Mittwoch, 22. März 2017

Ein doßes Bett

Zwees Windeln waren seit Anfang des Jahres nachts fast immer trocken. Wie versprochen bestellten wir daher ein "großes Bett", nur "leider" machte Zwee uns einen Strich durch unsere Bestellfristrechnung als sie dann früher als erwartet wirklich keine Windel mehr brauchte. Eine zeitlang konnten wir sie noch überzeugen, sicherheitshalber eine Windel anzuziehen, aber vor gut vier Wochen verweigerte sie die dann komplett.

Also erklärten wir ihr, dass das Bett nach Omas Geburtstag kommen würde. Für ein zweijähriges Kind ist das zugleich furchtbar lange und unvorstellbar. So mussten wir fast jeden Abend erzählen, was noch alles passieren müsse bevor ihr "doßes Bett" endlich kommen würde.

Ja, und dann schlugen wir noch eine Fliege mit diesem Streich. Seit wir Zwee aus dem Krankenhaus nach Hause geholt hatten, haben wir sie immer in den Schlaf begleitet. Zuerst stillend, dann auf dem Arm schaukelnd, später Bauch an Bauch auf dem Sitzsack sitzend, dann nach vorn blickend auf dem Schoß liegend und irgendwann im Herbst herum immerhin im Bettchen, aber einer von uns musste davor sitzen und ihrem Einschlafen beiwohnen. Das dauerte zuletzt oft weit über eine Stunde, und nach nunmehr 2 Jahren und 10 Monaten sehnte es uns doch nach einem früheren Feierabend. Also erklärten wir ihr immer mal wieder, dass große Kinder in großen Betten alleine einschlafen.

Daraufhin meinte sie erstmal, dass sie dann wie BM auch noch "einen Film tutten" wolle, denn das darf BM manchmal, wenn ich mit den Kindern allein zu Hause bin und stundenlang ihre kleine Schwester ins Bett bringe. Nein, ein Film durfte es nicht sein, aber eine CD (also eine Geschichte per Tablet, denn Zwee hat gar keinen CD-Player). Und eines Abends Anfang März, als ich Ausgang hatte, brachte R. Zwee einfach ins Bett und sie schlief alleine ein. Tatsächlich klappt das seitdem echt prima. Sie ruft noch ein paar Mal, weil sie eine andere Leo-Lausemaus-Geschichte braucht oder pullern muss, aber irgendwann dreht sie sich auf die Seite, liegt mit der Nase am Gitter und schläft ein. Trommelwirbel!

Aber zurück zum Bett. Am Sonntag war es soweit: Das Gitterbett, in dem BM 2,5 Jahre und Zwee 1,5 Jahre geschlafen haben, wurde abgeholt. Ich glaube, dieser Abschied ist mir als einzige schwer gefallen. Meine Babys sind groß und neue wird es bei uns nicht mehr geben. Dabei kann ich mich noch so gut an den Tag erinnern, als ich meinen Mann und seine Freunde in einem Anfall von Nestbautrieb nötigte, das Bett nach einer durchzechten Nacht und bei größter Sommerhitze aufzubauen... und an all die Stunden, die ich mit völlig verdrehtem Arm BMs Händchen hielt während sie es schaffte, händchenhalten durch das ganze Bett zu turnen.

Dann war es also weg und Zwee hatte 3 Nächte lang kein Bett. Eigentlich hatten wir geplant, dass sie dann einfach bei uns schlafen würde, aber die Kinder waren dagegen. Stattdessen sollte Zwee in BMs Bett und BM auf der Gästematratze schlafen. Wir ließen uns etwas widerwillig überreden - und tatsächlich klappte es wirklich prima. Die beiden machten noch ein bisschen Blödsinn, klar, gingen ein paar Mal pullern und diskutierten, welche Geschichte gehört werden solle ("Ich hab die Tatze Ants!" - Zwee hat Angst vor der Katze in einer Leo-Lausemaus-Geschichte). Als ich schimpfte und sagte, dass ein Bett zum Schlafen da sei, meinte Zwee genervt: "Wir weißen das!"
Während Zwee sich in BMs großen Bett sichtlich wohl fühlte, war ich jede Nacht ständig unten, um die im Schlaf frierende BM wieder auf ihre Matratze zu hieven, weil mein kleiner Wirbelwind ständig mindestens zur Hälfte daneben lag.

Montag und Dienstag wurde Zwees Zimmer gemalert, und heute war es endlich soweit: Das Bett wurde geliefert und aufgebaut. Wir haben ein bisschen umgeräumt, so dass Zwee jetzt ein richtig tolles, gar nicht mehr babyhaftes Reich hat.

Das Schlafengehen klappte ganz gut. Allerdings merkte ich gleich, dass die drei Abende zuvor BM wohl doch eine polizeiliche Aufgabe gegenüber ihrer kleinen Schwester ausgeübt haben musste. Heute kam Zwee mehrmals aus dem Bett, ging pullern, holte sich ein Buch und beschwerte sich über die Geschichte. Und als ich einmal am Zimmer vorbeischleichen wollte, saß der kleine Frechdachs ohne Hose auf ihrem neuen Teppich.

Zu guter Letzt ist Zwee aber gut eingeschlafen und ich hoffe, sie träumt jetzt etwas Schönes.

Montag, 6. März 2017

Ein Tag Frühling

Seit Wochen sind wir schon wieder in wechselnder Besetzung erkältet bis doll krank. Drumherum herrschte ständig Stress bei der Arbeit, wir hatten kaum Zeit zu viert und noch weniger zu zweit. Letzte Woche war R. so krank, dass er zu Hause bleiben musste. Als ich einen Tag trotzdem mal einen frühen Feierabend machte, fanden wir uns tatsächlich mal unter der Woche an einem Nachmittag zu viert beisammen. Dabei mussten wir feststellen, dass wir uns gar nicht erinnern konnten, wann wir zuletzt mal unter der Woche so einen gemeinsamen entspannten Nachmittag gehabt hatten. Es war sicher schon einige Monate her, denn meist kommt einer von uns erst zum Abendessen nach Hause. So kann es wirklich nicht weitergehen und wir haben uns gegenseitig versprochen, dass wir die Arbeiterei dringend einschränken müssen.


Das Wochenende war dann auch schon Balsam für die Seele. Zumindest am Samstag gab es wunderbares Frühlingswetter, so dass wir mit den Kindern einen Ausflug machten. Während R. und ich Hand in Hand spazierten fuhren die Mädels mit Laufrad und Roller voraus. Ja, Zwee kann jetzt mit dem "doßen dünen Laufrad" fahren und macht das echt prima.


Wir verbrachten einige Zeit auf einem Spielplatz, wo Zwee begeistert immer wieder rutschte, einen Umweg ums Klettergerüst rannte und dann wieder nach oben ackerte, um gleich wieder zu rutschen. Währenddessen sprang und kletterte BM wie - tja, wie ein großes Mädchen eben. Spielhäuser sind eben nicht mehr zum reingehen sondern zum obendrauf klettern da.

Dann fuhren wir noch ein wenig weiter und machten eine kleine Rast am Wasser, wo die beiden Schnatterenten ihr bestes gaben, mir ein Ohr abzukauen.

Nach der Mittagsruhe wollte BM unbedingt die Rollschuhe ausprobieren, die sie von ihrer großen Cousine geerbt hat. Ich sag's mal so: Rollschuhfahren ist gar nicht so leicht, wenn Kind und Mama dabei vor Lachen fast einpullern müssen.


Danach gingen wir noch mit den Zwillingen auf den kleinen Spielplatz, wo die großen Verstecken spielten und Zwee wieder total glücklich und stolz 84538 mal auf's Klettergerüst kletterte und rutschte, wobei sie vorher jedes Mal rief "Tann ich?" - und unbedingt auf einer Antwort bestand.

Abends hatte ich dann Ausgang, um den 40. Geburtstag unserer Nachbarin zu feiern. Wir waren sieben Frauen. Da wir uns zuvor nicht alle kannten, aber jeweils die Kinder kannten oder von Ihnen gehört hatte, wurde es schnell ein Running-Gag uns mit "Mama von" anzusprechen. Sagen wir mal so: Wir hatten alle einiges gemeinsam und hatten echt Spaß miteinander.

Tja, und während ich unterwegs war, überzeugte R. Zwee zum allerersten Mal, dass man sehr wohl auch alleine einschlafen kann, was sie auch prompt tat. Wow! Da ist Licht am Ende des Einschlaftunnels! Auch wenn Zwee (in der Regel) immerhin kein Einschlaftheater veranstaltet, war es in den letzten Wochen zunehmend nervig 1 - 1,5 Stunden im Dunkeln neben ihrem Bett zu sitzen bis sie endlich einschlief.

Am Sonntag waren wir dann nach langer Zeit mal wieder im Dorf. Dort konnten wir auch endlich den Geburtstagskrümel nachträglich knuddeln. Das Bobbycar betrachtete er noch mit Vorsicht, aber er wird sicher seinen Spaß daran haben. Zugegebenermaßen war das gute Stück ein Erbstück von seinen großen Cousinen, aber dafür haben diese es mit ganz viel Liebe und Spaß ordentlich sauber geschrubbt und verschönert.

Nach dem Mittagessen ging ich mit PL und Zwee zum Kinderflohmarkt, wo wir einige kleine Schätze fanden. Ich glaube, PL hat es auch Spaß gemacht, und auch wenn die meisten Sachen natürlich für deutlich kleinere Kinder waren. Barbies und Co. sind eben eher was BM, aber immerhin hat PL ein paar schöne Bücher gefunden.



Abschließend bauten die drei Mädels dann noch einen Slalomparcour auf und machten eine "Fahrradprüfung", für die sie zuvor schon "Radführerscheine" gebastelt hatten. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für coole Spielideen die beiden haben.

So war es insgesamt ein wirklich rundum gelungenes Wochenende.

Mittwoch, 1. März 2017

1 Jahr Krümel

Schwups, ein Jahr ist schon rum und unser süßer kleiner Neffe Krümel wird ein Jahr alt.

Tja, kleiner Schaltjahreskrümel, nun wirst du dir wohl dein Leben lang immer in drei von vier Jahren Witze darüber anhören müssen, dass du keinen Geburtstagstag hast. Trotzdem gratulieren wir dir recht herzlich zu deinem ersten Geburtstag und wünschen dir ganz viel Spaß bei all den coolen Sachen, die man als Kleinkind so erleben kann!


Sonntag, 26. Februar 2017

Restbestand

Es ist soweit: Zwee ist nun offiziell komplett windelfrei.

Tagsüber brauchte sie schon lange keine Windel mehr, und seit Weihnachten klappte auch der Mittagsschlaf ohne Windel. Seit mehreren Wochen waren die Windeln auch morgens trocken, aber - etwas faul - hatten wir keine Lust, sie schon wegzulassen und ggf. Unfallfolgen beseitigen zu müssen.

Hinzu kam, dass wir Zwee ein großes Bett versprochen haben, wenn sie keine Windel mehr braucht. Dieses ist auch bestellt, kommt aber erst in ein paar Wochen. Also behaupteten wir ihr gegenüber immer wieder, dass sie sicherheitshalber noch eine Windel anziehen müsse. Diese Woche war ich mit Zwee einkaufen, und versprach ihr, dass wir nun das allerletzte Päckchen Windeln kaufen. Wenn die alle wären und bis dahin immer trocken blieben, bräuchte sie keine Windeln mehr und könne ein großes Bett bekommen.

Tja, und vergaß ich gestern Abend (wirklich!) ihr eine Windel unterm Schlafanzug anzuziehen... und bemerkte es erst heute früh. Natürlich war alles trocken geblieben. Dieses Kind hat eine Blase wir ein Elefant!

Also werden wir die Windeln nun doch nicht mehr verwenden. Nachdem ich irgendwann im Sommer dachte, dass das mit dem Sauberwerden wohl noch lange dauern würde, weil Zwee sich weigerte, auf die Toilette zu gehen, und vor allem ihr großes Geschäft immer in die Hose machte, ging es nun eigentlich doch recht flink und problemlos.

Wir sind sehr stolz auf unser großes Mädchen!

Samstag, 25. Februar 2017

Geheimversteck

Im Wald beim Dorf gibt es ein Geheimversteck, das BM und PL immer mal wieder mit ihrem Opa aufsuchen und weiterbauen. Es ist ein Baum, der von Sträuchern umringt ist und mit Ästen und Moos weiter abgedichtet wird.
Heute verbrachte nun Nachbarsfreundin M. den Nachmittag bei uns. Nach einem Spielplatzbesuch, der Zwee so richtig happy machte, weil sie nämlich jetzt total gerne rutscht und es fast ganz alleine die Leiter auf das Klettergerüst hinauf schafft. Hochackern, klettern, rutschen und dann schnell wieder zum Anfang rennen. 20 mal.
Danach drehten die Mädels noch eine Rollerrunde - mehr und mehr "alleine", d.h. ich musste jeweils auf einem anderen Weg als sie zum nächsten Treffpunkt gehen. Irgendwann beschlossen sie dann ein Geheimversteck zu bauen.
Ich habe Tränen gelacht, denn mangels Zweigen und Laub wird es wohl sehr lange dauern bis sie sich darunter verstecken können.

Ein Puzzle matten!

Zwees Lieblingsbeschäftigung ist puzzlen. Ständig fordert sie uns auf: "Puzzle mich das!"... und dann puzzlet sie ausdauernd ein Puzzle nach dem anderen - natürlich noch mit Hilfe, aber trotzdem schon richtig gut.

Sonntag, 12. Februar 2017

Abgrundtief

Zwee ist ja sowieso eher vorsichtig. Gerade scheint sie aber eine Art Höhenangst entwickelt zu haben. Gestern traute sie sich nicht, von dem Hocker, der vorm Waschbecken steht, herunterzusteigen. Sie klammerte sich am Waschbecken fest und behauptete, dass sie das nicht (mehr) könne.

Auf dem Spielplatz mag sie nicht mehr die offene Treppe hochklettern, vor der Rutsche hat sie auch Angst.

Vorhin saß sie dann nach dem Zähneputzen auf der Toilette und traute sich nicht herunter. Ich gebe zu, dass ich sie sonst meistens runter hebe, aber die Fluglänge beträgt nur ca. 10 cm. Erst als ich meine Hand an ihre Seite legte, rutschte sie endlich runter, freute sich, weil das Spaß macht, wollte noch mal... und traute sich wieder nicht.

Dafür rannte, hüpfte und tobte Zwee vorhin eine halbe Stunde lang in Unterwäsche kreischend durchs Wohnzimmer -  So lange bis sogar ihre große Schwester sich irgendwann zum Ausruhen auf die Couch begab. Offenbar war Zwees Actionbedarf damit für den heutigen Tag gestillt.

Nun liegt sie im Bett und behauptet: "Schlafen is in mein Bauch nich din!" (Küsschen wohnen übrigens auch in Ihrem Bauch, aber davon hat sie noch ganz viele.)

Freitag, 27. Januar 2017

Super, Mama-Mädchen

Die Kita ist heute zu, so dass ich mit Zwee zu Hause bin. Das kleine Mädchen hat schön bis kurz vor 8 Uhr ausgeschlafen und ist bestens gelaunt. Wir spielen Häschen Hüpf und dabei lobt Zwee meine Würfel- und Puzzlekünste immer wieder und nennt mich dabei Mama-Mädchen,  so wie ich sie eben oft Zwee-Mädchen nenne. 

Dann singt sie das Meisenlied, aber mit Mama: "Kleine Mama, kleine Mama, tommst du denn her?"

Ich fress sie gleich auf!

Samstag, 14. Januar 2017

Pinguine

Wir gucken zu viert "Pinguine". So ganz in Ruhe und mit viel Platz auf unserer neuen Couch.

Bei Zwee heißen Pinguine übrigens Pommetien. 😂

Dienstag, 10. Januar 2017

Zwee spricht - Update

Da ich schon wieder nicht so richtig zum Bloggen komme, will ich wenigstens mal meine aktuelle Liste von Zwees Wortkreationen festhalten. Tatsächlich versucht sie sich nun an fast allen Worten, auch wenn sie nicht immer auf Anhieb verständlich sind, und spricht auch viele zusammenhängende Sätze. 

Hier eine kleine Auswahl der letzten Wochen:

Fisschen/Düsschen - Küsschen
Ich mal duuten - ich suche mal
Tutt mal -  guck mal
Nanojen -  verloren
Dis is nich ootich -  das ist nicht ordentlich
Manno! Das is raputt!
Das is hopfen -  es klopft
Hohter bum -  runter fallen
Waaß ich nich -  weiß ich nicht
Meine Mann / Meinatsmann - Weihnachtsmann
Da is ein Auto los. Das is Papa Auto. Papa Hause! (Als beim Schlafengehen draußen Scheinwerferlicht zu sehen war.)
Henni - Handy
Ich auch das essen. Ich nich Doße (Soße) essen.
Mein Fuß is weh.
Manno! Nicht justich! -  zu BM, die in der Wanne drängelt.
BM hört nich! (BM immer noch mit W am Anfang)
Papa is ein Dateldei (Nackidei). Papi hat ein Duupi 6 an.  (Schlüppi)
Morgens, als ich rhetorisch frage, warum sie bei uns im Bett liegt: Papa weckt mir!
Mein Denner is nich auf! - Mein Kalender ist noch nicht auf.
Automannen - Autofahrer
Feuermannen - Feuerwehrmann
Tapetut - Schlafanzug
Wats - Saft (besonders gern: Appelwats)
Da ist ein Huhu. Ich hab Ats. -  Da ist ein  Gespenst, ich habe Angst (regelmäßig, wenn die Waschmaschine schleudert.)
Das is mutzig. Ich ein noies Deid anziehen? - Das ist schmutzig. Kann ich ein neues Kleid anziehen?
Ich will annes dutten. - Ich will etwas anderes gucken. 

Besonders gesprächig ist Zwee, wenn sie im Bett liegt und eigentlich schlafen soll (oft eine ganze Stunde lang):

Sehr liebevoll zu dem Hasen-Kuschellappen als sie eigentlich schlafen soll: "Mein Baby is Emma! Emma is wei Dahte (2 Jahre) . Alles dut, Emma. Ich halt du. Ich Mama. Tita (Kita) is auch ein Emma."

Immer noch im Bett, nicht schlafend, mit den Armen lenkend: "Oma Daate (Oma R.) fahrt ich. Da fahrt ein Baby mit. Ich hroße Mädchen."

Und dann: "Ich will nicht schafen. Ich dann (kann) nicht schafen. Ich will watt (wach) bleiben!"

Ihr eigener Name klingt noch wie La..., aber dafür kann Zwee nun auch alle Namen ihrer Kitakumpels recht verständlich sagen.

Überhaupt kann sich schon richtig gut mit ihr unterhalten und mein Herz geht regelmäßig auf, wenn ich meine beiden Kinder beim Spielen beobachte und sie richtig Sachen absprechen.

Außerdem singt Zwee jetzt schon viele Lieder - sehr  inbrünstig und das ziemlich richtig. Ihr aktueller Favorit ist wohl "Grün, grün, grün". Dabei singt sie wirklich alle Farben durch, lange Zeit war der Schatz aber immer ein Automannen (Autofahrer), aus welchem Grund auch immer. Sie singt auch gern "Tanze (Sch)Neemann", wobei sie wie BM bei ihrem Weihnachtsprogramm allerliebst tanzt. Bei "Lalelu" singt sie Schuuuuuh und miiiiieeeede richtig lang aus. Sie kann auch "O Tannenbaum", "Schneeflöckchen", das Bibi-und-Tina-Lied und viele mehr. 

Mein kleines Mädchen hat also richtig gut aufgeholt und lernt nun täglich mehr dazu. Es ist fast so als hätte sie erst dann angefangen, das Sprechen zu üben, als sie die Zusammenhänge schon richtig "verstanden" hatte. Ihr Grammatik ist jedenfalls deutlich richtiger und weniger kreativ als ich es von BM in Erinnerung habe. Jedenfalls bin ich sehr glücklich, dass dieser Knoten nur doch von ganz allein geplatzt ist.

Freitag, 6. Januar 2017

Ein ganz kleiner Urlaub

Heute Nachmittag reisten drei vollbepackte Autos mit Familie Isndingwa, meinen Eltern und meinem Bruder nebst Familie in einen kleinen Urlaub. Ein Wochenende zum entspannen, ohne Pläne außer spielen, rodeln und Feuerzangenbowle für die Großen.

Montag, 2. Januar 2017

Zwischen den Jahren bei Familie Isndingwa

Nun ist die schöne Zeit zwischen den Jahren auch schon wieder vorbei. Dafür haben wir sie aber in vollen Zügen genossen.

Nachdem vor Weihnachten alle krank waren, waren zu Heiligabend alle außer ich wieder einigermaßen gesund. Mit regelmäßigen Ibuprofen-Doping kam auch ich aber sehr gut über die Feiertage.

Seit Wochen bastelten die Kinder in der Schule Heimlichkeiten. Ende November schon erzählte BM, dass es da etwas heimliches gäbe: "Ich kann euch aber nicht sagen, was es ist. Es ist ein Geheimnis. Wollt ihr es wissen?" - Wir: "Nein!" - "Ich darf es euch wirklich nicht sagen..." Dann ruft sie ganz schnell: "Kalender!!!!! ... aber das müsst ihr gleich wieder vergessen!" Wir haben so gelacht! Den Kalender gab es dann am 1. Dezember.

Zwei Tage vor Weihnachten war BM plötzlich ganz doll traurig, weil ihr einfiel, dass sie die Weihnachtsheimlichkeiten noch in der Schule hatte, weil sie ja krank gewesen war. Und dann brachte unsere Nachbarin die Heimlichkeiten - die Erzieherin hatte noch eines zu Ende gebastelt und dann alles mitgegeben. Die Welt war wieder in Ordnung.

An Heiligabend waren wir dieses Jahr bei uns zu Hause zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder nebst Familie. Die Kinder waren auch schon ganz schön aufgeregt. Als unser Weihnachtsbesuch eintraf konnte BM nicht eine Minute länger warten und übergab uns ihre gebastelten Geschenke (wobei ich daran denken musste wie PL mal ihren Eltern vorgeworfen hatte, dass sie ihr noch nie etwas zu Weihnachten geschenkt hatte während sie ihnen immer so schöne Sachen bastelte). Noch mehr rührte mich aber, dass sie am Tag zuvor noch schnell ein lila Filly-Pferd in ein Taschentuch gewickelt und mit einem goldenen Band verschnürt hatte, weil "Zwee das so gut gefällt"... nachdem sie eigentlich mal richtig sauer gewesen war, weil Zwee das Pferd mit in die Kita genommen hatte.

Nach dem Kaffee gingen die Kinder dann nach oben. Sie wollten noch ein "Programm" üben. In letzter Sekunde bot sich dann der Nachbarsopa an, den Weihnachtsmann zu spielen. Da er ziemlich aufgeregt war und ich sowieso schon einen Brief geschrieben hatte, blieb er nur kurz und übergab nach einem Lied und ein paar Fotos einen Brief an die Kinder:
Liebe Kinder, 

leider konnte ich wirklich nicht lange bleiben, denn draußen ist es viel zu warm, so dass ich mit meinem Schlitten nicht gut voran komme und mich ordentlich beeilen muss, damit ich es heute zu allen Kindern schaffe. Ich freue mich aber sehr, dass ihr alle so liebe Kinder seid und habe euch daher viele schöne Geschenke gebracht. 

Liebe PL, seit wir uns im letzten Jahr trafen bist du ja eine große Schwester geworden. Meine Wichtel haben mir berichtet, wie lieb du dich um den kleinen Linus kümmerst. Wie in jedem Jahr bin ich begeistert, weil du so eine gute Schülerin bist. Und ich finde es klasse, wie du ganz alleine den Schulweg vom neuen Haus meisterst und alleine mit der Bahn fährst. Aber bestimmt wird es dir auch in der neuen Schule gut gefallen, dann ist auch der Weg nicht mehr so weit. Apropos neues Haus: Da könntest du nun vielleicht wirklich mal etwas mehr Ordnung in deinem Zimmer halten! 

Liebe BM,du bist ja jetzt ein Schulkind! Ich freue mich, dass du so gut lernst! Das Rechnen klappt schon prima und jeden Tag kannst du ein bisschen besser lesen. Das macht doch Spaß, oder? Ich weiß, die Schule ist ganz schön anstrengend, aber trotzdem solltest du öfter auf deine Eltern hören, ohne dass sie immer erst schimpfen müssen. Anziehen, Zähne putzen, am Tisch sitzen bleiben bis alle Kinder fertig gegessen haben – das kannst du doch eigentlich längst. Dafür haben die Wichtel mir berichtet, dass fast immer ganz doll lieb zu deiner kleinen Schwester bist und ihr viel erklärst. Das gefällt mir wirklich gut! 

Liebe Zwee,ich habe gehört, dass dich jetzt schon fast ganz alleine ausziehen und anziehen kannst. Übe schön weiter, du machst das richtig prima!  Deine Stullen kannst du nun auch schon alleine schmieren – das ist wirklich super, aber bitte benutze beim Essen auch Löffel oder Gabel und mantsche nicht mit den Fingern im Essen.  Deine Windel hast du wohl auch nur noch zum Schlafen an?  Super! Sage immer schön Bescheid, wenn du auf die Toilette musst, denn wie ich höre bekommst du auch so ein großes Bett wie BM, wenn du gar keine Windel mehr brauchst! 

Lieber Krümel, wie gefällt dir dein erstes Weihnachten? Du bist wirklich ein toller kleiner Junge und kannst schon so schnell wie der Wind krabbeln. Ich weiß, die Zähnchen machen dir sehr zu schaffen, aber du brauchst doch welche, damit du im nächsten Jahr auch einen richtigen bunten Teller von mir bekommen kannst. Bleib weiter schön tapfer, bald hast du es überstanden! Übrigens: Alle Kinder müssen artig schlafen, damit sie am nächsten Morgen munter und ausgeruht sind. Da  solltest du dir wirklich etwas mehr Mühe geben! 

Ein bisschen schimpfen muss ich allerdings schon – mit euch und mit der Ärgermaus. Scheinbar lasst ihr euch alle ziemlich oft von ihr zwicken und meckert und nölt eure Familien dann an. Das muss doch nun wirklich nicht sein! Jeder hat mal schlechte Laune, aber wenn ihr das merkt, schickt doch einfach die gemeine Ärgermaus weg und seid gleich wieder etwas freundlicher zu euren Familien.

 So, nun wünsche ich euch aber ganz viel Spaß bei eurem Weihnachtsfest. Ich hoffe, die ganze Familie verbringt eine schöne Zeit miteinander – und natürlich auch, dass euch die vielen Geschenke gefallen, die meine Wichtel und ich euch gebracht haben. Bis zum nächsten Jahr! 

Euer Weihnachtsmann


Danach gab es wirklich kein Halten mehr. Wir konnten nicht einmal mehr die Weihnachtsgeschichte verlesen, sondern mussten dann erstmal anfangen, die vielen Geschenke auszupacken. 
Zwee bekam ihre wochenlang ersehnte "droße Tütata" und für BM standen Pferde im Mittelpunkt der meisten Geschenke. Ich glaube, wir hatten alle wieder ein ziemlich gutes Händchen dieses Jahr. Jedenfalls spielten die Kinder auch gleich begeistert los. 





Als die erste Aufregung vorbei war führten die großen Mädels ihr Weihnachtsprogramm auf, d.h. sie tanzten ganz in weiß mit eigens dafür besorgten Tüchern. Danach durfte auch Zwee noch mal mitmachen und tanzte glücklich zu "Tanze Schneemann". 

Der Abend verging dann irgendwie wie im Fluge, war aber wirklich gemütlich. Die Kinder hielten prima durch und blieben trotz der Aufregung die ganze Zeit fröhlich. Es war ein wirklich schönes Weihnachtsfest.

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir mit R.s Familie wieder jwd Gans essen. Auch da waren die Kinder wieder richtig gut drauf und wir konnten zum ersten Mal seit... mmh, BMs Geburt?... ziemlich in Ruhe in einer Gaststätte essen. Danach ging es zu R.s Eltern nach Hause, wo natürlich auch noch allerhand Geschenke warteten. Die Mädels spielten schön mit ihrem kleinen Cousin. 

Dann verkleidete BM sich wieder wie im letzten Jahr als Weihnachtsengel. (Zwee auch, aber sie wollte ihr Kostüm gleich wieder ausziehen ("Ich nicht ein Engel!"). Da wir unsere Geschenke schon hatten, hatte BM eigentlich keine Aufgabe mehr. Aber dann hat sie total süß zu jedem Anwesenden ein paar Worte gesagt. Sie fing mit R. an: "Du bist immer sehr lieb, aber ich muss auch ein bisschen schimpfen! Du sollst nicht immer den Teller ablecken, und du musst dich anschnallen bevor du losfährst." Oh oh! So ging es reihum. Ich wurde übrigens nur für mein gutes Betragen gelobt - es gab nichts zu tadeln. :-) Ganz zum Schluss fragten wir noch, ob der Engel denn auch eine Nachricht für BM habe. Daraufhin sagte sie keck: "Ja, aber das bespreche ich lieber alleine mit ihr." Sprach's, und ging nach nebenan, um sich wieder in BM zu verwandeln. 

Den 2. Weihnachtsfeiertag verbrachten wir bei meinen Eltern. Wir schlugen uns die Bäuche vor, spielten mit den Kindern und chillten gemütlich. Da es heftig regnete, konnten wir mit den Kindern nicht so richtig raus (außer Krümel, der bei Wind und Wetter in den Mittagsschlaf geschoben wurde). Trotzdem drehte niemand durch, sondern es blieb rundum weihnachtlich und einvernehmlich. 

Die Zeit zwischen den Jahren verging dann einerseits wie im Fluge, andererseits nutzten wir sie aber auch wirklich gut und genossen die freie Zeit. Die Kinder gingen so richtig in Ferienmodus über, waren Abends (leider) bis in die Puppen wach, schliefen aber dafür (sehr schön) bis 8:30 Uhr. Wir spielten alle ganz viel zusammen. 

Es ist toll, dass man mittlerweile auch mit Zwee schon sinnvolle Spiele spielen kann.





"Kunstwerke" mit Glowpens... im Schlafanzug:


 BM verbrachte viele Stunden mit ihren neuen Pferden:

Zwees neuer "Bielbatz für Männen" (Männeken):

Und das Affenspiel (wie heißt das eigentlich richtig?), das beide Kinder gern spielen, wobei Zwee allerdings immer noch denkt, dass es super ist, wenn man ganz viele Affen bekommt.

Wir machten Feuerzangenbowle mit unseren lieben Nachbarn: 

Außerdem bekamen wir Besuch von der 7-köpfigen Familie. BM war wieder einmal begeistert von den vielen großen Mädchen, Zwee spielte schön mit dem Krabbelcousin und alle Kinder waren oben in den Kinderzimmern und irgendwann auch draußen unterwegs, so dass wir Erwachsenen ganz in Ruhe Kaffee trinken und quatschen konnten. Ein sehr schöner Ausblick darauf wie viel Freiheit wir wieder gewinnen werden, wenn unsere Kinder auch mal so groß sind.

Dann besuchten die Kinder und ich B., K., PL und Krümel im neuen Haus im Norddorf. Dort ist es mittlerweile schon richtig wohnlich geworden. Ich freue mich total, dass sie nun auch so ein schönes Zuhause haben. 

Schwuppdiwupp kam schon Silvester. Am Vormittag ging ich mit meiner Mutti ein paar Gutscheine in einschlägigen Läden auf den Kopf hauen, da wir für die neuen Wohnzimmermöbeln wirklich mal ein bisschen Deko brauchten. Am Nachmittag brachten wir dann die Mädels zu R.s Eltern, denn dort stieg in diesem Jahr die große Kinderparty mit BM, Zwee und Tiger. Die Kinder hatten alle auch richtig viel Spaß. Es wurde getanzt, Ractlette gegessen, ein Spielhaus bemalt und Feuerwerk geknallt.  Allerdings glaube ich, dass Zwee bis zum Schluss ein bisschen enttäuscht war, dass keine Feuerwehr kam, weil sie das Wort "Feuerwerk" immer falsch verstand. Spät Abends sagte Zwee dann wohl, dass sie müde sei und ins Bett wolle. Zur großen Überraschung schloss BM sich ihr an und beide Kinder gingen anstandslos ins Bett. Wegen der lauten Knallerei musste Opa dann noch ein bisschen beschützen kommen, aber dann schliefen beide deutlich vor Null Uhr ein. Nachts wurde Zwee noch einmal wach und rief nach ihrer BM, die aber wie immer unweckbar war. Darum musste Oma eine halbe Stunde auf dem Boden bei ihr schlafen bevor sie aufgab und Zwee mit ins große Bett nahm. Dort kam dann irgendwann auch noch Tiger dazu, so dass es sicher recht eng wurde, aber insgesamt gab es wohl mehr Schlaf als erwartet. 

Und wir? Nun hatten wir an Silvester als kindfrei und keine richtigen Pläne. Dafür war der Abend um so schöner. Zuerst fuhren wir zur Friedrichstraße, spazierten Hand in Hand zum Brandenburger Tor, unter den Linden wieder zurück bis zum Alexanderplatz, gingen dort etwas essen, liefen weiter zum Hackeschen Markt und wieder zur Friedrichstraße, beobachteten Leute (die längst nicht so zahlreich unterwegs waren wie wir erwartet hatten) und schauten uns die Stadt mit ihren vielen Lichtern an, tranken hier und da etwas, spazierten dann von der Jannowitzbrücke an der East Side Galery entlang bis zum Simon-Dach-Kiez. Dort war es schon deutlich belebter und es gab reichlich Feuerwerk... und für uns noch einen Cocktail. Dann liefen wir noch bis zum Treptower Park und schauten über der Spree Feuerwerk an. Ich liebe ja Feuerwerk wirklich - also nicht die Böller, sondern Raketen und Goldregen u.ä. Danach machten wir uns auf den Heimweg und kamen kurz vor Mitternacht zu Hause an, wo dann wir vom Dachfenster aus das Neujahrsfeuerwerk betrachteten. Es war ein wirklich schöner Jahreswechsel zu zweit!


Samstag, 31. Dezember 2016

Adventszeit 2016 bei Familie Isndingwa

Die Weihnachtszeit ist in diesem Jahr mehr denn je wie im Flug vergangen, tatsächlich kam lange Zeit gar keine richtige Weihnachtsstimmung bei mir auf, denn irgendwie blieb kaum Luft zum Atmen. Wochenlang waren wir vier in wechselnder Besetzung krank. Magen-Darm, Husten und Schnupfen. Eine ganze furchtbare Pseudokrupp-Nacht mit BM gefolgt von wochenlangem Husten, immer wieder fiebernde Zwee und auch wir Eltern bekamen ständig etwas ab - kein Wunder, wenn man dauernd angebrochen, angeniest und angehustet wird. So organisierten wir uns kreativ durch die Wochen. Auf Arbeit war bei uns beiden zeitgleich besonders viel Stress, und es half natürlich nicht, wenn wir immer wieder stunden- oder tageweise abwesend waren. Kaum hatte ich einen Rückstand aufgearbeitet, musste ich wieder zu Hause bleiben.

Trotzdem hätte es auch ein paar sehr schöne Dinge zu berichten gegeben, wenn ich nicht immer wieder zu beschäftigt oder kaputt zum Bloggen gewesen wäre. Darum mal wieder nur ein ganz kurzer Abriss:

Mein Bruder und seine Familie haben ein Haus gekauft! Mit einem riesigen Hauruck und ganz viel Einsatz vor allem auch von meinen Eltern sind sie innerhalb weniger Wochen kurz vor Weihnachten eingezogen und haben nun ein gemütliches, geräumiges Zuhause. Wir freuen uns alle riesig mit ihnen.

Am ersten Advent waren die ganze Familie zum Adventskaffee bei meinen Eltern. Traditionsgemäß wurden auch die alten "Rollen" (Liedtexte) herausgeholt und einige Weihnachtslieder geschmettert. Auch wenn einige der größeren Kinder nun schon fast zu cool dafür sind, haben sie doch fleißig mitgesungen und konnten sich nur bei einigen sehr gläubigen Texten das Kichern nicht verkneifen. Die großen Kinder (ja, bis einschließlich BM) verbrachten einen Großteil der Zeit draußen im Garten mit Fange und Verstecken. Zwee und ihre "Krabbelcousins" spielten derweil fröhlich im Enkelkinderzimmer.

In der Adventszeit fielen die Morgen generell sehr gut gelaunt aus, was wir wohl der täglichen Vorfreude auf die Kalender zu verdanken haben. Mit einem Stück Schokolade und kurzem Spiel geht so ein Tag eben gleich viel besser los.




Das Adventsfest in der Kita verpassten wir leider krankheitsbedingt, aber dafür konnten R. und ich unsere BM bei der Weihnachtsshow der Schule bestaunen. Mit der Tanzgruppe führte sie einen Tanz zu "Tanze Schneemann" auf - ein Lied, dass hier nun rauf und runter gedudelt wird und von beiden Kindern sehr enthusiastisch betanzt wird. Dann führte BM mit der Klasse noch ein Geschichtengedicht auf - sie hatte ihren Text wirklich gut gelernt. Außerdem sangen sie Hänsel und Gretel bevor sie eine gute Stunde sitzen und warten mussten bis alle anderen Klassen dran waren. Eine ziemliche Zerreißprobe für die kleinen Erstklässler. Als großes Finale sangen alle Kinder "In der Weihnachtsbäckerei" - dabei stürmte BM gleich ganz nach vorn in die erste Reihe und sang aus vollem Herzen mit. Das hat sie wirklich prima gemacht.

Die Stiefel wurden ordnungsgemäß geputzt und der Nikolaus war auch sehr fleißig:



Wir schmückten beizeiten unseren Weihnachtsbaum. Diesmal durfte auch Zwee ein bisschen helfen. Leider fiel ihr gleich zu Anfang eine Kugel herunter und zersprang in 1000 Scherben. Das war nicht schlimm - seit ich mit BM schmücke gab es jedes Jahr etwas Schwund - aber danach hielt sie sich dann lieber an die Püppchen und das Holzspielzeug. BM war eifrig bei der Sache, ich musste sie dann aber beim Lametta etwas bremsen damit auch noch ein bisschen Baum sichtbar bleibt.


Die Mädels hatten in diesen Tagen ziemlich viel Spaß miteinander und auch mit ihren kleinen Cousins und ihrer großen Cousine. Alle haben sich sehr lieb und spielen richtig toll miteinander. Zwee kann immer mehr auch bei den Großen mithalten, aber gleichzeitig ist es schön zu sehen, dass für sie zwei kleine Spielkameraden "nachwachsen".






Wir waren in diesem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in der Baumschule. Dort trafen wir auch halbzufällig Kimmy, M. und BT. Ich wäre zwar ganz gern ausgiebiger an den Ständen vorbeigeschlendert, aber die Kinder hatten daran natürlich wenig Interesse. Leider gab es auch nur ein "Babykarussell". Zwee war davon total begeistert, aber zum ersten Mal war unsere BM dafür ganz klar zu groß. Sie wollte auch erst gar nicht mitfahren, sondern stattdessen lieber eine Runde auf einem Pony reiten. Letztendlich ist sie dann doch eine Runde mit Zwee mitgefahren, machte aber dabei einen so lässig-gelangweilten Eindruck, dass ich sie mir für einen Moment schon gut als Teenager vorstellen konnte. Dafür konnte Zwee die ganze Zeit gar nicht aufhören vor Freude zu grinsen.


Kurz vor Weihnachten war unsere Putzfrau im Urlaub, so dass ich eigenhändig das Haus weihnachtsfein machen musste. Oh, oh, das klingt irgendwie ziemlich abgehoben... Na, jedenfalls halfen mir beide Kinder fleißig dabei, räumten ihre Zimmer fast freiwillig auf, wischten und saugten Staub. Ich fürchte, dass ich den Kindern ein paar wichtige Life-Skills vorenthalte, aber ich bin trotzdem froh, dass ich nicht allzu oft selbst den Staubsauger schwingen muss.


Am Abend gingen BM und ich dann zum alljährlichen Weihnachtssingen im Stadion an der Alten Försterei - es war wieder ein tolles Erlebnis, obwohl BM sich natürlich hauptsächlich wegen der "großen Mädchen" freute.

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So, und nun muss ich erstmal ins Bett. Hoffentlich schaffe ich es zeitnah, über die Weihnachtsfeiertage und die Zeit zwischen den Jahren zu berichten.

Sonntag, 13. November 2016

Ein hoßer Doom (großer Turm)

Schon als BM noch ganz klein war und anfing, morgens gegen Klamotten bzw. Anziehen im Allgemeinen zu protestieren, begann ich, ihr morgens ein "Mädchen"  aus Klamotten auf ihren Teppich zu legen. Das machen wir eigentlich meistens immer noch so.

Nun habe ich das auch ein paar Mal für Zwee so gemacht, um der Diskussion aus dem Weg zu gehen, dass ihr heißgeliebtes grünes "Piep-piep-Diedat" (T-Shirt) eben manchmal auch gewaschen werden muss.

Zwee hat daraufhin ihre ganz eigene Stapeltechnik entwickelt. So macht man das und nicht anders!


Mittwoch, 9. November 2016

BMs erstes Kreuzworträtsel

Alles alleine buchstabiert, geschrieben, Silben zusammen gezogen und gelesen. Ich bin ganz schön stolz auf mein großes Mädchen.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Zurück versetzt

Wir sind heute im Wald damit R. mit M. Holz hacken kann. Nach einer schönen Stunde mit den Kindern auf dem Waldspielplatz und leckerem Abgrillen machten Kimmy und ich mit den Kindern einen Spaziergang zum See. Zwee war schon ziemlich "miena" und wollte nicht alleine laufen, so dass ich sie in Minis Trage nahm. Nachdem sie gestern den ganzen ohne Mittagsschlaf aushielt entschärfte es das kleine Mädchen heute wie ein Baby.

Nun sitze ich hier im Wald in sicherem Abstand zum Holzgehacke und - gesäge und genieße bei goldenem Herbstwetter die Extrakuscheleinheit mit meinem gar nicht mehr so kleinen Baby auf dem Bauch.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Late-Talkerchen Zwee

Unsere Zwee hat sich ja von Anfang an mit allen "Meilensteinen" recht viel Zeit gelassen. Da sie sich dennoch stetig weiter entwickelte, sahen wir das im Allgemeinen recht gelassen. Wer weiß, vielleicht fehlten ihr doch die sechs Wochen im Bauch oder sie ist eben einfach etwas gemächlicher. Immer wenn ich anfing, mir doch etwas mehr Gedanken zu machen, kam ein Schub daher und zerstreute sie gleich wieder. 

Vor etwa zwei Wochen sagte ich zu R., dass es nun doch langsam etwas auffällig sei wie wenig Zwee spricht - also sowieso recht wenige Worte und diese auch noch nicht wirklich für die Allgemeinheit verständlich. Zweijährige haben es ja sowieso nicht immer leicht, weil die Welt so ungerecht sein kann. In letzter Zeit wuchsen Zwee aber häufiger Hörner, weil wir schlicht und einfach nicht verstanden, was sie von uns wollte. 
Wir beschlossen, dass wir noch entspannt bleiben und beim nächsten Arztbesuch (der ja über kurz oder lang kommen würde) mal die Kinderärztin ansprechen würden, ob man dagegen etwas tun sollte. 

Was soll ich sagen: In den letzten beiden Wochen hat sich plötzlich einiges getan. Zwee spricht jetzt viel mehr. Es ist noch längst nicht alles verständlich, aber sie versucht sich an immer mehr Worten und Redewendungen während wir vor lauter Niedlichkeit gar nicht mehr aufhören können zu grinsen.

Hier ein kleiner Auszug: 

Homm! - Komm!
Ich nich han! - Ich komme nicht ran.
Mehr ein Oma - Noch eine Oma (begeistert, weil bei Vatis Geburtstag beide Omas und Opas da waren)
ohter - runter
ohm - oben
O ein Ball? - Wo ist ein Ball?
Toor - Fußball 
Appe - Apfel
Mama hat das an, ich das an. Ich auch ein Deid an! 
Anna Daata auch Bett? - Sind [Kitafreundinnen] auch im Bett?
haut - laut
Bota - Butter
Boot - Brot
Wahla - Marmelade
Whos - Wurst
Niener - Wiener
Tiesa - Käse
Mama Dohß ein Buh an! - Auf Mamas Schoß ein Buch angucken. 
hot - rot
bau - blau (tatsächlich kann Zwee die meisten Farben richtig zeigen, wenn auch noch nicht selbst benennen)
I-a-a Igel
Mama, ich Aats! - Ich habe Angst.
hälpen - helfen (unsere aktuelle Lieblingskreation)
hojs - los
Nein, Mama nicht hojs! - Mama soll nicht los gehen.
Allez hop
nooi - neu
Ich hab Doos(ch) - Ich habe Durst. 
Wass(ch)er - Wasser
waiter - weiter
Iahdatt - Elefant 
Hat - Hand (Genau wie BM damals, wenn wir zum Einschlafen ihr Händchen halten sollen. ) 
I-i-i (dabei Zeigefinger quer vor den Mund Köpfchen hin und her schütteln) - Zähne putzen 
Ich auch nich. - Ich nicht. Das "auch" sagt sie immer dazu, auch wenn es meistens gar nicht passt. 
Ich das ham? Bote, Mama! - Darf ich das haben? Bitte, Mama! 
Ich Dette dattert! Ein Ja-ja? - Ich habe in die Toilette gek*ckert! Bekomme ich dafür ein Naschi? (In einem verzweifelten Moment haben wir ihr ein Naschi für K*cki in der Toilette versprochen, weil wir in den letzten Wochen immer wieder selbiges im Schlüppi hatten.) 

Ich muss in den nächsten Tagen mal noch ein paar weitere Wortschöpfungen notieren. Tatsächlich können wir uns nun schon recht gut mit ihr unterhalten.

Ihren eigenen Namen sagt Zwee übrigens bislang noch nicht. Wenn man sie nach ihrem Namen fragt, antwortet sie ausnahmslos "Ich". 

Außerdem singt Zwee jetzt mit Begeisterung den Taschenlampenkanon ("An und aus") und "Happy Birthday" - wenn es kein Geburtstagskind gibt, dann eben in Dauerschleife für ihre Püppis. 

Jedenfalls bin ich wirklich sehr erleichtert, dass da jetzt offensichtlich ein Knoten geplatzt ist. Es macht solchen Spaß mitzuerleben wie jeden Tag neue Wörter hinzu kommen und vor allem, dass Zwee und BM sich nun immer mehr unterhalten können. Mein Herz schmilzt jedes Mal, wenn Zwee etwas nicht schafft und damit zu ihrer großen Schwester geht: "BM [noch mit V als Anfangsbuchstaben] hälpen!"

Samstag, 22. Oktober 2016

Gastbeitrag von Oma M.: Herbstferien an der Ostsee

Wie schön! Eine Woche Urlaub mit der Großen an der Ostsee. „Piraten! Piraten …“ ihr Lieblingslied und jeden Tag von ihr mit Opa zusammen gesungen. Ein echter Ohrwurm. Mit an Bord neben uns Großeltern ihre Tante Kimmy, ihr Onkel M. und Mini.

Die Hinfahrt war begleitet mit gefühlten 100 mal Fragen: „Wann sind wir denn endlich da?“ Nach 2,5 Stunden war unser Haus zu sehen, aber wir mussten erst einmal an die Fischbude Backfisch essen gehen. BM behielt das bei. Jeden Tag. Beim Warten in der Schlange erklärten wir die ausgelegten Fischsorten. Bei der letzten Kiste Sprotten rief sie: „Kenne ich, das sind Goldfische!“

In unserem gemütlichen Haus trotzten wir dem trüben grauen Wetter. Morgens wurde gekuschelt und Mini küsste seine Cousine mindestens einmal am Tag komplett ab.

Da es kein schlechtes Wetter gibt, haben wir uns warm angezogen, und los ging es. Wir machten eine 20-km-Radtour, bei der BM tapfer mithielt. Wir sind an der Ostsee gewandert und haben die neu gelernten Buchstaben in den Sand geschrieben. 


Jeder Spielplatz wurde ausprobiert und stundenlang belagert. Aber am meisten Spaß hat der Besuch in Karls Erdbeerhof gemacht: Ponnyreiten, Riesenrutsche runterkacheln, Traktorfahren, Tiere streicheln, im Irrgarten sich verlaufen und viel naschen.

Im Ozeanium und der Stadtrundfahrt in Stralsund gab es viel zu bestaunen. Unsere Große ist sehr interessiert und will immer noch mehr sehen. So hat sie sich ein U-Boot angesehen und war in der Phänomenta. Dort hat sie sogar einen Trabi (mit großem Hebel) hochgehoben.
Alles sehr spannend.

Abends wurde Sport gemacht. Wir Frauen turnten vor und die Große voll mit dabei. Entsprechender Kommentar von ihr: „Und immer schön den Bauchnabel einziehen!“ Danke für den Tipp! Jeden zweiten Tag ging es ab in die Sauna.


Für Mama und Papa wurden Tassen mit Meeresmotiven bemalt und danach gebrannt. Und immer das Lied auf den Lippen: „Piraten, Piraten…“.




Samstag, 15. Oktober 2016

Drama um die Zahnfee

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber fünf Wochen Schule machten unsere BM wirklich ferienreif. Ich vermute, dass die vielen Eindrücke, das viele Warten und Anpassen und natürlich auch die Anstrengungen des Lernens ihr doch ganz schön zugesetzt haben, denn in der letzten Schulwoche musste BM eigentlich jeden Abend im Bett wegen irgend etwas ganz doll weinen. Meist fing es mit irgendeiner Kleinigkeit an und steigerte sich dann in kürzester Zeit in einen schlimmen Weltschmerz mit lautem, untröstlichen Weinen.

Am Abend nach der großen Party sah das dann so aus: 

Das ausgefallene Milchzähnchen kam in die nigelnagelneue Zahnfeeschachtel.



Wir kuschelten noch ein bisschen in BMs Bett und sinnierten darüber, wann wohl der neue Zahn wachsen würde und ob wie die Zahnfee wohl ins Haus kommen würde. Ich merkte schon, dass BM die ganze Sache nicht so hundertprozentig geheuer war. Irgendwann sagte ich "Gute Nacht" und verließ das Kinderzimmer. Wenig später drang lautes Schluchzen an mein Ohr. Ich ging also zurück zu BM streichelte ihr Köpfchen und erfuhr, dass sie so traurig sei, weil sie nun ihr Zähnchen nie wieder sehen würde. Ich konnte sie ein bisschen verstehen, denn irgendwie ist so ein Zahnverlust ja auch ein Verlust der "Unversehrtheit" und - wenn auch objektiv betrachtet vielleicht nicht so schlimm, aber eben doch sehr endgültig.

BM war so traurig, dass ich fast so weit war zuzugeben, dass es eigentlich gar keine Zahnfee gibt. Zu guter Letzt schrieb ich ihr aber stattdessen einen Zettel. Ohne Kontaktlinsen, darum die scheußliche Handschrift. Echt jetzt. 



Zahnfeezettel und Zahnfeedose stellten wir dann zusammen auf das Fensterbrett und ich versprach BM noch, dass die Zahnfee eine wirklich gute Fee sei und sie sich wirklich keine Sorgen machen brauche. Dann kam BM endlich zur Ruhe und schlief ein.

Am nächsten Morgen eilte BM gleich zum Fensterbrett. Das Zähnchen lag immer noch in der Dose und daneben lag ein Büchlein mit einer Nachricht. 



Bislang ist noch ungeklärt wie BM mit dem nächsten Zahn verfahren will, aber eigentlich wäre ich gar nicht so unzufrieden, wenn sie auf die kleinen Geschenke verzichtet und stattdessen einfach ihre Zähnchen sammelt.