisschen lustig und besprachen, was es in der Schule so zu essen gibt und was wir alles noch besorgen müssen.

BM war heute früh sehr müde und so kuschelten wir nach dem Wecken noch lange (Zwee schlief derweil gnädigerweise noch) und unterhielten uns noch ein bisschen mehr über die Schule und darüber wie es bei mir in der Schule gewesen war (rot für Deutsch, blau für Mathe und so).

Nervt es eigentlich, wenn ich jetzt noch mehr hachze und gefühlsdusele?

Pfier tuja!

Zwee ist krank - sie hat die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, welche offenbar gerade in der Kita umgeht. Zum Glück hatte sie nur zwei Tage Fieber und hält sich ziemlich wacker. Die Hände und Füße wurden bislang verschont und die Bläschen im Mund scheinen auch nicht mehr allzu sehr weh zu tun, denn Zwee isst zwar weniger als sonst, aber jedenfalls auch mehr als nichts. 

Gestern war auch BM zu Hause, weil sie auch nicht sie so richtig auf dem Posten ist. Heute aber war ich mit Zwee alleine und hatte Gelegenheit und Ruhe, um ganz ausgiebig mit ihr zu spielen und sie zu beobachten. 

Zwee wollte gleich in den Garten, meckerte aber irgendwie herum als ich das Klettergerüst auf den Rasen zottelte. Sie wollte "Pfier tuja!" spielen. Also holte ich das Gummipferd aus dem Schuppen, denn es hatte schießlich Geburtstag. Zwee eilte noch ein paar Mal zurück ins Haus, um eine "Dette" (Kette) für Pfier zu holen. Dann tanzten wir Ringelreien um das Pferd und sangen Tuja. Also ich sang und Zwee stimmte gelegentlich "Tuja!" ein. Dann rannte Zwee zurück ins Haus und schleppte "Bu! Tuja!" als Geschenke an bevor wir noch 20 mal ums Pferd tanzten. 

Weiterhin spricht Zwee nur sehr ausgewählte Worte und die sind oft eine Form von "data" und nur durch Betonung und Kontext verständlich. Hinzugekommen sind:

Duhl - Stuhl
Duh - Schuh
Fuh - Fuß
Buu - Bus
Dietata - alles mit Sirene
Weijawei -  Feuerwehr 
datich - fertig
wei via - zwei Zöpfe
Dette - Toilette
Dahtel - Schaukel
diverse Namen von Kitakindern in sehr eigenwilliger Form

Nicht dabei sind weiterhin: Oma und Opa. 

Ja, Zwee spricht vergleichsweise wenig. Tatsächlich scheint sie Oma und Opa sogar absichtlich nicht zu sagen, sondern grient uns immer nur verschmitzt an und sagt "nein", wenn wir sie dazu auffordern. Wir sind uns aber sicher, dass sie alles versteht, was wir sagen - und zwar sowohl inhaltlich als auch geflüsterte Worte. Sie plappert, was das Zeug hält, und wir gehen davon aus, dass der Sprechknoten nun jederzeit platzen wird, zumal sie sich nun oft sehr ärgert, wenn wir sie nicht gleich verstehen.


Mittwoch, 22. Juni 2016

Sprechprioritäten

Dafür, dass Zwee noch nicht allzu viel verständliches spricht, hat sie den Schwierigkeitsgrad gleich mal erhöht und sich als neuestes Wort "Wahelade" ausgesucht. Sie isst aber auch wirklich zu gern Marmelade.

Ach ja, und aus ganz wenigen Wörtern bastelt sie nun auch gern Drei-Wortsätze wie z. B.  "meine Mama da", "auch BM Mama". Ja, ihr absolutes Lieblingswort ist immer noch "Mama".

Sonntag, 19. Juni 2016

Familienwochenende im Fläming

Gerade sind wir von einem Familienwochenende im Fläming mit der Schwiegerfamilie zurückgekehrt, das uns Kimmy und M. spendiert haben - eigentlich total unnötig, aber trotzdem sehr willkommen. Wir verbrachten die Tagen in einem riesigen alten, aber modernisierten Bauernhaus, dass inmitten eines wunderschönen großen Garten umgeben von urigen Nebengebäuden, einer Pferdekoppel, einem Gemüsegarten und einer Streuobstwiese liegt. Wir haben uns dort so richtig wohl gefühlt!

Am Freitag holten R. und die Kinder mich zur Mittagsschlafzeit von der Arbeit ab und wir fuhren in den "kleinen Urlaub", wo alle anderen schon eingetroffen waren. Nachdem wir unser gemütliches Zimmer mit reichlich Platz und offenen Dachbalken bezogen hatten, machten wir erstmal einen kleinen Spaziergang. Genau genommen spazierte BM mit Oma, Opa und Uroma. Zwee, R. und ich kamen nicht weit, denn wegen des starken Regens blieb Zwee gleich an der ersten tiefen Pfütze hängen. Kaum zu glauben, dass sie schon über zwei Jahre alt ist und bislang noch nie so richtig in einer Pfütze geplanscht hatte - bei uns zu Hause sind die Straßen wohl zu eben, jedenfalls gibt es nie gute Pfützen. Jedenfalls rief Zwee erst noch auweia als sie die erste Pfütze versehentlich betrat. Ich erkärte ihr, dass man mit Gummistiefeln auch in eine Pfütze hineingehen könne, und das tat Zwee dann eine halbe Stunde lang ausgiebig. Mit vollem Körpereinsatz sammelte sie Steine am Wegesrand und warf sie in "ihre" Pfütze, wo sie sie dann wieder heraussammelte. Eine Matschhose wäre von Vorteil gewesen, so war die ganze Zwee nass - außer die Füße in den Gummistiefeln. 

Am Samstag machten wir einen Ausflug zur Burg Rabenstein. Wir erklommen die kleine Anhöhe und den Burgturm, wobei ich Zwee zum ersten Mal seit langem wieder in der Manduca und zum allerersten Mal überhaupt auf dem Rücken trug. Beim Abstieg schaute BM mich mit großen Augen an, so dass ich also mein großes Kind in die Manduca nahm. Das konnte Zwee natürlich gar nicht aushalten, denn auch wenn sie jetzt immer wieder sagt, dass ich "mei Mama" und "B*** Mama auch!" bin, bewacht sie mich weiterhin eifersüchtig. Also nahm ich zusätzlich Zwee auf den Arm und schleppte beide Kinder nach unten. "Die Mutti ist ein richtiger Packesel" kommentierte mein Schwager, was Zwee mit "i-ah" scheinbar bestätigte. Dann hatten wir alle noch Spaß auf dem Spielplatz bevor wir die müden Kinder nach Hause transportierten. 

Nachdem ich die Mittagsruhe zum Joggen genutzt hatte saß ich später im Gras neben der Pferdekoppel und... äh... saß eben einfach so da während die Kinder Quatsch machten und die Pferde ("Pfier") anguckten. BM tobte unermüdlich, rannte im Garten umher und spielte Fußball mit Opa und Tischtennis mit allen anderen (außer mir, denn ich spiele ja nicht mit Bällen).  Zwee ist seit neuestem BMs kleiner Schatten und stromerte Hand in Hand mit ihrer großen Schwester durch den Garten und die Umgebung. Leider hatte unser kleinstes Mädchen sich vier bis fünf Mückenstiche an der Stirn eingefangen, die ihre kleine Stirn, die Nase und das rechte Auge sehr anschwellen ließen. Ich glaube, es hat sie gar nicht allzu sehr gestört, aber uns hat sie trotzdem sehr leid getan. Heute ist die Schwellung aber zum Glück schon fast weg. Am Abend grillten wir und später vernichteten wir noch einen Eimer Popcorn, so dass mit dem Joggen wieder mal nicht dazu führte, dass ich am nächsten Morgen wundersam schlank aufgewacht wäre. 

Wegen der Packerei waren die Kinder heute Vormittag schon ein bisschen durch Wind, aber es wurde trotzdem noch Tischtennis gespielt, ein bisschen spaziert, die Pferde beobachtet und der Garten genossen bevor wir - abzüglich R., der mit Fahrrad zurück fuhr - zu den Beelitzer Heilstätten fuhren und den Baumwipfelpfad entlang spazierten. Die Aussicht ist sehr schön und die alten, verfallenen Gebäude wirklich faszinierend. Trotzdem war es mir nicht ganz geheuer da oben zumal der Pfad ziemlich schwankt. 

Nun sind wir wieder zu Hause. Das Wochenende war viel zu kurz, aber dafür sehr erholsam. Vielen, vielen Dank noch einmal, Kimmy und M.! 



Donnerstag, 16. Juni 2016

Rückwärts

Nach monatelangen Fehleralarmen und Phantomwacklern ist es endlich soweit: BM hat nun erwiesenermaßen ihren allerersten Wackelzahn. Oben links.

Ich bin gespannt, ob der noch vor der Einschulung herausfallen wird. Und was bringt eigentlich die Zahnfee?

Dienstag, 14. Juni 2016

Tuff Tuff tuff

"Tuff Tuff Tuff, die Tut-Tut-Bahn" singt BM kreativ und lauthals während sie die kichernde Zwee hinter sich her durchs Wohnzimmer zieht.

Heute früh weckten Zwee und ich BM, die sofort ihre kleine Schwester zum Kuscheln einlud, die sich zufrieden auf BMs Bauch legte und mit ihr kuschelte.

So häufen sich zur Zeit die gemeinsamen und einträchtigen Spiele unserer Mädels.Ich fühle mich ein bisschen zurück versetzt in die Zeit als BM und PL genauso alt waren wie Zwee und BM jetzt. Seit dieser Zeit vergöttert BM ihre große Cousine, schaut zu ihr auf und vermisst sie sehr, wenn die beiden sich mal eine Zeit lang nicht sehen. 

Nachdem Zwee ihre große Schwester gut zwei Jahre lang oft ignoriert hat, will sie nun keine Minute mehr ohne sie sein. Sie ruft ständig nach ihr (mit einem "B" am Anfang) und macht jeden Quatsch mit. Dabei gehen beide jetzt immer wieder Hand in Hand und machen lange "Spaziergänge" gespickt mit Drehen und Schleudern, wobei wir Eltern lieber gar nicht hingucken. Sie sprechen sich ab, wie sie uns irgendwie austricksen können oder einer ungeliebten Aufgabe (Zähne putzen o.ä.) entgehen können. Dabei ist es gar nicht mal unbedingt immer BM, die die dusseligsten Ideen hat. Zwee hält ordentlich mit und wird wohl nur dadurch gebremst, dass sie noch nicht richtig sagen kann, was BM machen soll. 

So habe ich  mir das jedenfalls immer vorgestellt! 


Sonntag, 5. Juni 2016

Ferienlager

11 Kinder zwischen 1 und 8 Jahren und 16 Erwachsene fuhren in ein altes Ferienlager. Direkt an einem See liegen ein paar "rustikale" Ostbungalows, einige Wohnwagen, ein Gemeinschaftshaus und ein Waschhaus rund um eine Wiese mit Volleyball- und Fußball-Feldern, Tischtennisplatten, einer Badestelle mit Ruderbooten und reichlich Platz zum Rennen und Toben für die Kinder. Da Zwee leider am Freitag kränkelte, fuhren R. und BM zunächst alleine hin. Da es Zwee aber schnell wieder besser ging, fuhren wir beide am Samstag morgen auch ins Ferienlager.

Das Wetter war herrlich, und der Tag verging wie im Fluge mit Baden, Quatschen und die glücklichen Kinder beobachtend Herumhängen. Obwohl sie die meisten Kinder vorher nicht kannte, war BM sofort mittendrin statt nur dabei - eigentlich habe ich sie den ganzen Tag immer nur an mir vorbei pesend gesehen. Um das Gelände ist ein Zaun und so konnten wir die Kinder ganz entspannt sich selbst überlassen. Zwees Lieblingsort war die Freiluftkegelbahn. Immer wieder ließ sie ihren roten Ball die Kugelrückführungsschiene entlang rollen und rannte kreischend nebenher. Ein paar Männer luden die großen Kinder in ein Ruderboot und schoben die Rasselbande so auf dem See umher.

Am Abend saßen wir Erwachsenen um ein Feuer und ließen den faulen Tag gemütlich ausklingen. Die Nacht verging erstaunlich gut, auch wenn Zwee es mir nicht ganz leicht machte und sich BM-like durch das untere Doppelstockbett wühlte, dass ich mir mit ihr teilte.

Wir alle waren so begeistert von dem Wochenende, dass wir uns gleich für das nächste Jahr einbuchen ließen. Wer weiß, vielleicht wurde da eine neue Tradition geboren.



Freitag, 3. Juni 2016

Tuja

Zwee spricht ja bekanntlich noch nicht allzu viel. Trotzdem habe ich heute auf Anhieb verstanden, was sie meinte als sie mit einer Spieluhren in der Hand zu mir kam und auffordernd "Tuja!"  sagte. Ich sollte "Happy Birthday"  singen. Das ist scheinbar Zwees aktuelles Lieblingslied -  kein Wunder nach dem Geburtstagsmarathon im Mai.

Sonntag, 29. Mai 2016

Urlaubsüberraschungen

Unser Urlaub am Fleesensee ist nun leider schon zu Ende und es gab einige Überraschungen:

Mitten im Urlaub feierte ich meinen Geburtstag. Das war an sich natürlich nicht überraschend, aber...

1) R. schenkte mir eine superdupertolle DSLR. Mal abgesehen davon, dass wir uns üblicherweise nicht SO große Geschenke machen, hatte er meine diesbezüglichen Vorstöße monatelang als nutzlos abgetan. Und nun habe ich eine und freue mich riesig darüber.

2) Als wir in den Speisesaal kamen war unser üblicher Tisch besetzt. Ich schaute um die Ecke, um nach einem anderen Tisch zu suchen - und da saßen am geburtstaglich geschmückten Tisch meine Eltern, die extra einen Urlaubstag genommen hatten, um mit mir zu feiern. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut und wir hatten einen sehr schönen Tag zusammen.

Weiterhin überraschte uns in diesem rundum geglücktem Urlaub:

3) In den letzten Urlauben hatte BM sich stets vor Wasserrutschen gesträubt. Nachdem R. ihr etwas unbedacht gezeigt hatte, wie schnell man die hiesige Wasserrutsche hinunter sausen konnte, sah es wieder so aus, als ob es mit dem Rutschen nichts wird. Dann zeigte ich ihr, wie langsam man da eigentlich "normal" runterrutscht. Im Sitzen und etwas mit den Händen bremsend rutschte ich gemächlich hinunter und landete vor BMs Augen im flachen Wasser ohne einen Spritzer Wasser im Gesicht. Danach traute sie sich dann, mit mir zusammen zu rutschen. Ganz langsam. Und sie fand es gleich so toll, dass sie sofort alleine nochmal rutschen wollte... Fortan war sie nicht mehr von der Rutsche wegzubekommen und schoß ohne Unterlass in allerlei Positionen hinab.

4) Als Zwee das sah, wollte sie auch gleich rutschen, obwohl sie ja eigentlich eher nicht so mutig ist. Ein oder zwei Böcke gab es, weil sie natürlich noch nicht alleine rutschen darf. Aber größtenteils hatte Zwee einfach riesigen Spaß beim Rutschen mit R. und mir und wollte immer noch "aaain mallll"! Und R. und ich hatten ein ordentliches Workout beim stetigen Treppenerklimmen mit Zwee auf der Hüfte. Die Kinder ließen uns kaum mal eine Minute Pause.

5) Eines Tages machte R. eine Fahrradtour um den See. Als ich mich nach dem Mittagsschlaf mit den Kindern auf den Weg zum Spielplatz machte, rief plötzlich jemand von hinten meinen Namen: Es war meine Zimmernachbarin B. aus dem Krankenhaus am anderen Ende der Stadt, mit der ich eine Woche gemeinsam am CTG hing. Sie war gerade mit ihrer Familie in das Ferienhaus gegenüber eingezogen. Wegen der Entfernung schaffen wir es nur ein oder zwei Mal im Jahr, uns gegenseitig zu besuchen, aber wir schnatterten gleich in altgewohnter Manier los. Die kleinen ehemaligen CTG-Kumpels ignorierten sich mehrheitlich, aber BM und E. spielten sofort zusammen drauf los und wir Erwachsenen hatten erstmals die Gelegenheit, einen Abend lang ohne Kinder zu quatschen.

Nun sind wir seit Freitag wieder zu Hause, und heute feierten wir mit unseren Familien bei strahlendem Sonnenschein unsere Geburstage nach und vor. Ab morgen hat uns der Alltag wieder. Da ich mir pünktlich zur Wiederaufnahme der Arbeit eine dicke Erkältung eingefangen habe, gehe ich nun gleich ins Bett.


Dienstag, 24. Mai 2016

Mama, malll!

So ein Urlaubstag ist nur dann erfolgreich, wenn Zwee mindestens eine Stunde in der Schaukel gesessen hat.

Samstag, 21. Mai 2016

Mai-Urlaub

Gestern begann unser letzter Urlaub außerhalb der Schulferien für die nächsten plusminus 15 Jahre. Wir haben ein schönes Appartement in einem familienfreundlichem Hotel in der Mecklenburger Seenplatte und bislang bestes Urlaubswetter.

Gestern Abend und heute früh schlugen wir uns am Buffet die Bäuche voll. Die Kinder machten ziemlich entspannt mit. Während R. und ich fast in Ruhe essen konnten ging BM schon mal ins Spielzimmer und Zwee hatte genug mit "Nanane" naschen und Leute-angucken zu tun.
Den ersten vollen Urlaubstag nutzen wir heute gut gelaunt voll aus. Am Vormittag machten wir eine kleine Radtour zum See, buddelten und spielten dort ein bisschen und radelten wieder zurück. Während der Mittagsruhe ging ich joggen und fühlte mich auch gleich sehr fleißig... Bis ich eben eine halbe Packung Kekse vernaschte...

Den Nachmittag verbrachten wir nach einer kurzen Stipvisite im Streichelzoo auf dem Spielplatz. Zwee saß glücklich eine Stunde in der Babyschaukel und forderte lauthals immer wieder "Mallll!" während BM waghalsigen wie ein Äffchen auf der Hängemattenschaukel schaukelte und an an einer Stange Schweinebaumel und Rollen übte (erfolgreich).

Dann manschten beide Kinder noch eine Stunde an der Wasserstrecke. BM baute dabei allerhand kreatives und quasselte gleich wieder mit fremden Kindern. Zwee panschte ruhig und konzentriert konzentriert mit ein paar Buddelförmchen im Wasser herum. Heute trug sie übrigens eine süße Dreivierteljeans und Minnie-Maus-T-Shirt, in denen sie mich sehr an BM erinnerte.

Beim Abendessen machten die Mädels dann noch allerhand Quatsch miteinander. Zwee sagte gackernd mehrmals BMs Namen, und ich hoffe, dass sie es diesmal nicht wieder verlernt.
Nun hoffe ich auf eine etwas bessere Nacht als die letzte. Nein, die Kinder waren nicht an meiner Schlaflosigkeit schuld, sondern die Betten hier sind hart wie Bretter.

Freitag, 13. Mai 2016

Doppeltes Einschlafdings

Gerade brüllen beide Kinder, weil sie nicht schlafen wollen.

Zwees Mobile musste ich abbauen, weil sie es beinahe abgerissen hätte. Ich ging aus dem Zimmer, weil sie eh durchs Bett turnte. Das fand sie erst überraschend okay, dann aber doch total doof.

BM ist sauer, weil sie nicht noch länger Wendy gucken durfte, verzögerte mit immer neuen Taktiken das Hochgehen und das gemeinsame Aus-dem-Fenster-sehen. Jetzt brüllt sie, weil mir der Faden riss, ich das Fenster unverrichteter Dinge schloss und auch ihr Zimmer verließ.

Ich wünsche mir gerade echt einfach nur meinen Feierabend. Selbst die Steuererklärung fände ich jetzt okay.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zwees 2. Geburtstag (Baai!)

Unser kleinstes Mädchen ist jetzt zwei Jahre alt!

Erwartungsgemäß war Zwee an ihrem Geburtstag als erstes wach. R. hegte noch kurz die Hoffnung, dass sie um 6:15 Uhr noch mal einschlafen würde, aber Zwee wollte nicht mehr in ihrem Bett bleiben... und ich hatte Sehnsucht auch nach meinem Geburtstagskind. Also nahmen wir sie mit nach oben ins große Bett und kuschelten, erzählten und spielten uns langsam wach.

Wir machten uns dann schon mal langsam fertig während BM schlief und schlief. Zu guter Letzt musste R. sie wecken, damit wir langsam mal runter gehen konnten, denn das Geburtstagskind hatte Hunger. Zum Glück sind Naschereien auf so einem Geburtstagstisch ja Pflicht, so dass BM nur schnell beim Kerzenausblasen half und dann erstmal ein paar Gummitiere und Puffreiskörner gemampft werden konnten.

Zwee wäre damit auch schon zufrieden gewesen, aber BM war viel zu aufgeregt, um länger mit den Geschenke auspacken zu warten und überzeugte Zwee, dass es nun an der Zeit dazu sei. Ehrlich gesagt waren die beiden Bücher, der Fädelapfel und das Fotomemory in dem Moment nicht so spannend. Aber als dann das Dreirad ins Wohnzimmer gerollt wurde, hüppelte Zwee gleich ganz aufgeregt und ließ sich quietschend (huiii) umher schieben.

Leider war es am Vormittag noch ein bisschen trüb und regnerisch, so dass R. die Zeit nutzte und einen riesigen Frosch killte, indem er allerhand Bilder im Treppenhaus aufhing. Viereinhalb Jahre nach dem Einzug haben wir es nun also endlich geschafft, Fotos aufzuhängen wie wir es von Anfang an geplant hatten. Zwee fand die Bohrerei leider nicht so toll, ließ sich aber mit ein paar Folgen Tutitu ganz gut ablenken. Dann gingen beide Kinder ausgiebig in die Badewanne planschen. Vor allem Zwee hatte es nötig, da sie sich allerhand Marmelade in die Haare geschmiert hatte. Und so kann man schließlich nicht Geburtstag feiern.

In der Mittagsruhe trafen R. und ich dann noch die letzten Vorbereitungen und wurden tatsächlich ganz entspannt mit allem fertig bis Zwee aufwachte. Sie war erst noch ganz kuschelig und klein als ich sie aus ihrem Bettchen hob, diskutierte mit mir dann aber gleich über Kleiderwahl für die Party.

Als dann die Familie eintraf stöpselte Zwee erstmal wieder die Nabelschnur an, aber nach etwas Papageienkuchen taute sie auf und spielte schön. Zwischendurch packten wir immer mal wieder Geschenke aus, wobei sie vor allem ihr Frühstücksset für die Spielküche und die neue Biepi (Püppi) toll fand. Am meisten Spaß hatte unsere kleine Outdoor-Zwee dann aber als die Sonne doch noch ein bisschen raus kam und die Kinder im Garten spielen konnten.

Leider wollte Zwee dieses Jahr ihre schöne Krone gar nicht aufsetzen. Wahrscheinlich schon aus Prinzip, weil wir alle auf sie eingeredet haben, dass sie sie doch mal aufsetzen solle.


Am Abend war Zwee ordentlich kaputt gespielt, wollte aber gar nicht ins Bett sondern erst noch ihren neuen Sitzsack (der den ollen Stillstuhl ersetzen soll) als Rutsche benutzen. Als sie dann endlich im Schlafanzug steckte mussten wir noch ganz schön lange singen, erzählen wer schon alles schläft und uns leider auch ein bisschen zanken bis das total kaputte Geburtstagskind einschlafen konnte.

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Und wie ist Zwee mit zwei so?

Ich vermute, dass sich seit der letzten Messung nicht viel getan hat und Zwee somit etwa 81 cm groß ist und etwas über 11 kg wiegt. Ihre dunkelblonden Haare sind schon richtig lang geworden und reichen bis unter die Schulterblätter. Meistens rupft sie Haargummis und Spangen recht schnell wieder aus den Haaren und stört sich überhaupt nicht daran, wenn die Haare ins Gesicht hängen. Ich hoffe, dass sich das jetzt, wo die klebrige Sonnencremezeit losgeht, bald ändert.

Zwee rennt, hopst (mit einem Bein auf der Erde) und klettert täglich mehr. Sie liebt Treppen und Klettergerüste, Rutschen und Schaukeln. Sie ist zwar ruhiger und wirkt vorsichtiger als ihre große Schwester, aber das täuscht manchmal darüber hinweg, dass sie eigentlich schon sehr sicher klettert. Helfende Hände schiebt sie dann empört weg (Neina! - Alleine!). Braucht sie dann doch mal Hilfe, macht sie lautstark auf sich aufmerksam. Eigentlich könnte man Zwee also einfach machen lassen, sie meldet sich schon, wenn was ist. Überhaupt spielt Zwee oft sehr zufrieden vor sich hin, trägt und sortiert Dinge umher. Sie spielt immer mehr mit (jetzt) ihrer Spielküche und ihrer Püppi, die immer friert und stinkert. Meistens trägt sie dabei ihren Teddy oder ein anderes Kuscheltier mit sich herum. Ich glaube, wir haben hier eine kleine Leseratte in the making. Zwee liebt Bücher! Sie schleppt sie unermüdlich an, klettert auf unseren Schoß und lässt sich eins nach dem anderen "vorlesen".

Am liebsten hat sie es, wenn wir Eltern ganz in ihrer Nähe sind, aber im und um unser Haus, aber auch bei den Omas und Opas und in der Kita - eben dort, wo sie sich gut auskennt - tappelt sie zielgerichtet umher und stört sich überhaupt nicht daran, wenn ihr mal gerade niemand in den kleinen Nacken atmet. Andere Kinder beobachtet sie meist aus einigem Abstand. Bei fremden Erwachsenen oder auch größeren Ansammlungen ihrer Familie zieht sich sich gern erstmal auf Mamas oder Papas Arm zurück bevor sie langsam auftaut.

Zwee ist zwar ein eher zurückhaltendes Kind, kann aber auch schönen Quatsch und Krach machen. Wenn sie lacht, zieht sie ihre kleine Nase kraus und wirft den Kopf in die Nacken. Sie spricht zwar noch nicht sehr viel Verständliches, aber es kommen jetzt täglich ein oder zwei (fast) verständliche Worte hinzu. Ganz neu sind:

Buu (Schuh)
Buuf (Fuß)
Du (zu)
auf
ab

Zwees will gern mitreden, wenn es um ihre Anziehsachen geht: Am liebsten trägt sie das grüne T-Shirt mit den Biep-biep (Vögeln) oder T-Shirts mit Biep (Minnie Maus). Strumpfhosen sind doof, Socken müssen selbst ausgesucht werden, sonst sind sie auch doof. Ganzkörperschlafanzüge sind für Babys, Zwee will nur noch die Schlafanzughose mit den Fröschen und einen Body anziehen.

Zwee isst gern und lässt sich dabei gern ausgiebig Zeit. Am liebsten mag sie Bananen und Nudeln, aber auch jegliches Obst, Stulle mit Marmelade oder Frischkäse, Kuchen und Eis. An manchen Tagen klappt es nun mit der Toilette schon ganz gut, einige Male hat sie auch schon rechtzeitig Bescheid gesagt. Wenn sie tatsächlich hinein pullert, hebt sie die Zeigefinger (horch!) und klatscht sich dann selbst Beifall.

Zwee ist ein richtiges Frischluftkind. Man muss aufpassen, was man sagt: Wenn man sich am Frühstückstisch übers Einkaufen oder Rausgehen unterhält, holt Zwee gleich nach dem Händewaschen ihre Schuhe - auch wenn sie noch im Schlafanzug ist - und wird dann sehr ungehalten, wenn es nicht gleich rausgeht oder sie nicht mitgehen darf. Draußen quietscht sie vor Freude, rennt los oder klopft gleich an die Schuppentür, und lässt sich Bobbycar, Puky und Puppenbuggy reichen. Zwee weiß schon gut Bescheid, wo alles ist, will am liebsten immer zum Spielplatz. Zum Glück ist sie nun aber schon ein bisschen einsichtiger geworden und versucht nicht mehr, bei jeder Gelegenheit auf die Straße zu flitzen.

Zwee hat nun schon manchmal sehr mit der Ungerechtigkeit der Welt zu kämpfen. Ist ja auch doof, dass man keine Haargummis essen, auf Tische klettern, Messer anfassen, ins Auto steigen soll, aus dem Auto steigen soll oder - am allerschlimmsten - von draußen ins Haus gehen soll. Noch sind es nur Böckchen, aber ich vermute, wir werden mit Zwee noch einige ausgewachsene Böcke erleben. Sie testet ihre und unsere Grenzen und schaut sich dabei auch gern mal im Spiegel an, wie die Krokodilstränen die Wangen herunterlaufen.

Meistens ist Zwee aber gut gelaunt und freut sich, bei allem mitzumachen und dabei zu sein. Sie versteht alles, was wir sagen, und ist gern bereit, erstmal Zähne putzen und anziehen zu gehen bevor ein Buch angeguckt wird. Auf die meisten unserer Vorschläge reagiert sie mit einem jubelnden "Ja, ja, jaaa!" und will dann "iiii" ("ich", auf ihre Brust tippend) auf jeden Fall dabei sein. Zwee drückt uns gern ganz fest an sich, gibt Küsschen und mach "ei".

Ich genieße es sehr, noch Zwees absoluter Lieblingsmensch zu sein, beobachte aber auch jeden Tag mit Stolz und Staunen wie Zwee ihre Welt entdeckt und immer mehr zu einem "richtigen Menschen" wird. Mein Baby wird groß, und das macht sie echt prima!

Montag, 2. Mai 2016

Gut gelaunt in den Mai

Inmitten all des Stresses, den R. und ich gerade bei der Arbeit haben, mit seit zwei Wochen schon wieder durchschnittlich zwei erkälteten Familienmitgliedern hatten wir gerade ein richtig tolles Wochenende. Das Wetter wurde endlich wieder frühlingshafter, und wir alle waren gut drauf.
Am Samstag Vormittag teilten wir uns schon suf: R.  machte mit der glücklichen Zwee und die Püppi im Anhänger eine schöne Radtour. Derweil übten BM und die Zwillinge den Schulweg, weil in der Schule ein Flohmarkt stattfand. Ganz stolz und wichtig ging BM den Weg und schaute schon ganz gut nach den Autos während während die Zwillingseltern und ich hinterher schlenderten.

Auf dem Flohmarkt machten wie reichlich Ausbeute bevor die Mädels noch eine Runde auf dem Schulhof spielen konnten. Nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende staunte ich darüber wie groß BM nun schon wirkt. Auch auf dem Rückweg war die gut bei der Sache. Sicher werden wir sie noch eine ganze Zeit zur Schule bringen, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. In der Mittagspause spielten BM und ich das erbeutete "Wer ist es"-Spiel. So langsam machen BMs Spiele auch mir richtig Spaß!

Am Nachmittag musste R. arbeiten und ich fuhr mit den Kindern ins Dorf. Nach einem kleinen Ausflug mit Opa zum Fliederbusch spielten beide ganz lieb unterschiedliche Dinge nebeneinander her während ich in der Sonne sitzen und schwatzen konnte. Wir übten mal wieder Oma und Opa sagen mit Zwee mit dem Ergebnis, dass sie O-M-A nun buchstabieren kann, aber Oma (und Opa und BM) sagt sie weiterhin nicht. Wenn man sie dazu auffordert, schaut sie ganz verschmitzt und sagt "Mama".

Am nächsten Tag durfte ich bis viertel 10 ausschlafen. Das bräuchte ich auch nachdem ich nachts ein paar Stunden hustend wach gewesen war. Viel erstaunlicher war aber, dass BM genauso lange schlief. Wir beide hatten nicht mal bemerkt, dass R.  und Zwee schon beim Bäcker waren.
Wenn man so lange schläft, ist der Vormittag kurz. Darum gingen wir nur vor die Tür und unterhielten uns mit ein paar Nachbarn während BM mit dem Fahrrad kreiste und Zwee mit Bobbycar, Puky und Bebie im Puppenbuggy spielte. Dabei beäugte sie sich mit der kleinen H. von nebenan und (sorry, liebe Omas und Opas) sagte auch direkt verständlich ihren Namen. Kleiner Frechdachs!

BM durfte dann alleine in den Park fahren uns von dort aus zu winken und wieder zurück. Zu guter Letzt durfte sie sogar einmal im Kreis um unsere Häuser fahren, nur an der Straße ging ich ihr entgegen, um sicherzugehen, ob sie auch anhielt und mach Autos schaute. Tat sie.

Am Nachmittag waren wir mit einer weiteren Familie bei der Zwillingsfamilie zum Grillen eingeladen. Dort wuselten dann 6 Mädels durch den sonnigen Garten. Die Papas spielten mit den großen Mädels Fangen und Fußball, und zwischendrin rannte gelegentlich Zwee mit einem Ball kichernd umher. Die meiste Zeit -  also wirklich stundenlang -  saß sie aber auf der Schaukel. "Mama, mallll" (mit lustig herausgestreckter Zunge) rief sie immer wieder, weil sie unbedingt immer wieder angeschubst werden wollte. Zwee strahlte, jauchzte und lachte und sah mit ihren fliegenden Haaren im Sonnenschein unendlich glücklich aus.

Nach diesem schönen Wochenende hielt die gute Laune auch heute noch an, so dass wir drei Großen nach dem Abendessen fast komplett einträchtig und in Ruhe Mensch-ärgere-dich-nicht spielen konnte während Zwee fröhlich Bälle im Wohnzimmer verteilte und lachend hin und her rannte.
So gefällt mir das! Nun müssen wir nur noch einen Tag arbeiten. Dann hat unsere Zwee Geburtstag -  zwei Jahre! -  und ich fange so langsam an, vor mich hin zu flashbacken.

Freitag, 29. April 2016

Ja

Zwee soll schlafen. Auf meinem Schoß einschlafen mag sie nicht mehr so recht. Im Bett spielt sie aber anstatt zu schlafen. Ja, das erinnert mich sehr an ein gewisses anderes Mädchen. Jedes Mal, wenn ich sage, dass sich hinlegen soll, antwortet Zwee zuckersüß "Ja.", legt sich aber nicht hin.

Und da fällt mir ein, dass sie noch bis vor ein paar Tagen immer mit wichtigem Gesicht "mmh"  statt "ja"  sagte. Sie wird uns sicher noch lange mit lustigen Wortschöpfungen erfreuen, aber ein bisschen traurig bin ich schon, dass sie das jetzt richtig sagt.

Nächste Woche wird mein Baby schon zwei Jahre alt. Wenn man sie fragt, ob sie eine Geburtstagsparty feiern will, freut sie sich und zeigt mit Daumen und Zeigefinger beider Händchen, das sie dann zwei Jahre alt sein wird.

Da wird es Zeit, dass ich mal wieder aufschreibe, es Zwee so sagt:

Da au -  Da auch

Die/Di-a -  Die/Der/Das

A-tie -  anziehen

Biep -  Piep, Vögel, Maus

Neina -  alleine

Meina -  meins

Ei/Eier -  Ei/Eier

Eis - Eis

Aja -  alle

Auwa - hallo

Djie -  Tschüss

Bebie  -  Baby, Püppi

Datta -  Wasser

Dietaa-Dietaa -  Tatü Tata

Malln -  Malen

Manchmal schaut Zwee mir tief in die Augen, umfässt mit ihren kleinen warmen Händchen mein Gesicht und sagt immer wieder "Mie Mama". Ich weiß nicht, ob "mie" wirklich "lieb" heißt, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass diese Gesten und Worte bedeuten, dass sie mich lieb hat. Und ich könnte vor lauter Liebe platzen.

Freitag, 22. April 2016

Nervig oder was?

Seit Jahren liebt BM Conni. Ebenso lange finden den R. und ich nervig. Die Bücher gehen noch, auch wenn besonders der Vater immer dümmlich rüber kommt. Schlimmer sind die Filme und Hörspiele, v.a. in jüngeren Conni-Jahren, weil die Stimme einfach nervig ist. Und die Lieder erst!

Machen wir abends bei BM ihr Conni-Hörspiel an, müssen wir schnell aus dem Zimmer flitzen, um einen bösen Conni-Lied-Ohrwurm zu vermeiden.

Gestern kuschelte ich noch ein bisschen mit BM in deren Bett. Danach wollte BM die CD selbst anmachen und sprang noch mal aus dem Bett. Zu meiner Verwunderung spulte sie die CD sofort einen Track vor.

Ich glaubte an ein Versehen, doch als ich zurück spulen wollte, protestierte BM lautstark: "Nicht, Mama! Ich will das (Titel-)Lied nicht hören, das nervt mich immer so!"

Dienstag, 12. April 2016

Mutter, Vater, Kind

BM und Zwee spielen immer öfter miteinander, wobei ich zugeben muss, dass Zwee meist noch nicht so richtig versteht, was BM von ihr erwartet. Überhaupt ist sich Zwee meistens selbst genug und sucht nicht unbedingt die Nähe ihrer Schwester, während BM wirklich oft versucht, mit Zwee zu spielen. Dabei ist sie oft ziemlich übermütig, drückt und zerrt an Zwee, worauf diese dann lautstark protestiert.

Erst neulich erzählte mir eine Erzieherin, dass BM auch in der Kita oft versucht mit Zwee zu spielen, diese ihre große Schwester aber meistens ignoriert und weiter vor sich hin spielt.

Gestern Abend jedoch berichtete BM mir beim Tag-erzählen, dass Vormittags alle Mädels aus ihrer Gruppe im Haus spielen wollten und sie als einzige mit den Jungs raus gegangen sei. Im Garten habe sie Zwee getroffen und gemeinsam mit ihr an der Treppe gespielt (Zwee liebt es auf und ab zu klettern) und dann Kuchen gebacken a.k.a. gebuddelt (tatsächlich treffe ich Zwee im Kitagarten meistens im Buddelkasten an). Dann sei BL aus ihrer Gruppe hinzu gekommen und wollte mitspielen. Die beiden Großen haben dann scheinbar Mutter und Vater gespielt. Zwee war das Kind. Und irgendwie scheint das ganz gut funktioniert zu haben, obwohl ich bezweifle, dass Zwee verstand, welche Rolle sie spielen sollte, und wahrscheinlich einfach nur gebuddelt hat.

Jedenfalls habe ich mich sehr über diesen Bericht gefreut. Abends haben unsere Mädels dann auch noch mal zu echter Höchstform aufgedreht und am Abendbrotstisch lautstark kreischend Quatsch gemacht. Dabei sahen sie sich die ganze Zeit grinsend in die Augen. Trotz der unglaublichen Lautstärke hätte ich sie vor Liebe fressen können.

Heute Abend waren beide nach einem schönen Oma-Opa-Nachmittag mit meinen Eltern eigentlich schon total ausgepowert und trotzdem richtig gut gelaunt. Das ist ja leider nicht immer so, wenn ich so wie heute erst nach dem Abendessen nach Hause komme. Oft brechen beide Kinder dann unter heftigen Genöle in sich zusammen. Heute rannte Zwee (ja, sie kann mittlerweile richtig rennen) immer wieder ("wuiiii") von der Terrassentür in die Küche und zog dabei ein Springseil hinter sich her. Zwischendurch versuchte sie darüber zu hopsen, aber die Beinchen wollen noch nicht gleichzeitig in die Höhe. Oma oder Opa sagt Zwee immer noch nicht, dafür amüsierte sie uns heute indem sie meinen Vati (vermeintlich) "der da" nannte. Tatsächlich bin ich sicher, dass sie Oma und Opa sagen könnte. Fordert man sie dazu auf, sagt sie aber mit einem schelmischen Grinsen entschieden "Nein!". Kleiner Frechdachs!

Sonntag, 10. April 2016

Ei? Ei? Eier!

Eine vollgepackte Urlaubswoche und eine anstrengende Arbeitswoche lang habe ich heute schon wieder nicht gebloggt. Und dass, obwohl wir wirklich schöne Osterfeiertage mit unseren Familien hatten.

Die Wochen um Ostern herum waren für Zwee besonders toll, denn überall hingen Ostereier an Sträuchern, die sie mit großem Eifer ausspähte (Ei? Ei?) und begeistert zeigte (Eier!).

Karfreitag verbrachten wir im Wald, wo BM aufgeregt suchte und fand, Zwee jedoch nach all der Freude über Eier Geschenktüten nicht halb so spannend fand. Das Wetter war recht durchwachsen, aber trotzdem gab es viel frische Luft für alle. Mittags machte ich mit Zwee zusammen Mittagsschlaf -  seit Monaten mal wieder, denn ich bin kein Mittagsschläfer, weil die Arbeitswoche mich echt entschärft hatte. Es war so schön, mit dem kleinen warmen Mädchen zu kuscheln.

Ostersonntag waren wir im Dorf, wo in Windeseile allerhand Geschenke gefunden wurden. Dann spielten die großen Mädchen stundenlang lieb miteinander, Zwee spielte Weggehen (Djie!) und Wiederkommen (Aja!) am Gartentor und Krümel kuschelte sich einmal durch die ganze Familie. Ist der klein und niedlich!

In der Woche nach Ostern führen wir für drei Tage nach Perleberg. Wir hatten ein sehr schönes Ferienhaus, rundherum Wiese, null Autoverkehr, eine Minigolfbahn, die BM wild den Schläger schwingend ausprobierte und Zwee als Klettergerüst nutzte, Enten und Schafe und zwei kleine Spielplätze. Nicht viel los, aber genau das richtige für einen Kurzurlaub mit kleinen Kindern.

Wir hatten erstmals Halbpension, was ganz gut klappte, wenn man von dem großflächig um Zwees Hochstuhl verteilten Essen absah. BM war richtig groß. Ging mit großen stolzen Schritten allein auf Toilette und Hände waschen und schaute dann in der Kinderecke einen Trickfilm. Manchmal nahm sie auch Zwee mit, so dass wir fast in Ruhe essen oder den Kaffee austrinken konnten.

Die Kinder schliefen zum ersten Mal in einem Zimmer. Natürlich gingen sie nacheinander ins Bett (Zwee zur Zeit unter starkem Protest und mit allerhand Genöle), aber nachts störten sie sich überhaupt nicht. Eine Nacht mussten wir Eltern uns dann doch wieder auf die Kinder aufteilen, weil BM erkältet war,  im Schlaf wegen Kopfschmerzen jammerte und nicht zur Ruhe kam. In der letzten Nacht schliefen wir aber alle DURCH. Halb acht kam BM rüber und weckte uns mit den Worten, dass die Kinder schon lange wach seien. Na ja, lange bestimmt nicht, aber immerhin ganz ohne Gemecker. Wir waren jedenfalls rundum zufrieden.

Der Tierpark in Perleberg ist definitiv einen Besuch wert. Er ist recht überschaubar und somit gut von kleinen Beinen zu erlaufen. Alles einheimische Tiere, die zum Teil auch gefüttert werden dürfen. Mit den Rehen hatten wir sehr viel Spaß, wobei wir ja alle eher ängstlichit Tieren sind und das Futter somit nicht aus der Hand fressen ließen. Ich fühlte mich sehr zurück versetzt in einen Wildpark im Frankenland, wo wir mit BM waren, als sie ziemlich genau so alt war wie Zwee jetzt.

Ach ja, und die Bären (Teddy!) waren richtig toll und konnten viel näher beobachtet werden als im Berliner Tierpark.

Wie der zu Hause angekommen war ich am Samstag fast fünf Stunden lang brunchen und quasseln mit den Ex-Arbeitgeber-Survivers anlässlich eines 40. Geburtstag. Am Sonntag lösten mein Bruder und ich einen Gutschein vom Osterhasen ein und ließen die Ferienit den großen Mädels im Kino ausklingen. BM konnte der Hanung zwar noch nicht so richtig folgen, aber PL und ich sorgten dafür, dass sie sich nicht allzu sehr gruselte.

Alles in allem war es ein richtig schöner Osterurlaub mit ganz viel Zeit zu viert.