Montag, 22. Mai 2017

Superpapa & Superwochenende

Heute Vormittag nutzen wir vier das schöne Wetter und machten eine Radtour. Soweit so schön - bis BMs Vorderreifen plötzlich Platz war.

Während ich noch grübelte, wer von uns jetzt nach Hause eilen und das Auto holen sollte, hatte R. eine andere Idee. BM quetschte sich zu Zwee in den Anhänger. R. radelte die schwere Ladung geschwind nach Hause... und stemmte dabei noch in der rechten Hand BMs Fahrrad. Ich vermute, morgen wird der Superpapa davon einen ordentlichen Muskelkater haben, und ich konnte kaum hinsehen, aber alle drei (und ich als Nachhut) kamen wohlbehalten wieder nach Hause.

Generell war es ein richtig schönes Wochenende. Es begann am Freitag Nachmittag mit 1,5 Stunden ganz allein zu Hause. So oft habe ich das nicht, aber diese Woche tatsächlich zweimal. Ich killte in Ruhe ein paar Frösche und schaute etwas fern. Dann kam R. nach Hause. Wir kochen ein Gericht aus unserer aktuellen Kochbar und schafften es diesmal sogar aufzuessen bevor die Kinder aus dem Wald nach Hause gebracht wurden.

Im Bett schaute ich mit BM den Anfang von Harry Potter. Ein Test, ob das schon was für sie ist. Irgendwann kam Zwee dazu und quetschte sich noch zwischen uns, so dass ich mit beiden Mädels kuscheln konnte.

Am Samstag war ich fast den ganzen Tag mit meiner Mutti shoppend unterwegs. Während sie nur eine einzige olle Strickjacke fand, schleppte ich bald reichlich Tüten.

Kaum war ich zu Hause angekommen, zogen wir los zum großen Spielplatz. Zwee rannte freudig hin und her und buddelte vergnügt. BM traf eine Mitschülerin mit der sie lange am Karussell spielte. Ich konnte kaum hinsehen, wie BM da drauf im Kreis rannte und zwischendurch immer wieder über ein daraufliegendes Kind sprang wie bei einem Hürdenlauf.

Abends kuschelten wir drei Mädels auf der Couch und schauten weiter Harry Potter bis es Zwee erwartungsgemäß doch zu gruselig wurde und sie mit R. schon mal nach oben ging. BM schaute tapfer wieder. Es erinnerte mich sehr an ihr erstes Mal "Eiskönigin", sie hatte verdächtig feuchte Augen, wollte aber unbedingt weiter gucken. Na, mal gucken, ob wir demnächst das Ende noch angucken oder lieber noch ein bisschen damit warten.

Heute früh kam seit langem mal wieder BM nach oben zum kuscheln. Mein süßes großes Mädchen!

Dann die Radtour - siehe oben. Und dann kam meine ehemalige Kollegin H. zu Besuch. Sie war auf der Durchreise von UK nach Polen und hat sich kein Bisschen verändert. Es war lustig und schön, im Schnelldurchlauf zu quatschen bevor sie schon weiter mussten.

Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Garten. BM ging noch ein Stündchen rüber zu ihrer Freundin während Zwee ausgiebig die Erdbeerpflanzen goss.

Und schwups ist das schöne Wochenende schon wieder vorbei. Wie gut, dass es eine ganz kurze Woche wird. R. hat komplett frei, ich muss nur Montag arbeiten, ab Mittwoch sind Ferien und wir fahren ein paar Tage ins Erzgebirge.

Dienstag, 16. Mai 2017

Qualle

Neulich bastelten BM und PL im Dorf allerhand Dekodinge. Unter anderem auch eine "Qualle", die Opa aus Quatsch für sie an die Flurlampe hängen musste. Dort durfte sie natürlich nicht bleiben, aber die Kichermäuse sagten immer wieder, dass sie in Omas Schuppen gehängt werden solle. Oma war total dagegen.

Darum hat sie sich auch ziemlich erschrocken als sie ein paar Tage später die Schuppentür öffnete und das Ding da hing.

Ich sag's mal so: Bislang hängt die Qualle noch.


Für Opa hing übrigens neulich dieses Klebebandkunstwerk von den großen Mädels an "seinem" Schuppen:


Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag

Am Muttertag kuschelte Zwee (die in unserem Bett geschlafen hatte) mich wach. Kurz darauf kam eine noch etwas morgenmuffelige BM dazu und ich wurde mit Gebasteltem und Gemaltem beschenkt:



Dann kuschelten wir alle nur kurz weiter bevor wir ins Dorf zu meiner Mutti fuhren. Dort hatten wir einen schönen, sonnigen Vormittag. Die Kinder spielten schön miteinander (d.h. sie verwandelten das ganz Enkelkinderzimmer in eine Höhle). Zwee schaffte es zum ersten Mal ein paar Meter selbständig mit dem Dreirad zu fahren und drehte dann schneller werdende Runden mit dem Laufrad. BM dafür mal etwas ruhiger und spielte lieber Karten mit uns. Dann konnte ich sogar noch ein kleines Nickerchen auf der Gartenliege machen. Perfekt!

Danach hatten wir einen gemütlichen Nachmittag R.s Mutti mit der alljährlichen Muttertagsbowle. Wir konnten fast in Ruhe quatschen während die Mädels und ihr kleiner Cousin lieb spielten... Außer Opa, denn der wurde von den Kindern voll in Beschlag genommen.

Der Tag klang dann mit ganz viel Kuschelei aus. Erst schlief Zwee in meinen Armen ein und dann lag ich  noch lange bei BM im Bett wir erzählen uns was.

Samstag, 13. Mai 2017

Luftballons

Irgendwann in den 90ern waren meine Eltern mal Abends aus und nein Bruder und ich schauen uns im Schlafzimmer "Es" an. Größtenteils von unter der Bettdecke. Später war es lange eins meiner Lieblingsbücher. Neulich sah ich den Trailer für die Neuverfilmung und gruselte mich gehörig. Ich bin nicht sicher, ob ich den Film sehen werde, denn er ist sicher nichts für mein Mamaherz.

Nun rief mich gerade BM weinend an ihr Bett. Sie hatte schon kurz geschlafen und nun Angst wegen eines Albtraums. Erst wollte sie ihn nicht erzählen, aber ich meinte, dass das vielleicht helfen könne. Sie solle ihn erzählen und zu ihrem Traumfänger hochschicken...

Sie hatte den Traum schon mehrmals: Da sind Luftballons, die sie nicht festhalten könne, und wenn sie wegfliegen, habe sie so ein schlechtes Gefühl.... Und da hängen auch Menschen dran.

"Irgendwelche Menschen oder deine Menschen?" fragte ich.
"Meine Menschen."
"Mama auch?"
"Ja."

Wie gruselig ist das denn, bitte schön?!!!!

Arme BM. Mama ist da und passt auf dich auf!

Ruhe im Bad

BM kam heute früh von einer Übernachtungsgeburtstagsparty beim Nachbarsmädchen nach Hause, packte einträchtig mit Zwee das Mitgebsel aus, teilte ihr Naschi und lockte dann ihre kleine Schwester ins Bad.

Einträchtiges Geplapper dringt durch die vorsorglich geschlossene Tür. Die Kinder waschen den kleinen Mitgebsel-Gummigecko. Ein leicht schlechtes Gewissen scheinen sie zu haben, jedenfalls schauen sie schuldbewusst auf als ich ins Bad komme. Aber noch schwimmt das Bad nicht, alle Ärmel sind noch trocken und ich genieße meine gut gelaunten Kinder.

Sonntag, 7. Mai 2017

Schnipp Schnapp, Haare ab

Seit Monaten versuchte ich BM zu überzeugen, dass wir ihr die fusseligen Haare abschneiden sollten. Nachdem sie immer darauf bestanden hatte, dass sie unbedingt die Haare weiter wachsen lassen will, überraschte sie mich sehr, als sie plötzlich zustimmte.

Eigentlich sollten die Haare nur so weit abgeschnitten werden wie Zwees. Ich sollte ihr aber auch unbedingt einen Zopf abschneiden. Dabei neigte sie offenbar den Kopf etwas nach vorn, so dass ich letztendlich mehr als geplant abschnitt. Aber es sieht wirklich toll aus! Also der Schnitt ist nun natürlich nicht besonders professionell, aber die Länge steht BM wirklich gut.

Vor Schreck verdrückte sie zwei - wirklich nur zwei - kleine Tranchen. Aber ich erklärte ihr, wie es passiert war und dass sie doch eigentlich sowieso nie einen Zopf haben wolle, so dass die Haare nur im Gesicht herum hingen. Und dann war sie plötzlich - zum Glück - auch sehr zufrieden und freute sich, dass sie in der Familien-WhatsApp-Gruppe die positiven Kommentare ihrer Familie selbst lesen durfte/konnte.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Drei Jahre Zwee

Meine wunderbare kleine Zwee, unglaubliche drei Jahre bist du nun schon alt und du machst deine Familie jeden Tag sehr glücklich. Du bist ein richtig großes Mädchen geworden und es macht riesigen Spaß, jeden Tag neue Facetten deiner Persönlichkeit zu entdecken. Du wirst nicht müde zu erklären, dass du "tein tleines Baby" mehr bist. Baby pullern ein und tattern ein, aber du natürlich nicht. Manchmal bestehst du darauf ein "doßes" Mädchen zu sein, aber meist ist auch "tleines" Mädchen vollkommen okay - nur eben definitiv kein Baby.

Du bist immer noch sehr, sehr anhänglich. Du umarmst deine Menschen und kuschelst sehr gerne. Für mich gibt es kaum ein schöneres Gefühl als dich im Arm zu halten. Du bist so warm und weich und du hältst mich so fest wie es deine kleinen Muckis erlauben. Dabei schmiegst du gern deine Wange an meine und rüttelst dein Köpfchen als wolltest du dich in ein Kissen einkuscheln. "Meine liebe Mama! Tuschel mich!", sagst du und mein Herz schmilzt.

Aber auch deinen Papa und deine große Schwester hast du sehr lieb. Wenn dein Papa mal später nach Hause kommst, hältst du ihn doll lieb und sagst ihm "Ich hab dich demisst!". Wenn du BM morgens begegnest (und ihr nicht noch allzu morgenmuffelig seid), stellst du dich vor sie und breitest deine Ärmchen aus. Dann umarmt ihr euch so eng, dass man vor lauter dunkelblonden Haaren gar nicht erkennen kann, wer wer ist.

Überhaupt spielst du jetzt immer mehr mit BM, was sicher daran liegt, dass du jetzt BMs Spielerklärungen verstehst und du auch immer verständlicher sprichst, so dass auch BM dich versteht. Am liebsten spielt ihr zusammen auf der Couch. Dann baut ihr euch eine Höhle oder ein Auto aus Kissen, kuschelt, erzählt und gackert gemeinsam. Immer öfter seid ihr richtig lange in einem Kinderzimmer verschwunden und spielt dort zu zweit. Dann findet man euch schon mal am helllichten Tag bei heruntergelassenen Rollläden in Zwees Bett, wo ihr euch eine CD anhört.

So lieb du deine BM hast, bist du doch manchmal ganz schön zickig zu ihr. BM soll nicht näher an mir sein als du. Sie darf niemals beim Zähneputzen auf der Toilette sitzen, denn das ist offenbar dein Platz. Wenn sie dich tröstet oder Quatsch macht und dabei nicht schnell genug merkt, dass du dafür gerade keinen Nerv hast, kneifst du BM oder ziehst ihr an den Haaren. Neuerdings sagst du mir dann auch mal, dass du BM gar nicht lieb hast - mit einem herausfordernden Blick in ihre Richtung, was deine Schwester manchmal sehr traurig macht. Keine Ahnung, was manchmal diesen kleinen Kobold in dir weckt.

Generell zeigst du oft sehr anschaulich, dass das Leben als Dreijährige manchmal ganz schön schwierig ist. "Und das is demein!", findest du. Ich kann dich nicht mehr so viel schleppen, wie du es gern hättest. Man muss immer vor und nach dem Schlafen auf die Toilette gehen. Man muss auch zwei mal täglich Zähne putzen und kann nicht jeden Tag ein "Deid" und eine "Humphose" anziehen. Man kann nicht nur Wiener oder Käse ohne Brot essen. Mama kriegt es nicht hin, das Wasser in exakt der richtigen Menge in deinen Becher zu gießen. Und gelegentlich fällt auch ein doofer Sack Reis in China um und macht dir das Leben schwer.

Aber allermeistens hast du richtig viel Spaß am Leben. Du tanzt und hüpfst übermütig. Du singst Lieder bzw. das was du gerade siehst ("Hier müssen wir abbiegen. Da ist schon die Kita. Eins, zwei, drei, vier, fünf..."), und manchmal einfach aus lauter Freude "lalalala".

Du bist eine kleine Quatschmaus und weißt schon genau, wie du uns zum Lachen bringst. Dann erzählst du etwas und das kleine Grübchen verrät den Schalk. Dann frage, ob das wirklich so ist und du sagst "Neeee". Oder du schwingst die Ärmchen und läufst dabei lustig.

Bei größeren Menschengruppen bzw. in Begrüßungssituationen bist du immer noch sehr zurückhaltend und schüchtern. Dann bist du am liebsten erstmal auf dem Arm und vergräbst dein Gesicht. Mittlerweile taust du aber meist recht schnell auf.

Wir haben demnächst noch das Entwicklungsgespräch in der Kita, aber auch so sieht man, dass du ein ganz tolles Kitakind bist. Wenn du es dir aussuchen könntest, würdest du zwar lieber zu Hause bleiben, aber wenn du erstmal da bist, winkst du meistens fröhlich am Fenster und hast dann einen tollen Tag. Wenn wir dich abholen, finden wir dich oft bei einer Erzieherin, die mit euch singt oder Bewegungsspiele macht. Wenn ihr draußen seid, bist du entweder im Buddelkasten, auf der Schaukel oder du rast im Karacho auf einem Bobbycar den Berg hinunter.

Auf dem Spielplatz bist du eher vorsichtig, mit etwas Ruhe kann man dir aber gut erklären, wie du irgendwo hinauf oder entlang kommst. Das setzt du dann gut um, gern mit ein paar Jammerlauten... Aber sobald es geschafft ist, rennst du sofort wieder los. "Das matt Spaß! Ich will nott mal!"

Ich glaube, vom Late-Talkerchen ist nicht mehr viel übrig. Du quasselst du ganze Zeit. Manchmal, wenn du sehr übermütig bist und aufgeregt ein Erlebnis schilderst, versteht man kaum ein Wort. Aber meistens können wir dich sehr gut verstehen, und ich finde, du kannst eigentlich fast alles sagen bis hin zu ziemlich langen Sätzen und Geschichten.

Viele Konsonanten ersetzt du noch mit "d" oder "t" - zum Beispiel dott - doch, nott - noch, aut - auch. Aber so richtige Sprechblüten gibt es nicht allzu oft, sondern die Wörter und Sätze sind schon nahezu korrekt.

Stipt's? - Stimmt's?
Das stipt nicht, Papa! - Das stimmt nicht, Papa!
Natöllich! - Natürlich! (z.B wenn man sie bittet, etwas zu tun)
Hetty Hetty - Hello Kitty
Der defällt mir wun-der-schön!
Die Fau Doktor war sooo nett!

Bei ein paar Wörtern hast du dir scheinbar eine etwas unkonventionelle Bedeutung zurecht gelegt:

Ich will nicht selber (=alleine) bleiben. Ich will nicht selber (alleine) schlafen.
Montat (Montag) will ich das wieder anziehn. Montat wollen wir das not mal matten (Montag wollen wir das noch mal machen). Ja, Montag schein für dich eine universell einsetzbare Zeitangabe zu sein.

Mit dem Schlafen ist es noch ein wenig auf und ab. Manchmal hörst du recht ruhig eine CD und schläfst irgendwann ein, oft bist du aber auch sehr traurig, wenn ich nicht mit dir "tuschel". Viele Nächte schläfst du dann durch die ganze Nacht. Dann aber gibt es wieder Zeiten, wo du jede Nacht aufwachst und wir dich zu uns ins Bett holen. Dort schläfst du dann immer gleich glücklich und zufrieden weiter.

Bei all den Dingen, die du zurzeit entdeckst und erlebst, brauchst du eben doch immer wieder einen Rückzugsort. Dann wird die Nabelschnur eingestöpselt und du weichst nicht von meiner Seite.

Und ganz ehrlich: Ich genieße deine Schmuseeinheiten so sehr! Und solange du es möchtest, wirst du in meinen Armen immer Sicherheit und Geborgenheit finden.

Zwees 3. Geburtstag

Angesteckt von ihrer Kitafreundin war Zwee nun schon geraume Zeit ganz schön aufgeregt wegen ihres Geburtstags. Nun endlich war der ersehnte Tag da.

Als ich ihr vor ein paar Tagen sagte, dass wir sie an ihrem Geburtstag mit "Happy Birthday" wecken würden, lachte sie und meinte, dass sie doch an ihrem Geburtstag ausschlafen müsse. Das ging aber natürlich nicht, weil BM zu Schule musste. So weckten wir unser kleines Geburtstagsmädchen also um 6:30 Uhr. Als wir anfingen zu singen, war Zwee noch so müde, dass sie sich erstmal wegdrehen musste. Dann freute sie sich aber doch, dass es endlich soweit war.

Die Aufregung muss ihr aber auch ein bisschen unheimlich gewesen sein, denn als ich sie die Treppe hinuntertrug hielt sie sich mit einem kleinen warmen Händchen an meinem Kinn fest. Als sie die Geschenke sah, hatte sie aber kaum noch Zeit, die Kerzen auszupusten. Also halfen BM und ich ihr schnell dabei bevor die beiden Mädels - gleichermaßen aufgeregt - die Geschenke gemeinsam auspackten.



Unter dem weißen Tuch stand der Puppenwagen, den BM ihrer kleinen Schwester geschenkt hat. Wir hatten vor einiger Zeit mal darüber gesprochen, dass sie ihn doch eigentlich nicht mehr braucht, aber da war sie noch nicht so sicher, ob sie ihn weggeben wollte. Letzte Woche hatte sie dann Zwee gefragt, ob sie lieber mal den Puppenwagen oder das Puppenbett haben wolle. Zwee verstand die Frage zwar nicht so ganz, wollte aber den Puppenwagen haben. Und dann hat unser großes Mädchen uns geheimnisvoll mitgeteilt, dass sie ihn Zwee tatsächlich schenken wolle. Zwee hat sich auch darüber gefreut, aber erstmal nicht wirklich verstanden, dass der von BM ist. Tatsächlich meinte sie später, dass BM ja genau denselben hätte.

BM musste natürlich in die Schule, aber R. und ich hatten uns freigenommen, um mit Zwee einen schönen Geburtstagsvormittag zu dritt zu verleben. Zwee wollte auf einen Spielplatz, aber es schüttete leider, so dass wir also in einen Indoorspielplatz fuhren. Dort war Zwee das zweite Kind und es blieb die ganze Zeit erfreulich leer, so dass Zwee nach Herzenslust alles ausprobieren konnte. Die großen Rutschen waren ihr allesamt zu schnell, aber Go-Kart-Fahren mit ihrem Papa, das Kleinkindklettergerüst mit Minirutsche und vor allem die verschiedenen Ballkanonen bereiteten ihr richtig großen Spaß - und uns auch, weil wir unserem gar nicht mehr klitzekleinen Mädchen dabei zusehen konnten.


Nach dem Mittagessen fuhren wir los, um BM aus der Schule abzuholen. Zwee schlief plangemäß im Auto ein und machte dort einen ausgiebigen Mittagsschlaf vorm Haus während BM mir prima bei den Vorbereitungen für die Party half.

Als Zwee aufwachte freute sie sich über die Ballons und das Glitzerkonfetti. Schnell noch chic gemacht und dann kamen schon die Omas und Opas, der kleine Cousin MF mit seinen Eltern und Onkel B. Leider konnten PL und SJK konnten mit ihrer Mama leider nicht kommen, weil sie beide krank waren. Die drei Kinder hatten aber auch so großen Spaß mit einander und bearbeiteten einvernehmlich Zwees neue Knete:



Zum Abendessen gab es Nudeln - wie vom Geburtstagskind gewünscht. Und dann zockte sie noch eine Runde mit Opa V.:


Als Ruhe im Haus einkehrte kuschelte ich noch lange mit meiner Zwee in ihrem Bettchen. Wir spielten Rückenmalen und immer wieder drückte Zwee so doll die kleinen Ärmchen können an sich. Und so ging dieser schöne 3. Geburtstag gemütlich und ganz nach unserem Geschmack zu Ende.

Dienstag, 2. Mai 2017

Verunfallt

Irgendwie ist da gerade der Wurm drin:

Zwee humpelt immer noch von ihrem Trampolinunfall.

Ich humpele wegen eines fiesen Fersensporns.

Dann ließ sich Zwee beim Quatsch-Machen im großen Bett aus dem Sitzen nach hinten fallen und donnerte mit ihrem Kopf auf meine Nase, so dass es laut knirschte und die Nase blutete. Gebrochen war sie vermutlich  nicht, war aber tagelang geschwollen.

Zu guter Letzt fiel BM auf dem Weg zur Schule hin. Ich sah es aus dem Auto, da sie aber sofort wieder aufstand, dachte ich mir nichts weiter dabei und fuhr mit Zwee weiter zur Kita. Erst beim Abholen sah ich, dass sie eine Schürfwunde über dem rechten Auge hatte. Tatsächlich hatte sie wohl auch geweint, und ich Rabenmutter hatte es nicht bemerkt und sie nicht getröstet. Das hat mir so leid getan! ... auch wenn BM das im Nachhinein lässig abgewunken hat.

Nicht lustig

BM ist mit dem Essen fertig und, weil sie eben BM ist, kann nicht mehr still sitzen. Sie hampelt herum bis sie plötzlich vom Stuhl fällt. Sofort springt sie zurück auf den Stuhl, ich will schimpfen, muss dann aber lachen, weil sie grinsend behauptet, dass sie nur mal kurz was nachgucken wollte.

Also lachen wir beide zusammen. Daraufhin Zwee: "Das is wirklich nich lustich!"

Geschnipseltes im April

Die alte Leier: Zig Mal vorgenommen zu bloggen, zig Mal nicht dazu gekommen. Dabei hätte es neben den alttäglichen Niedlichkeiten unserer tollen Kinder - die beide zurzeit sehr ausgeglichen sind - so viel zu berichten gegeben.

Also mal wieder nur ein Blitzlicht:

Wir waren zu viert im Berliner Zoo. Da wir den größten Teil unseres Lebens nah am Tierpark wohnten, hatten wir den Zoo nie so richtig auf dem Schirm. Tatsächlich war ich nur ein einziges Mal vor über 25 Jahren dort. Jedenfalls hatten wir alle richtig Spaß zusammen. Der Spielplatz war den Kindern natürlich am wichtigsten, aber auch die Tiere weckten einiges Interesse. Am Ende waren wir alle ziemlich fußlahm und belohnten uns mit einem Restaurantbesuch, den die Kinder ebenfalls prima mitmachten.


In den Osterferien fuhren wir nach Plau am See. Bevor wir loskonnten, musste BM ihre zum Daheimbleiben verdonnerten Kuscheltiere aber noch gemütlich einmummeln. Ähem. Wer micht schon lange kennt, weiß, dass ich meine Kuscheltiere ebenfalls jahrelang so verwöhnt habe.



In Plau am See hatten wir ein schönes großes Ferienhaus, so dass meine Eltern und PL zwei Tage mitkamen. Ein Highlight war die Sommerrodelbahn, wo wir in Nullkommanix über 30 Fahrten absolvierten. Vor allem Zwee flippte schier aus vor Freude und rannte immer wieder so schnell sie konnte zum Start. PL und BM fuhren wie kleine Henker, denn "Das Wort bremsen kenne ich nicht!" und "Höchstgeschwindigkeit!!!!!"

Meine Eltern, die großen Mädels und ich verbrachten einen langen Tag im Schwimmbad mit rutschen, rutschen, rutschen und Fangespielen im Wasser. Zwee konnte wegen einer Erkältung leider nicht mit und machte derweil mit R. eine Radtour.

Leider war das Wetter dann nur kurz so...

... bevor es immer wieder regnete.

Das Urlaubshäuschen war aber sehr geräumig, so dass man es sich auch drinnen gemütlich machen konnte. Nun kann auch Zwee schon ganz gut Uno (Extrem) spielen, natürlich noch mit offenen Karten. Aber keiner sagt so niedlich "Glück gehabt!" wie Zwee, wenn aus der Kartenkanone keine Karten geflogen kommen.

Zwischendurch lockerte es zum Glück immer mal auf, so dass wir auch zwei schöne Radtouren machen konnten. Ich liebe es, meine Familie so zu sehen:


Zu Ostern waren wir wieder zu Hause und verbrachten die Feiertage im Wald und im Dorf, wo der fleißige Hase allerhand Geschenke versteckte.


Im Dorf waren jedoch nicht nur die Eier bunt, sondern die auch die Haare der Kinder, weil PL neue Haarfärbekreide (wie heißt das wohl richtig?) ausprobiert werden musste. Mit Abstand am besten leuchtete die Farbe aber in Opas weißem Haar. Aber was macht man nicht alles für das Amusement der Enkelkinder?


BM scheint mittlerweile viel besser in der Schule angekommen zu sein. Vielleicht liegt es an den Erfolgserlebnissen, die sie nun auch im Alltag hat, wenn sie unterwegs etwas lesen kann oder bei längeren Autofahrten mit uns Kopfrechnen übt. Nach einer längeren Klositzung findet man dann schon mal so eine Einladung neben der Toilette:

BM uns Zwee spielen sehr viel und weitgehend harmonisch miteinander. Vor allem Rollenspiele: Stundenlang bauen sie Autos oder Betten auf der Couch. Dann ist meist BM die Mama, Zwee die große Schwester und die Püppis sind die Babys. Eines Tages ging es darum, dass Zwee sich am Bein verletzt hatte. Also wurde sie verbunden und im Rollstuhl a.k.a. BMs Schreibtischstuhl umhergeschoben.

Am nächsten Tag ging es ins Havelland. Uroma hatte alle Kinder, Enkel und Urenkel eingeladen, um ihren 87. Geburtstag mit einem gemeinsamen Wochenende zu feiern. Wir hatten ein riesiges Ferienhaus/Ferienlager, in dem wir 12 Erwachsenen und 6 Kinder locker Platz fanden und allerhand Freizeitmöglichkeiten vorfanden. Unter anderem gab es ein Trampolin. Leider ist BM dort schon kurz nach der Ankunft so unglücklich gestürzt, dass sie sich ihr armes kleines Knie verdreht hat. Als ich auf Arbeit gerade aus meinem letzten Termin kam, erwartete mich also eine Nachricht von R. - aus dem Krankenhaus Havelland. Zum Glück war nichts gebrochen, aber trotzdem verbrachte Zwee das Wochenende (und die folgende Woche) auf dem Arm und im Kinderwagen.

Das Wochenende hat trotzdem allen richtig viel Spaß gemacht. Obwohl die kleinen Cousins und Cousinen 2. Grades sich nicht oft sehen, spielten sie ohne Unterlass toll miteinander. Vor allem BM und F. waren unzertrennlich.




Direkt im Anschluss daran flog R. mit A. nach Mallorca. Die beiden holten endlich die Fahrradtour nach, die R. 2014 abblasen musste, weil ich schwanger mit Zwee im Krankenhaus lag. Eine Superleistung, Männer!



Zwee musste derweil wegen ihres Knies leider eine Woche zu Hause bleiben. Das warf mich auf Arbeit zwar wieder ziemlich zurück, aber ich muss zugeben, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe. Zwee ist ja immer sehr kuschelig, aber an diesen unmobilen Tagen war sie unendlich verschmust. Am Freitag konnte sie dann schon wieder ganz gut laufen und verbrachte den Tag bei meiner Mutti. Die beiden nutzten den Tag und fuhren zum Alex damit Zwee sich einen Build-a-Bear aussuchen konnte. Es wurde ein süßer Affe namens Emma - denn alle Puppen und Kuscheltiere heißen derzeit Emma. Am Samstag war Zwee zu ihrem allerersten Kindergeburtstag eingeladen. Ich war mit dabei und fand es total süß, sie mit den ebenfalls eingeladenen Kitakumpels zu sehen.

Als letzte Amtshandlung im April schnitt ich endlich Zwees Haare. Ich hatte mich lange davor gedrückt, weil die Spitzen so schön blond waren. Nachdem Zwees zunächst dunkelbraunen Haare ausgefallen waren, wuchsen sie ja blond nach. Bislang hatte ich sie nur einmal kurz nach ihrem 1. Geburtstag ein wenig in Form geschnitten bzw. bis vor einigen Monaten den Pony kurz gehalten. Den Pony lassen wir nun zwar herauswachsen (was total nervig ist), aber die hellen Spitzen mussten nun wirklich ab:



Ha, nun habe ich also endlich diesen Blog-Frosch gekillt und kann zufrieden schlafen gehen.

Montag, 10. April 2017

Wer den Schaden hat...

... braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Zum Beispiel R., als er sich gestern im Urlaubshäuschen auf einen Stuhl setzen wollte und dieser unter ihm in die Grätsche ging und zusammenbrach...

... und mein Vati, der im Dunkeln aus dem Bad kam und geradeaus ins Schlafzimmer gehen wollte. Da war aber nicht die Tür, sondern nur ein Spiegel, in dem sich die Badezimmertür spiegelte.

Sonntag, 9. April 2017

Läpläp und Plätlät

Endlich Urlaub! Die letzten Wochen waren für uns alle ziemlich anstrengend. Zuletzt war sogar bei Zwee die Luft raus und sie wollte gar nicht mehr in die Kita gehen, obwohl sie sich doch sonst immer darauf freut.

Nun haben wir es aber geschafft und sind auf dem Weg in den Urlaub. Die zweistündige Autofahrt ist quasi die Generalprobe für die geplante lange Fahrt nach Österreich. Bislang herrscht Ruhe auf der Rückbank...

... presented by Läpläp (1) und Plätlät (2).

(1) Zwees Wort für Tablet
(2) früher BMs Wort für Tablet

Montag, 3. April 2017

Oben hui, unten pfui

... oder wie ich mal Zwees Kleiderschrank ausmistete während Zwee gleichzeitig allerlei Krempel hinein schleppte, um sich dort vor einem Monster zu verstecken.

Donnerstag, 30. März 2017

Stullenlos

Auch in guten Zeiten gehöre ich eher zur vergesslichen Sorte Mensch. Wenn ich so wie jetzt viel Stress habe, ist das noch ausgeprägter.

Heute früh fuhr BM mit den Nachbarskindern in die Schule. So hatte ich viel Zeit, um die kleine müde Zwee zu wecken noch ein Buch vorzulesen und dann langsam bereit zur Abfahrt zu machen.

Erst als ich unten in die Küche kam, fiel mir ein, dass ich dort den ganzen Morgen noch kocht gewesen war... und somit BM ohne Pausenbrot und Getränk in die Schule geschickt hatte.

Mann ey! Wat man nich im Kopp hat, hat man inne Beene!

Also brachte ich erst Zwee in die Kita und fuhr dann doch noch in die Schule und brachte BM ihr Essen in den Klassenraum. Dort war es mucksmäuschenstill und alle Kinder arbeiteten mit ihren Rechenschiebern. So bekam ich also mal einen kurzen Einblick in den Schulalltag und noch ein Zusatzküsschen von meiner BM und war damit ein klitzekleines Bisschen versöhnt mit meinem Missgeschick.

Mittwoch, 29. März 2017

Verstopftes Ohr

Seit Monaten ist BM gefühlt ständig erkältet. Darum wunderte es mich zuerst nicht, als sie meinte, dass ich mal wieder ihr linkes Ohr sauber machen müsse, weil sie damit nicht gut hören könne. Ich dachte erst, es liege an einer Erkältung, aber als BM es dann über ein paar Wochen immer wieder sagte und außerdem ständig nur noch durch den Mund atmete ging ich mit ihr zum HNO-Arzt.

Dort stellte sich heraus, dass sie auf dem linken Ohr tatsächlich nicht gut hört. Das liegt aber (wahrscheinlich) nicht an einem Paukenerguss sondern an stark vergrößerten Polypen. Die sollen nun im Juni entfernt werden.

Puh! Auch wenn es ein totaler Routineeingriff ist, sind wir trotzdem ein bisschen angespannt, weil unser Mädchen operiert wird und eine Narkose bekommt. Andererseits bin ich irgendwie froh, dass der Arzt sofort erkennen konnte, was los ist, und wir nicht erst irgendwie herumprobieren oder abwarten müssen. Tatsächlich sollte der Eingriff nun auch recht schnell gemacht werden, da BM ja neue Zähne bekommt und da ein guter Lippenschluss auch kieferorthopädisch gesehen wichtig ist. Und vielleicht wird sie auch nicht mehr ganz so viel krank, wenn sie wieder ordnungsgemäß durch die Nase atmet.

Übrigens kann ich mich noch recht gut daran erinnern wie mir als Kind die Polypen herausgenommen wurden. Also zumindest daran wie ich vorher auf einem Krankenhausflur (?) auf einer Liege gelegen habe, dass meine Mutti bei mir war und wie ich "plötzlich" eingeschlafen bin.

Mittwoch, 22. März 2017

Ein doßes Bett

Zwees Windeln waren seit Anfang des Jahres nachts fast immer trocken. Wie versprochen bestellten wir daher ein "großes Bett", nur "leider" machte Zwee uns einen Strich durch unsere Bestellfristrechnung als sie dann früher als erwartet wirklich keine Windel mehr brauchte. Eine zeitlang konnten wir sie noch überzeugen, sicherheitshalber eine Windel anzuziehen, aber vor gut vier Wochen verweigerte sie die dann komplett.

Also erklärten wir ihr, dass das Bett nach Omas Geburtstag kommen würde. Für ein zweijähriges Kind ist das zugleich furchtbar lange und unvorstellbar. So mussten wir fast jeden Abend erzählen, was noch alles passieren müsse bevor ihr "doßes Bett" endlich kommen würde.

Ja, und dann schlugen wir noch eine Fliege mit diesem Streich. Seit wir Zwee aus dem Krankenhaus nach Hause geholt hatten, haben wir sie immer in den Schlaf begleitet. Zuerst stillend, dann auf dem Arm schaukelnd, später Bauch an Bauch auf dem Sitzsack sitzend, dann nach vorn blickend auf dem Schoß liegend und irgendwann im Herbst herum immerhin im Bettchen, aber einer von uns musste davor sitzen und ihrem Einschlafen beiwohnen. Das dauerte zuletzt oft weit über eine Stunde, und nach nunmehr 2 Jahren und 10 Monaten sehnte es uns doch nach einem früheren Feierabend. Also erklärten wir ihr immer mal wieder, dass große Kinder in großen Betten alleine einschlafen.

Daraufhin meinte sie erstmal, dass sie dann wie BM auch noch "einen Film tutten" wolle, denn das darf BM manchmal, wenn ich mit den Kindern allein zu Hause bin und stundenlang ihre kleine Schwester ins Bett bringe. Nein, ein Film durfte es nicht sein, aber eine CD (also eine Geschichte per Tablet, denn Zwee hat gar keinen CD-Player). Und eines Abends Anfang März, als ich Ausgang hatte, brachte R. Zwee einfach ins Bett und sie schlief alleine ein. Tatsächlich klappt das seitdem echt prima. Sie ruft noch ein paar Mal, weil sie eine andere Leo-Lausemaus-Geschichte braucht oder pullern muss, aber irgendwann dreht sie sich auf die Seite, liegt mit der Nase am Gitter und schläft ein. Trommelwirbel!

Aber zurück zum Bett. Am Sonntag war es soweit: Das Gitterbett, in dem BM 2,5 Jahre und Zwee 1,5 Jahre geschlafen haben, wurde abgeholt. Ich glaube, dieser Abschied ist mir als einzige schwer gefallen. Meine Babys sind groß und neue wird es bei uns nicht mehr geben. Dabei kann ich mich noch so gut an den Tag erinnern, als ich meinen Mann und seine Freunde in einem Anfall von Nestbautrieb nötigte, das Bett nach einer durchzechten Nacht und bei größter Sommerhitze aufzubauen... und an all die Stunden, die ich mit völlig verdrehtem Arm BMs Händchen hielt während sie es schaffte, händchenhalten durch das ganze Bett zu turnen.

Dann war es also weg und Zwee hatte 3 Nächte lang kein Bett. Eigentlich hatten wir geplant, dass sie dann einfach bei uns schlafen würde, aber die Kinder waren dagegen. Stattdessen sollte Zwee in BMs Bett und BM auf der Gästematratze schlafen. Wir ließen uns etwas widerwillig überreden - und tatsächlich klappte es wirklich prima. Die beiden machten noch ein bisschen Blödsinn, klar, gingen ein paar Mal pullern und diskutierten, welche Geschichte gehört werden solle ("Ich hab die Tatze Ants!" - Zwee hat Angst vor der Katze in einer Leo-Lausemaus-Geschichte). Als ich schimpfte und sagte, dass ein Bett zum Schlafen da sei, meinte Zwee genervt: "Wir weißen das!"
Während Zwee sich in BMs großen Bett sichtlich wohl fühlte, war ich jede Nacht ständig unten, um die im Schlaf frierende BM wieder auf ihre Matratze zu hieven, weil mein kleiner Wirbelwind ständig mindestens zur Hälfte daneben lag.

Montag und Dienstag wurde Zwees Zimmer gemalert, und heute war es endlich soweit: Das Bett wurde geliefert und aufgebaut. Wir haben ein bisschen umgeräumt, so dass Zwee jetzt ein richtig tolles, gar nicht mehr babyhaftes Reich hat.

Das Schlafengehen klappte ganz gut. Allerdings merkte ich gleich, dass die drei Abende zuvor BM wohl doch eine polizeiliche Aufgabe gegenüber ihrer kleinen Schwester ausgeübt haben musste. Heute kam Zwee mehrmals aus dem Bett, ging pullern, holte sich ein Buch und beschwerte sich über die Geschichte. Und als ich einmal am Zimmer vorbeischleichen wollte, saß der kleine Frechdachs ohne Hose auf ihrem neuen Teppich.

Zu guter Letzt ist Zwee aber gut eingeschlafen und ich hoffe, sie träumt jetzt etwas Schönes.

Montag, 6. März 2017

Ein Tag Frühling

Seit Wochen sind wir schon wieder in wechselnder Besetzung erkältet bis doll krank. Drumherum herrschte ständig Stress bei der Arbeit, wir hatten kaum Zeit zu viert und noch weniger zu zweit. Letzte Woche war R. so krank, dass er zu Hause bleiben musste. Als ich einen Tag trotzdem mal einen frühen Feierabend machte, fanden wir uns tatsächlich mal unter der Woche an einem Nachmittag zu viert beisammen. Dabei mussten wir feststellen, dass wir uns gar nicht erinnern konnten, wann wir zuletzt mal unter der Woche so einen gemeinsamen entspannten Nachmittag gehabt hatten. Es war sicher schon einige Monate her, denn meist kommt einer von uns erst zum Abendessen nach Hause. So kann es wirklich nicht weitergehen und wir haben uns gegenseitig versprochen, dass wir die Arbeiterei dringend einschränken müssen.


Das Wochenende war dann auch schon Balsam für die Seele. Zumindest am Samstag gab es wunderbares Frühlingswetter, so dass wir mit den Kindern einen Ausflug machten. Während R. und ich Hand in Hand spazierten fuhren die Mädels mit Laufrad und Roller voraus. Ja, Zwee kann jetzt mit dem "doßen dünen Laufrad" fahren und macht das echt prima.


Wir verbrachten einige Zeit auf einem Spielplatz, wo Zwee begeistert immer wieder rutschte, einen Umweg ums Klettergerüst rannte und dann wieder nach oben ackerte, um gleich wieder zu rutschen. Währenddessen sprang und kletterte BM wie - tja, wie ein großes Mädchen eben. Spielhäuser sind eben nicht mehr zum reingehen sondern zum obendrauf klettern da.

Dann fuhren wir noch ein wenig weiter und machten eine kleine Rast am Wasser, wo die beiden Schnatterenten ihr bestes gaben, mir ein Ohr abzukauen.

Nach der Mittagsruhe wollte BM unbedingt die Rollschuhe ausprobieren, die sie von ihrer großen Cousine geerbt hat. Ich sag's mal so: Rollschuhfahren ist gar nicht so leicht, wenn Kind und Mama dabei vor Lachen fast einpullern müssen.


Danach gingen wir noch mit den Zwillingen auf den kleinen Spielplatz, wo die großen Verstecken spielten und Zwee wieder total glücklich und stolz 84538 mal auf's Klettergerüst kletterte und rutschte, wobei sie vorher jedes Mal rief "Tann ich?" - und unbedingt auf einer Antwort bestand.

Abends hatte ich dann Ausgang, um den 40. Geburtstag unserer Nachbarin zu feiern. Wir waren sieben Frauen. Da wir uns zuvor nicht alle kannten, aber jeweils die Kinder kannten oder von Ihnen gehört hatte, wurde es schnell ein Running-Gag uns mit "Mama von" anzusprechen. Sagen wir mal so: Wir hatten alle einiges gemeinsam und hatten echt Spaß miteinander.

Tja, und während ich unterwegs war, überzeugte R. Zwee zum allerersten Mal, dass man sehr wohl auch alleine einschlafen kann, was sie auch prompt tat. Wow! Da ist Licht am Ende des Einschlaftunnels! Auch wenn Zwee (in der Regel) immerhin kein Einschlaftheater veranstaltet, war es in den letzten Wochen zunehmend nervig 1 - 1,5 Stunden im Dunkeln neben ihrem Bett zu sitzen bis sie endlich einschlief.

Am Sonntag waren wir dann nach langer Zeit mal wieder im Dorf. Dort konnten wir auch endlich den Geburtstagskrümel nachträglich knuddeln. Das Bobbycar betrachtete er noch mit Vorsicht, aber er wird sicher seinen Spaß daran haben. Zugegebenermaßen war das gute Stück ein Erbstück von seinen großen Cousinen, aber dafür haben diese es mit ganz viel Liebe und Spaß ordentlich sauber geschrubbt und verschönert.

Nach dem Mittagessen ging ich mit PL und Zwee zum Kinderflohmarkt, wo wir einige kleine Schätze fanden. Ich glaube, PL hat es auch Spaß gemacht, und auch wenn die meisten Sachen natürlich für deutlich kleinere Kinder waren. Barbies und Co. sind eben eher was BM, aber immerhin hat PL ein paar schöne Bücher gefunden.



Abschließend bauten die drei Mädels dann noch einen Slalomparcour auf und machten eine "Fahrradprüfung", für die sie zuvor schon "Radführerscheine" gebastelt hatten. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für coole Spielideen die beiden haben.

So war es insgesamt ein wirklich rundum gelungenes Wochenende.

Mittwoch, 1. März 2017

1 Jahr Krümel

Schwups, ein Jahr ist schon rum und unser süßer kleiner Neffe Krümel wird ein Jahr alt.

Tja, kleiner Schaltjahreskrümel (SJK), nun wirst du dir wohl dein Leben lang immer in drei von vier Jahren Witze darüber anhören müssen, dass du keinen Geburtstagstag hast. Trotzdem gratulieren wir dir recht herzlich zu deinem ersten Geburtstag und wünschen dir ganz viel Spaß bei all den coolen Sachen, die man als Kleinkind so erleben kann!


Sonntag, 26. Februar 2017

Restbestand

Es ist soweit: Zwee ist nun offiziell komplett windelfrei.

Tagsüber brauchte sie schon lange keine Windel mehr, und seit Weihnachten klappte auch der Mittagsschlaf ohne Windel. Seit mehreren Wochen waren die Windeln auch morgens trocken, aber - etwas faul - hatten wir keine Lust, sie schon wegzulassen und ggf. Unfallfolgen beseitigen zu müssen.

Hinzu kam, dass wir Zwee ein großes Bett versprochen haben, wenn sie keine Windel mehr braucht. Dieses ist auch bestellt, kommt aber erst in ein paar Wochen. Also behaupteten wir ihr gegenüber immer wieder, dass sie sicherheitshalber noch eine Windel anziehen müsse. Diese Woche war ich mit Zwee einkaufen, und versprach ihr, dass wir nun das allerletzte Päckchen Windeln kaufen. Wenn die alle wären und bis dahin immer trocken blieben, bräuchte sie keine Windeln mehr und könne ein großes Bett bekommen.

Tja, und vergaß ich gestern Abend (wirklich!) ihr eine Windel unterm Schlafanzug anzuziehen... und bemerkte es erst heute früh. Natürlich war alles trocken geblieben. Dieses Kind hat eine Blase wir ein Elefant!

Also werden wir die Windeln nun doch nicht mehr verwenden. Nachdem ich irgendwann im Sommer dachte, dass das mit dem Sauberwerden wohl noch lange dauern würde, weil Zwee sich weigerte, auf die Toilette zu gehen, und vor allem ihr großes Geschäft immer in die Hose machte, ging es nun eigentlich doch recht flink und problemlos.

Wir sind sehr stolz auf unser großes Mädchen!

Samstag, 25. Februar 2017

Geheimversteck

Im Wald beim Dorf gibt es ein Geheimversteck, das BM und PL immer mal wieder mit ihrem Opa aufsuchen und weiterbauen. Es ist ein Baum, der von Sträuchern umringt ist und mit Ästen und Moos weiter abgedichtet wird.
Heute verbrachte nun Nachbarsfreundin M. den Nachmittag bei uns. Nach einem Spielplatzbesuch, der Zwee so richtig happy machte, weil sie nämlich jetzt total gerne rutscht und es fast ganz alleine die Leiter auf das Klettergerüst hinauf schafft. Hochackern, klettern, rutschen und dann schnell wieder zum Anfang rennen. 20 mal.
Danach drehten die Mädels noch eine Rollerrunde - mehr und mehr "alleine", d.h. ich musste jeweils auf einem anderen Weg als sie zum nächsten Treffpunkt gehen. Irgendwann beschlossen sie dann ein Geheimversteck zu bauen.
Ich habe Tränen gelacht, denn mangels Zweigen und Laub wird es wohl sehr lange dauern bis sie sich darunter verstecken können.

Ein Puzzle matten!

Zwees Lieblingsbeschäftigung ist puzzlen. Ständig fordert sie uns auf: "Puzzle mich das!"... und dann puzzlet sie ausdauernd ein Puzzle nach dem anderen - natürlich noch mit Hilfe, aber trotzdem schon richtig gut.

Sonntag, 12. Februar 2017

Abgrundtief

Zwee ist ja sowieso eher vorsichtig. Gerade scheint sie aber eine Art Höhenangst entwickelt zu haben. Gestern traute sie sich nicht, von dem Hocker, der vorm Waschbecken steht, herunterzusteigen. Sie klammerte sich am Waschbecken fest und behauptete, dass sie das nicht (mehr) könne.

Auf dem Spielplatz mag sie nicht mehr die offene Treppe hochklettern, vor der Rutsche hat sie auch Angst.

Vorhin saß sie dann nach dem Zähneputzen auf der Toilette und traute sich nicht herunter. Ich gebe zu, dass ich sie sonst meistens runter hebe, aber die Fluglänge beträgt nur ca. 10 cm. Erst als ich meine Hand an ihre Seite legte, rutschte sie endlich runter, freute sich, weil das Spaß macht, wollte noch mal... und traute sich wieder nicht.

Dafür rannte, hüpfte und tobte Zwee vorhin eine halbe Stunde lang in Unterwäsche kreischend durchs Wohnzimmer -  So lange bis sogar ihre große Schwester sich irgendwann zum Ausruhen auf die Couch begab. Offenbar war Zwees Actionbedarf damit für den heutigen Tag gestillt.

Nun liegt sie im Bett und behauptet: "Schlafen is in mein Bauch nich din!" (Küsschen wohnen übrigens auch in Ihrem Bauch, aber davon hat sie noch ganz viele.)

Freitag, 27. Januar 2017

Super, Mama-Mädchen

Die Kita ist heute zu, so dass ich mit Zwee zu Hause bin. Das kleine Mädchen hat schön bis kurz vor 8 Uhr ausgeschlafen und ist bestens gelaunt. Wir spielen Häschen Hüpf und dabei lobt Zwee meine Würfel- und Puzzlekünste immer wieder und nennt mich dabei Mama-Mädchen,  so wie ich sie eben oft Zwee-Mädchen nenne. 

Dann singt sie das Meisenlied, aber mit Mama: "Kleine Mama, kleine Mama, tommst du denn her?"

Ich fress sie gleich auf!

Samstag, 14. Januar 2017

Pinguine

Wir gucken zu viert "Pinguine". So ganz in Ruhe und mit viel Platz auf unserer neuen Couch.

Bei Zwee heißen Pinguine übrigens Pommetien. 😂

Dienstag, 10. Januar 2017

Zwee spricht - Update

Da ich schon wieder nicht so richtig zum Bloggen komme, will ich wenigstens mal meine aktuelle Liste von Zwees Wortkreationen festhalten. Tatsächlich versucht sie sich nun an fast allen Worten, auch wenn sie nicht immer auf Anhieb verständlich sind, und spricht auch viele zusammenhängende Sätze. 

Hier eine kleine Auswahl der letzten Wochen:

Fisschen/Düsschen - Küsschen
Ich mal duuten - ich suche mal
Tutt mal -  guck mal
Nanojen -  verloren
Dis is nich ootich -  das ist nicht ordentlich
Manno! Das is raputt!
Das is hopfen -  es klopft
Hohter bum -  runter fallen
Waaß ich nich -  weiß ich nicht
Meine Mann / Meinatsmann - Weihnachtsmann
Da is ein Auto los. Das is Papa Auto. Papa Hause! (Als beim Schlafengehen draußen Scheinwerferlicht zu sehen war.)
Henni - Handy
Ich auch das essen. Ich nich Doße (Soße) essen.
Mein Fuß is weh.
Manno! Nicht justich! -  zu BM, die in der Wanne drängelt.
BM hört nich! (BM immer noch mit W am Anfang)
Papa is ein Dateldei (Nackidei). Papi hat ein Duupi 6 an.  (Schlüppi)
Morgens, als ich rhetorisch frage, warum sie bei uns im Bett liegt: Papa weckt mir!
Mein Denner is nich auf! - Mein Kalender ist noch nicht auf.
Automannen - Autofahrer
Feuermannen - Feuerwehrmann
Tapetut - Schlafanzug
Wats - Saft (besonders gern: Appelwats)
Da ist ein Huhu. Ich hab Ats. -  Da ist ein  Gespenst, ich habe Angst (regelmäßig, wenn die Waschmaschine schleudert.)
Das is mutzig. Ich ein noies Deid anziehen? - Das ist schmutzig. Kann ich ein neues Kleid anziehen?
Ich will annes dutten. - Ich will etwas anderes gucken. 

Besonders gesprächig ist Zwee, wenn sie im Bett liegt und eigentlich schlafen soll (oft eine ganze Stunde lang):

Sehr liebevoll zu dem Hasen-Kuschellappen als sie eigentlich schlafen soll: "Mein Baby is Emma! Emma is wei Dahte (2 Jahre) . Alles dut, Emma. Ich halt du. Ich Mama. Tita (Kita) is auch ein Emma."

Immer noch im Bett, nicht schlafend, mit den Armen lenkend: "Oma Daate (Oma R.) fahrt ich. Da fahrt ein Baby mit. Ich hroße Mädchen."

Und dann: "Ich will nicht schafen. Ich dann (kann) nicht schafen. Ich will watt (wach) bleiben!"

Ihr eigener Name klingt noch wie La..., aber dafür kann Zwee nun auch alle Namen ihrer Kitakumpels recht verständlich sagen.

Überhaupt kann sich schon richtig gut mit ihr unterhalten und mein Herz geht regelmäßig auf, wenn ich meine beiden Kinder beim Spielen beobachte und sie richtig Sachen absprechen.

Außerdem singt Zwee jetzt schon viele Lieder - sehr  inbrünstig und das ziemlich richtig. Ihr aktueller Favorit ist wohl "Grün, grün, grün". Dabei singt sie wirklich alle Farben durch, lange Zeit war der Schatz aber immer ein Automannen (Autofahrer), aus welchem Grund auch immer. Sie singt auch gern "Tanze (Sch)Neemann", wobei sie wie BM bei ihrem Weihnachtsprogramm allerliebst tanzt. Bei "Lalelu" singt sie Schuuuuuh und miiiiieeeede richtig lang aus. Sie kann auch "O Tannenbaum", "Schneeflöckchen", das Bibi-und-Tina-Lied und viele mehr. 

Mein kleines Mädchen hat also richtig gut aufgeholt und lernt nun täglich mehr dazu. Es ist fast so als hätte sie erst dann angefangen, das Sprechen zu üben, als sie die Zusammenhänge schon richtig "verstanden" hatte. Ihr Grammatik ist jedenfalls deutlich richtiger und weniger kreativ als ich es von BM in Erinnerung habe. Jedenfalls bin ich sehr glücklich, dass dieser Knoten nur doch von ganz allein geplatzt ist.

Freitag, 6. Januar 2017

Ein ganz kleiner Urlaub

Heute Nachmittag reisten drei vollbepackte Autos mit Familie Isndingwa, meinen Eltern und meinem Bruder nebst Familie in einen kleinen Urlaub. Ein Wochenende zum entspannen, ohne Pläne außer spielen, rodeln und Feuerzangenbowle für die Großen.

Montag, 2. Januar 2017

Zwischen den Jahren bei Familie Isndingwa

Nun ist die schöne Zeit zwischen den Jahren auch schon wieder vorbei. Dafür haben wir sie aber in vollen Zügen genossen.

Nachdem vor Weihnachten alle krank waren, waren zu Heiligabend alle außer ich wieder einigermaßen gesund. Mit regelmäßigen Ibuprofen-Doping kam auch ich aber sehr gut über die Feiertage.

Seit Wochen bastelten die Kinder in der Schule Heimlichkeiten. Ende November schon erzählte BM, dass es da etwas heimliches gäbe: "Ich kann euch aber nicht sagen, was es ist. Es ist ein Geheimnis. Wollt ihr es wissen?" - Wir: "Nein!" - "Ich darf es euch wirklich nicht sagen..." Dann ruft sie ganz schnell: "Kalender!!!!! ... aber das müsst ihr gleich wieder vergessen!" Wir haben so gelacht! Den Kalender gab es dann am 1. Dezember.

Zwei Tage vor Weihnachten war BM plötzlich ganz doll traurig, weil ihr einfiel, dass sie die Weihnachtsheimlichkeiten noch in der Schule hatte, weil sie ja krank gewesen war. Und dann brachte unsere Nachbarin die Heimlichkeiten - die Erzieherin hatte noch eines zu Ende gebastelt und dann alles mitgegeben. Die Welt war wieder in Ordnung.

An Heiligabend waren wir dieses Jahr bei uns zu Hause zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder nebst Familie. Die Kinder waren auch schon ganz schön aufgeregt. Als unser Weihnachtsbesuch eintraf konnte BM nicht eine Minute länger warten und übergab uns ihre gebastelten Geschenke (wobei ich daran denken musste wie PL mal ihren Eltern vorgeworfen hatte, dass sie ihr noch nie etwas zu Weihnachten geschenkt hatte während sie ihnen immer so schöne Sachen bastelte). Noch mehr rührte mich aber, dass sie am Tag zuvor noch schnell ein lila Filly-Pferd in ein Taschentuch gewickelt und mit einem goldenen Band verschnürt hatte, weil "Zwee das so gut gefällt"... nachdem sie eigentlich mal richtig sauer gewesen war, weil Zwee das Pferd mit in die Kita genommen hatte.

Nach dem Kaffee gingen die Kinder dann nach oben. Sie wollten noch ein "Programm" üben. In letzter Sekunde bot sich dann der Nachbarsopa an, den Weihnachtsmann zu spielen. Da er ziemlich aufgeregt war und ich sowieso schon einen Brief geschrieben hatte, blieb er nur kurz und übergab nach einem Lied und ein paar Fotos einen Brief an die Kinder:
Liebe Kinder, 

leider konnte ich wirklich nicht lange bleiben, denn draußen ist es viel zu warm, so dass ich mit meinem Schlitten nicht gut voran komme und mich ordentlich beeilen muss, damit ich es heute zu allen Kindern schaffe. Ich freue mich aber sehr, dass ihr alle so liebe Kinder seid und habe euch daher viele schöne Geschenke gebracht. 

Liebe PL, seit wir uns im letzten Jahr trafen bist du ja eine große Schwester geworden. Meine Wichtel haben mir berichtet, wie lieb du dich um den kleinen Linus kümmerst. Wie in jedem Jahr bin ich begeistert, weil du so eine gute Schülerin bist. Und ich finde es klasse, wie du ganz alleine den Schulweg vom neuen Haus meisterst und alleine mit der Bahn fährst. Aber bestimmt wird es dir auch in der neuen Schule gut gefallen, dann ist auch der Weg nicht mehr so weit. Apropos neues Haus: Da könntest du nun vielleicht wirklich mal etwas mehr Ordnung in deinem Zimmer halten! 

Liebe BM,du bist ja jetzt ein Schulkind! Ich freue mich, dass du so gut lernst! Das Rechnen klappt schon prima und jeden Tag kannst du ein bisschen besser lesen. Das macht doch Spaß, oder? Ich weiß, die Schule ist ganz schön anstrengend, aber trotzdem solltest du öfter auf deine Eltern hören, ohne dass sie immer erst schimpfen müssen. Anziehen, Zähne putzen, am Tisch sitzen bleiben bis alle Kinder fertig gegessen haben – das kannst du doch eigentlich längst. Dafür haben die Wichtel mir berichtet, dass fast immer ganz doll lieb zu deiner kleinen Schwester bist und ihr viel erklärst. Das gefällt mir wirklich gut! 

Liebe Zwee,ich habe gehört, dass dich jetzt schon fast ganz alleine ausziehen und anziehen kannst. Übe schön weiter, du machst das richtig prima!  Deine Stullen kannst du nun auch schon alleine schmieren – das ist wirklich super, aber bitte benutze beim Essen auch Löffel oder Gabel und mantsche nicht mit den Fingern im Essen.  Deine Windel hast du wohl auch nur noch zum Schlafen an?  Super! Sage immer schön Bescheid, wenn du auf die Toilette musst, denn wie ich höre bekommst du auch so ein großes Bett wie BM, wenn du gar keine Windel mehr brauchst! 

Lieber Krümel, wie gefällt dir dein erstes Weihnachten? Du bist wirklich ein toller kleiner Junge und kannst schon so schnell wie der Wind krabbeln. Ich weiß, die Zähnchen machen dir sehr zu schaffen, aber du brauchst doch welche, damit du im nächsten Jahr auch einen richtigen bunten Teller von mir bekommen kannst. Bleib weiter schön tapfer, bald hast du es überstanden! Übrigens: Alle Kinder müssen artig schlafen, damit sie am nächsten Morgen munter und ausgeruht sind. Da  solltest du dir wirklich etwas mehr Mühe geben! 

Ein bisschen schimpfen muss ich allerdings schon – mit euch und mit der Ärgermaus. Scheinbar lasst ihr euch alle ziemlich oft von ihr zwicken und meckert und nölt eure Familien dann an. Das muss doch nun wirklich nicht sein! Jeder hat mal schlechte Laune, aber wenn ihr das merkt, schickt doch einfach die gemeine Ärgermaus weg und seid gleich wieder etwas freundlicher zu euren Familien.

 So, nun wünsche ich euch aber ganz viel Spaß bei eurem Weihnachtsfest. Ich hoffe, die ganze Familie verbringt eine schöne Zeit miteinander – und natürlich auch, dass euch die vielen Geschenke gefallen, die meine Wichtel und ich euch gebracht haben. Bis zum nächsten Jahr! 

Euer Weihnachtsmann


Danach gab es wirklich kein Halten mehr. Wir konnten nicht einmal mehr die Weihnachtsgeschichte verlesen, sondern mussten dann erstmal anfangen, die vielen Geschenke auszupacken. 
Zwee bekam ihre wochenlang ersehnte "droße Tütata" und für BM standen Pferde im Mittelpunkt der meisten Geschenke. Ich glaube, wir hatten alle wieder ein ziemlich gutes Händchen dieses Jahr. Jedenfalls spielten die Kinder auch gleich begeistert los. 





Als die erste Aufregung vorbei war führten die großen Mädels ihr Weihnachtsprogramm auf, d.h. sie tanzten ganz in weiß mit eigens dafür besorgten Tüchern. Danach durfte auch Zwee noch mal mitmachen und tanzte glücklich zu "Tanze Schneemann". 

Der Abend verging dann irgendwie wie im Fluge, war aber wirklich gemütlich. Die Kinder hielten prima durch und blieben trotz der Aufregung die ganze Zeit fröhlich. Es war ein wirklich schönes Weihnachtsfest.

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir mit R.s Familie wieder jwd Gans essen. Auch da waren die Kinder wieder richtig gut drauf und wir konnten zum ersten Mal seit... mmh, BMs Geburt?... ziemlich in Ruhe in einer Gaststätte essen. Danach ging es zu R.s Eltern nach Hause, wo natürlich auch noch allerhand Geschenke warteten. Die Mädels spielten schön mit ihrem kleinen Cousin. 

Dann verkleidete BM sich wieder wie im letzten Jahr als Weihnachtsengel. (Zwee auch, aber sie wollte ihr Kostüm gleich wieder ausziehen ("Ich nicht ein Engel!"). Da wir unsere Geschenke schon hatten, hatte BM eigentlich keine Aufgabe mehr. Aber dann hat sie total süß zu jedem Anwesenden ein paar Worte gesagt. Sie fing mit R. an: "Du bist immer sehr lieb, aber ich muss auch ein bisschen schimpfen! Du sollst nicht immer den Teller ablecken, und du musst dich anschnallen bevor du losfährst." Oh oh! So ging es reihum. Ich wurde übrigens nur für mein gutes Betragen gelobt - es gab nichts zu tadeln. :-) Ganz zum Schluss fragten wir noch, ob der Engel denn auch eine Nachricht für BM habe. Daraufhin sagte sie keck: "Ja, aber das bespreche ich lieber alleine mit ihr." Sprach's, und ging nach nebenan, um sich wieder in BM zu verwandeln. 

Den 2. Weihnachtsfeiertag verbrachten wir bei meinen Eltern. Wir schlugen uns die Bäuche vor, spielten mit den Kindern und chillten gemütlich. Da es heftig regnete, konnten wir mit den Kindern nicht so richtig raus (außer Krümel, der bei Wind und Wetter in den Mittagsschlaf geschoben wurde). Trotzdem drehte niemand durch, sondern es blieb rundum weihnachtlich und einvernehmlich. 

Die Zeit zwischen den Jahren verging dann einerseits wie im Fluge, andererseits nutzten wir sie aber auch wirklich gut und genossen die freie Zeit. Die Kinder gingen so richtig in Ferienmodus über, waren Abends (leider) bis in die Puppen wach, schliefen aber dafür (sehr schön) bis 8:30 Uhr. Wir spielten alle ganz viel zusammen. 

Es ist toll, dass man mittlerweile auch mit Zwee schon sinnvolle Spiele spielen kann.





"Kunstwerke" mit Glowpens... im Schlafanzug:


 BM verbrachte viele Stunden mit ihren neuen Pferden:

Zwees neuer "Bielbatz für Männen" (Männeken):

Und das Affenspiel (wie heißt das eigentlich richtig?), das beide Kinder gern spielen, wobei Zwee allerdings immer noch denkt, dass es super ist, wenn man ganz viele Affen bekommt.

Wir machten Feuerzangenbowle mit unseren lieben Nachbarn: 

Außerdem bekamen wir Besuch von der 7-köpfigen Familie. BM war wieder einmal begeistert von den vielen großen Mädchen, Zwee spielte schön mit dem Krabbelcousin und alle Kinder waren oben in den Kinderzimmern und irgendwann auch draußen unterwegs, so dass wir Erwachsenen ganz in Ruhe Kaffee trinken und quatschen konnten. Ein sehr schöner Ausblick darauf wie viel Freiheit wir wieder gewinnen werden, wenn unsere Kinder auch mal so groß sind.

Dann besuchten die Kinder und ich B., K., PL und Krümel im neuen Haus im Norddorf. Dort ist es mittlerweile schon richtig wohnlich geworden. Ich freue mich total, dass sie nun auch so ein schönes Zuhause haben. 

Schwuppdiwupp kam schon Silvester. Am Vormittag ging ich mit meiner Mutti ein paar Gutscheine in einschlägigen Läden auf den Kopf hauen, da wir für die neuen Wohnzimmermöbeln wirklich mal ein bisschen Deko brauchten. Am Nachmittag brachten wir dann die Mädels zu R.s Eltern, denn dort stieg in diesem Jahr die große Kinderparty mit BM, Zwee und Tiger. Die Kinder hatten alle auch richtig viel Spaß. Es wurde getanzt, Ractlette gegessen, ein Spielhaus bemalt und Feuerwerk geknallt.  Allerdings glaube ich, dass Zwee bis zum Schluss ein bisschen enttäuscht war, dass keine Feuerwehr kam, weil sie das Wort "Feuerwerk" immer falsch verstand. Spät Abends sagte Zwee dann wohl, dass sie müde sei und ins Bett wolle. Zur großen Überraschung schloss BM sich ihr an und beide Kinder gingen anstandslos ins Bett. Wegen der lauten Knallerei musste Opa dann noch ein bisschen beschützen kommen, aber dann schliefen beide deutlich vor Null Uhr ein. Nachts wurde Zwee noch einmal wach und rief nach ihrer BM, die aber wie immer unweckbar war. Darum musste Oma eine halbe Stunde auf dem Boden bei ihr schlafen bevor sie aufgab und Zwee mit ins große Bett nahm. Dort kam dann irgendwann auch noch Tiger dazu, so dass es sicher recht eng wurde, aber insgesamt gab es wohl mehr Schlaf als erwartet. 

Und wir? Nun hatten wir an Silvester als kindfrei und keine richtigen Pläne. Dafür war der Abend um so schöner. Zuerst fuhren wir zur Friedrichstraße, spazierten Hand in Hand zum Brandenburger Tor, unter den Linden wieder zurück bis zum Alexanderplatz, gingen dort etwas essen, liefen weiter zum Hackeschen Markt und wieder zur Friedrichstraße, beobachteten Leute (die längst nicht so zahlreich unterwegs waren wie wir erwartet hatten) und schauten uns die Stadt mit ihren vielen Lichtern an, tranken hier und da etwas, spazierten dann von der Jannowitzbrücke an der East Side Galery entlang bis zum Simon-Dach-Kiez. Dort war es schon deutlich belebter und es gab reichlich Feuerwerk... und für uns noch einen Cocktail. Dann liefen wir noch bis zum Treptower Park und schauten über der Spree Feuerwerk an. Ich liebe ja Feuerwerk wirklich - also nicht die Böller, sondern Raketen und Goldregen u.ä. Danach machten wir uns auf den Heimweg und kamen kurz vor Mitternacht zu Hause an, wo dann wir vom Dachfenster aus das Neujahrsfeuerwerk betrachteten. Es war ein wirklich schöner Jahreswechsel zu zweit!